Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Das Sanierungsprogramm für Biesenthaler Straßen und Gebäuden ist abgeschlossen. Fast zehn Millionen Euro wurden investiert.

Sanierung
Biesenthaler Altstadt im neuen Gewand

MOZ / 12.11.2019, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Gut 20 Jahre nach der Festlegung des Sanierungsgebietes wird die Altstadtsanierung auch förmlich abgeschlossen. 9,5 Millionen Euro wurden in dieser Zeit eingesetzt. Öffentliche und private Gebäude, Straßen und Wege, Grün- und Freiflächen sind dafür  saniert worden. Die Finanzierung erfolgte durch öffentliche und private Mittel. Nach einer Bilanz des Sanierungsträgers, der Deutschen Stadt- und GrundstücksentwicklungsgesellschaftDSK, wurden im Sanierungsgebiet zum Beispiel mehr als 85 Prozent der Maßnahmen zum Erhalt der Bausubstanz durchgeführt. Weitere Maßnahmen werden noch als erforderlich angesehen, sind aber im Rahmen der Altstadtsanierung nicht mehr förderfähig. Zum Sanierungsbereich gehören Apothekergasse, Kirchgasse, August-Bebel-Straße, Kurze Straße, Berliner Straße, Rückergasse, Breite Straße, Schulstraße, Fischerstraße, Am Markt, Grünstraße und Heegeseeweg sowie das Ergänzungsgebiet Scheunenviertel am Grünen Weg mit Feuerwehr.

Bestandsaufnahme am Anfang

Zum Anfang der Altstadtsanierung erfolgte eine Bestandsaufnahme. Defizite wurden in den Bereichen Wohnungen, Verkehr, Wirtschaft und Versorgung sowie Gestaltung der öffentlichen Räume festgestellt. Nach der DSK-Bilanz sind demnach bis heute mehr 85 Prozent der notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der städtebaulichen Struktur, der Bausubstanz und der Grün- und Freiflächen durchgeführt worden. Immerhin noch 60 bis 85 Prozent der Maßnahmen im Bereich der Nutzungsstruktur (Wohnen und Handel) sind erfolgt. Teilweiser Leerstand im Ladenbereich gilt noch als Manko. Auch im Verkehr liegt der Anteil der als erforderlich angesehenen Maßnahmen zwischen 60 und 85 Prozent. Allgemein wird Handlungsbedarf noch bei der Herrichtung unsanierter Gebäude oder bei der Schließung von Baulücken gesehen.

Hoher Anteil an Fördermitteln

In das Sanierungsgebiet sind bis heute Fördermittel in Höhe von 6,2 Millionen Euro geflossen. Die Stadt Biesenthal hat 2,8 Millionen Euro getragen. Die Grundstückseigentümer haben sich mit Ausgleichsbeträgen in Höhe von 326 000 Euro beteiligt. Weitere Finanzmittel, zum Beispiel Zinsen, kamen noch hinzu.

Von diesem Geld wurden 5,2 Millionen in die Erschließung von Straßen, Wegen und Plätzen sowie 2,9 Millionen in Baumaßnahmen investiert. Hinzu kommen Ausgaben für kleinteilige Maßnahmen an Gebäuden, für Abrissarbeiten, Beratung, Prüfung und Öffentlichkeitsarbeit.

Auch wenn die Sanierung förmlich abgeschlossen wird, soll noch eine Publikation mit der Bilanz erscheinen. Zu dem förmlichen Abschluss gehört außerdem die Sicherung der Sanierungsziele. Die Biesenthaler Gestaltungssatzung wird hierfür als ausreichend angesehen. Nicht zuletzt sind die Löschungen der Sanierungseinträge im Grundbuch vorzunehmen. Nach Auskunft des Sanierungsträgers haben viele Grundstückseigentümer die Möglichkeit genutzt, die Ausgleichsbeiträge vorab freiwillig gezahlt zu haben. Rund 60 Bescheide müssten noch verschickt werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG