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Die Europaschule hat ihren Zehntklässlern ein besonderes Angebot gemacht. Es ging um den Weg zum Ausbildungsplatz.

Bildung
Projekttag an Europaschule zum Berufsstart

Konzentriert für die Zukunft: Jolie Halka (l., Klasse 10b) wollte wissen, welche Funktion der Mittelstandsverein hat. Es antworten ihr Frank Neue vom Alten- und Pflegeheim Storkow sowie Barbara Hink (2. v. r.) von der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch und Abby Kaiser, die dort ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert.
Konzentriert für die Zukunft: Jolie Halka (l., Klasse 10b) wollte wissen, welche Funktion der Mittelstandsverein hat. Es antworten ihr Frank Neue vom Alten- und Pflegeheim Storkow sowie Barbara Hink (2. v. r.) von der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch und Abby Kaiser, die dort ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 26.10.2019, 14:00 Uhr
Storkow Die Betriebe der Region wollen Auszubildende aus der Region, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass die auch bei ihnen bleiben. Das weiß Kerstin Wicklein, die an der Storkower Europaschule Fachbereichsleiterin Wirtschaft, Arbeit und Technik sowie Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung ist. Ab der 7. Klasse absolviert sie mit den Schülern Betriebsbesichtigungen, in der 8. Klasse unternimmt das Sozialraumteam eine Berufsrallye mit der Besichtigung von mehreren Betrieben, und in der 9. Klasse findet ein 14-tägiges Betriebspraktikum statt. Das zeigt Erfolge, denn "über 90 Prozent aller Schüler erhalten nach der 10. Klasse einen Ausbildungsplatz, die anderen wechseln zum Oberstufenzentrum oder probieren sich noch einmal in Praktika aus", berichtet die Lehrerin erfreut.

15 Partner aus der Wirtschaft

Den Abschluss aber bildet das alljährliche Bewerbungstraining der zwei 10. Klassen mit insgesamt 45 Schülern. Es fand am Freitagvormittag mit 15 Partnern aus Industrie und Wirtschaft statt, die Kerstin Wicklein über den Storkower Mittelstandsverein eingeladen hatte. Mit der Bundeswehr, dem Helios-Klinikum, Veolia, der Bohrlochmessung, der ABS sowie der Astor Blades GmbH waren viele große Arbeitgeber aus der Region dabei. Sich vorgestellt und beim Bewerbungstraining mitgeholfen haben auch die Stadtverwaltung, das Alten- und Pflegeheim, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die AOK und die Agentur für Arbeit. Bei Fotograf Uwe Külz aus Bad Saarow erhielten die Schüler digital und auf Papier ihr Bewerbungsfoto.

Im Unterricht war der Projekttag sorgfältig vorbereitet worden. Die Schüler lernten, wie ein Bewerbungsschreiben, ein Lebenslauf und ein Anschreiben auszusehen haben. Filme mit Bewerbungsgesprächen wurden gezeigt. Außerdem konnten sie sich schon über die teilnehmenden Betriebe und Institutionen informieren.

Sechs Stationen wurden gebildet, jede in einem eigenen Raum, und für jede gab es einen genauen Zeitablauf. An Station 1 stand für jeden Schüler als Einzeltermin ein Bewerbungsgespräch von 40 Minuten auf dem Plan. Dazu hatten sich Vertreter aus zehn Firmen zur Verfügung gestellt. Die anderen Stationen wurden jeweils für 40 Minuten in Gruppen von sechs bis acht Schülern aufgesucht. Auf der Station 2 ging es um Online. Bei der Station 3, Bewerbungsfoto, war Sabine Schmelz vom Sozialraumteam dabei, um die Frage zu klären: "Wie kleide ich mich?" Station 4 führte einen Einstellungstest durch, und an der Stadtion 6 war die AOK vertreten.

"Messe" mit Infomaterial

Die Station 5 nannte sich Messe. Hier hatten die Kammern, die Agentur für Arbeit und der Mittelstandsverein ihren Platz mit ihrem Infomaterial. Marcell Ernst von der IHK gewann die Erfahrung, dass die Schüler mit der Institution nichts anfangen konnten. "Wir haben mit ihnen besprochen, welche Berufe und Betriebe für sie möglich sind, und ihnen unsere Unterstützung angeboten", erklärte er seine Aufgabe.

Zuhal Hamidi und Justina Wegner aus der 10a wussten schon genau, was sie werden wollten. Zuhals Erkenntnis aus dem Projekttag war: Man muss einen guten Abschluss haben und kommunikationsfreudig sein. Justina haben das Bewerbungsgespräch und die Messe "mehr Sicherheit gegeben und die Anregung, noch einmal in andere Berufe hineinzuschnuppern".

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