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Wettbewerb
Zwei Carsharing-Anbieter werben um Kunden im Barnim

Carsharing nun auch in Bernau: Eines der Fahrzeuge des Ford-Angebots steht auf seinem festen Stellplatz in der Brauerstraße.
Carsharing nun auch in Bernau: Eines der Fahrzeuge des Ford-Angebots steht auf seinem festen Stellplatz in der Brauerstraße. © Foto: Amy Walker
Amy Walker / 23.10.2019, 06:30 Uhr
Bernau (MOZ) Auf einmal scheint Carsharing in aller Munde zu sein. Auch im Barnim gibt es nun bereits zwei Anbieter: Ford Carsharing vom Autohaus Lukat in Bernau und BARshare von den Kreiswerken Barnim, die bisher Standorte in Biesenthal, Britz und Eberswalde haben. Geplant sind noch weitere BARshare Fahrzeuge im gesamten Landkreis, darunter in Bernau und Melchow.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Anbietern ist, dass BARshare komplett auf E-Mobilität setzt, während das Ford Carsharing klassisch herangeht. In Bernau befinden sich drei Benzin-Fahrzeuge von Ford: Eines auf dem Bahnhofsplatz, eines am S-Bahnhof Friedenstal und ein weiteres in der Brauerstraße. Beide Anbieter sind standortbasiert – das heißt, man muss nach der Nutzung das Fahrzeug an einem bestimmten Ort abstellen.

"Das ist hier auf dem Land nicht anders möglich", erklärt Fabian Holländer, Geschäftsführer im Autohaus Lukat, der das Projekt in Bernau ins Leben gerufen hat. "Das ist für viele ein Nachteil – aber dafür ist das Angebot günstiger." Beim Ford Carsharing kostet die Miete tagsüber 5 Euro pro Stunde, beim BARshare sind es 4,90 Euro die Stunde.

Warum also Carsharing? Beide Angebote richten sich hauptsächlich an diejenigen, die zwar ein Auto haben, aber manchmal mit dem Gedanken spielen, sich ein zweites anzuschaffen. "Wir hoffen, dass sich diese Leute kein Zweitfahrzeug holen, sondern stattdessen dieses Angebot nutzen", so Fabian Holländer.

Dies bestätigt Bernaus Bürgermeister André Stahl – und hofft, dass die Stadt sich ein Stück weit mehr in Richtung Nachhaltigkeit bewegt. "Natürlich wollen wir auch Parkraum für andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer gewinnen", sagt Stahl. In den ersten vier Wochen ist das Angebot des Autohauses relativ gut angekommen", sagt Fabian Holländer. 20 und 30 Nutzer sind bereits registriert. "Wir können zufrieden sein, es war ein guter Start."

Interesse an Panketal

Unternehmer Fabian Holländer hofft, dass sein Angebot künftig noch weiter ausgebaut wird. "Die Absicht ist, dass wir aufstocken. Wir überlegen, wohin wir uns ausbreiten könnten. Panketal ist da vielleicht interessant", sagt er.

In der nahen Zukunft sei erstmal ein weiterer Stellplatz im neuen Wohngebiet am Schönfelder Weg geplant, das sei schon in die Wege geleitet. Des Weiteren stehe noch bevor, einen Transporter in die Flotte aufzunehmen, der dann auf dem Gelände des Autohauses stehen wird. "Und ja, E-Mobilität steht auch vor der Tür. Da überlegen wir auch, irgendwann eine Ladesäule zu haben. Sowas ist aber auch wirklich eine teure Anschaffung, das macht man nicht mal schnell über Nacht."

BARshare gibt es schon etwas länger - seit Frühjahr fahren die 23 elektrischen Fahrzeuge auf Barnimer Straßen. Bis Ende des Jahres sollen in der Bernauer Jahnstraße auf dem Gelände der Kreiswerke Barnim noch zwei Renaults hinzukommen. Also, im Barnim hat man jetzt sogar die Qual der Wahl.

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