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Sonderfahrt
Erstmals Städteexpress nach Stettin

Schmuckstück unter Dampf: Eine Lokomotive, Baujahr 1936, fährt auf dem Bahnhof von Tantow ein. Anlass für die Sonderfahrt ist das Jubiläum 175 Jahre Eisenbahnstrecke Berlin  Stettin.
Schmuckstück unter Dampf: Eine Lokomotive, Baujahr 1936, fährt auf dem Bahnhof von Tantow ein. Anlass für die Sonderfahrt ist das Jubiläum 175 Jahre Eisenbahnstrecke Berlin Stettin. © Foto: Eva-Martina Weyer
Oliver Schwers / 08.11.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 15.11.2019, 14:31
Tantow (MOZ) Mit einer historischen Fahrt wird der neugestaltete Bahnhof Tantow eingeweiht. Das Amt Gartz setzt weiter auf den Ausbau der alten Stettiner Eisenbahnlinie. Und so rollt am 13. November ein aus DDR-Tagen stammender Städteexpress erstmals von Berlin über Angermünde und Tantow nach Stettin.

Die historische Sonderfahrt hat das Amt Gartz organisiert. Anlass ist die Einweihung des neugestalteten Bahnhofsumfelds. Tantow investierte in den vergangenen Monaten rund eine Million Euro in den Umbau. Das soll – wie schon in den Pioniertagen der Eisenbahn – festlich begangen werden. Ab 12.30 Uhr startet die feierliche Übergabe. Am Abend folgt ein Sektempfang beim Feuerwerk.

Pendler, Gäste, Eisenbahnfans und Einwohner erleben die Einfahrt des Sonderzuges. Der soll die Bedeutung der Bahnlinie dokumentieren. Denn zu sozialistischer Zeit war der Städteexpress die hochwertigste Schnellverbindung. Schon durch die elfenbein-orange Farbgebung stach er im Fuhrpark der Deutschen Reichsbahn hervor. Die Züge pendelten von Montag bis Freitag zwischen den wichtigsten Bezirksstädten und der Hauptstadt Berlin hin und her. Erstmals gab es den Städteexpress 1976, gezogen von der berühmten sowjetischen Diesellokomotive der Baureihe 132, genannt Ludmilla.

Umsteigefrei zum Flughafen

Die Veranstalter haben dem Zug nun sogar den Namen "Theodor Fontane" gegeben. Das hat einen literarischen Hintergrund. Denn der Autor setzte dem Dorf Tantow in seinem Roman Effi Briest an einer Stelle ein Denkmal, in dem er von "Klein-Tantow" schrieb.

Nach Angaben des Amtes Gartz sind noch Fahrkarten für die Fahrt mit dem Städteexpress ab Berlin-Lichtenberg erhältlich. Auch für die Rückfahrt gibt es noch Fahrkarten. Diese werden aufgrund der Förderung durch das Land Brandenburg kostenlos ausgegeben. Restkarten sind auch noch am Bahnsteig erhältlich.

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Auf der Rückfahrt heißt der Städteexpresszug "Stetinum". Er verbindet zum ersten Mal in der Geschichte umsteigefrei die Stadt Stettin mit dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Der Gartzer Amtsdirektor Frank Gotzmann fordert künftig einen stündlichen Regionalexpress zwischen Stettin und dem Flughafen in Berlin mit Halt in Eberswalde, Angermünde, Casekow und Tantow, in der Hauptverkehrszeit einen 30-Minuten-Takt.

Fahrplan des Sonderzugs

Die Hinfahrt startet am 13. November um 8.12 Uhr ab Berlin-Lichtenberg. Der Zug kommt gegen 9.37 in Angermünde an, wo er fünf Minuten Aufenthalt hat. Der Ex 181 "Theodor Fontane" erreicht Tantow gegen 10.21 Uhr. Dort steht er eine halbe Stunde, bevor es weiter nach Stettin geht (Ankunft 11.18 Uhr). Von dort pendelt er noch einmal zwischen Tantow und Stettin (nur noch Restkarten erhältlich). Die Rückfahrt beginnt 15.55 Uhr ab Stettin (Hauptbahnhof). Der Ex 186 "Stetinum" erreicht Tantow um 16.15 Uhr. Von hier geht die Tour ab 16.28 Uhr nach Angermünde (17 Uhr) bis Berlin-Lichtenberg (18.31 Uhr) und von dort zum Flughafen Berlin-Schönefeld (19 Uhr).

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