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Gigafabrik
Woidke: "Milliardeninvestition von Tesla sind ein großer Erfolg"

Pressekonferenz zum Bau der Tesla-Fabrik: Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, Landrat Oder-Spree Rolf Lindemann, Ministerpräsident Dietmar Woidke und Regierungssprecher Florian Engel (v.l.).
Pressekonferenz zum Bau der Tesla-Fabrik: Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, Landrat Oder-Spree Rolf Lindemann, Ministerpräsident Dietmar Woidke und Regierungssprecher Florian Engel (v.l.). © Foto: Ulrich Thiessen
Ulrich Thiessen / 13.11.2019, 15:31 Uhr - Aktualisiert 13.11.2019, 16:19
Potsdam (MOZ) Brandenburg setzt große Erwartungen in die geplante Milliardeninvestition von Tesla in Grünheide (Oder-Spree). Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach am Mittwoch von einem großen Erfolg, dass sich der Standort gegen eine Reihe weiterer Konkurrenten europaweit durchsetzen konnte.

Den Ausschlag dafür habe die Berlinnähe aber vor allem auch die Bereitstellung von erneuerbaren Energien und die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Arbeitskräfte gegeben. Außerdem sei es gelungen, in der intensiven Verhandlungsphase seit Juli trotz eines 30-köpfigen Teams aus den Verwaltungen Vertraulichkeit zu wahren.

Laut Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) ist eine Investition von mehreren Milliarden für die Produktion von Elektrofahrzeugen und von Batterien geplant. Im Frühjahr kommenden Jahres könne mit der Rodung der 300 Hektar großen Fläche, die bereits im Bebauungsplan für Industrieansiedlungen vorgesehen ist, begonnen werden. Die Produktion könnte in der ersten Hälfte von 2021 anlaufen, so der Minister.

Tesla habe sich verpflichtet, die dreifachen Fläche an anderer Stelle in Brandenburg aufzuforsten. Steinbach sprach von zunächst 3000 Arbeitsplätzen und nach einer geplanten Erweiterung der Produktion von 7000 bis 8000 Arbeitsplätzen. Tesla habe zugesagt, Löhne über Tarif zu zahlen. Steinbach betonte, dass ganz Ostbrandenburg, die Lausitz und die Uckermark bis nach Westpolen hinein von der Ansiedlung profitieren.

Woidke unterstrich, dass die Bereitstellung von erneuerbaren Energien jetzt erstmals zu wohlstandssichernden Arbeitsplätzen vor Ort führe. Man dürfe den Rohstoff der Zukunft nicht über Leitungen, die keiner haben will, in Regionen transportieren, die selbst beim Ausbau der erneuerbaren Energien hinterherhinken. Stattdessen müsse man ihn vor Ort für Zukunftsinvestitionen nutzen.

Auf eine Frage, ob Tesla nicht auch gut in die Lausitz gepasst hätte, erklärte der Ministerpräsident, dass in den kommenden Wochen mit weiteren guten Nachrichten zu rechnen sei, über die zurzeit noch nicht gesprochen werden könne.

Arne Christiani, Bürgermeister von Grünheide, betonte auf der Pressekonferenz in der Staatskanzlei, dass die Gewerbegebiete seiner Gemeinde gut über die Bahn und die Autobahn angebunden sind. Der Busverkehr werde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oder-Spree ausgebaut. Außerdem bestehe Einigkeit, dass für Grünheide die Landesplanung so geändert werden muss, dass zusätzliche Wohnbebauungen möglich werden. Laut Christiani gibt es in den Gewerbegebieten von Grünheide schon jetzt viele Arbeitsplätze in Logistikunternehmen.

Er hofft jetzt auf gutbezahlte Arbeitsplätze, die seiner Gemeinde den Ausbau von Schulen und Kindergärten ermöglichen. Landrat Rolf Lindemann (SPD) lobte auf der Pressekonferenz die schnelle und reibungslose Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und den Potsdamer Ministerien.

Laut Woidke bestand am Mittwoch vergangener Woche erstmals Telefonkontakt mit dem Unternehmer Elon Musk. Am Dienstag wurde in Berlin eine Absichtserklärung zur Investition unterschrieben. Am Abend verkündete Musk das Vorhaben. Der Senat von Berlin, so Woidke, sei nicht in die Verhandlungen eingebunden gewesen. Er habe jedoch den Regierenden Bürgermeister informiert, als Tesla einen Standort für ein Innovations- und Designcenter suchte, das in der Bundeshauptstadt errichtet werden soll.

Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Blog: Die erste Gigafabrik von Tesla in Europa

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Norbert Wesenberg 14.11.2019 - 07:08:38

Das Gute und das Schlechte

Das Gute an der Teslainvestition ist, das tausende Industriearbeitsplätze entstehen die gerade Brandenburg mehr als dringend seit 30 Jahren benötigt werden. Das Schlechte daran ist, das sie wieder Mal im Speckgürtel angesiedelt wird und nicht in Ostbrandenburg wo sie wichtiger wäre. Und so wird es auch nicht verwundern, wenn die Zuschauer aus der Randregion Ostbrandenburg bei kommenden Wahlen wieder mal ihr Kreuzchen bei Blau machen. Chance vertan und kein Grund in Potsdam die Sektkorken knallen zu lassen.

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