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Entschädigungen
Temnitzquells Abgeordnete sparen bei sich selbst

Temnitzquell muss rechnen. Die Entschädigungen für die Gemeindevertreter liegen dort unter dem amtsweiten Durchschnitt.
Temnitzquell muss rechnen. Die Entschädigungen für die Gemeindevertreter liegen dort unter dem amtsweiten Durchschnitt. © Foto: Pixabay
Markus Kluge / 14.11.2019, 08:30 Uhr
Temnitzquell (MOZ) Temnitzquell muss sparen, und das tun die Abgeordneten auch bei sich selbst. Im Rahmen der Debatte um den Haushalt 2020 stand die Höhe der Aufwandsentschädigung der Mitglieder der Gemeindevertretung zur Diskussion. Die Summen für Gemeindevertreter, Bürgermeister und Ortsvorsteher sind nämlich seit 2002 – dem Jahr, in dem der Euro die D-Mark ablöste – nicht verändert worden.

Mittlerweile liegen alle Sätze, die monatlich gezahlt werden, teils deutlich unter dem Durchschnitt oder den üblichen Sätzen, die in den Temnitzer Gemeinden an die ehrenamtlichen Lokalpolitiker überwiesen werden. In Temnitzquell erhält ein Abgeordneter derzeit monatlich 46 Euro, der Schnitt im Amt liegt bei 50 Euro. Bürgermeister bekommen eine Entschädigung, die sich nach der Anzahl der Einwohner richtet. Bernd Müller erhält 450 Euro, bei 769 Einwohnern wären aber 570 Euro pro Monat möglich. Die Temnitzqueller Ortsvorsteher bekommen laut aktueller Satzung 175 Euro, der Durchschnitt in den Temnitzer Gemeinden beläuft sich auf 200 Euro. Würden alle Temnitzqueller Sätze auf den Durchschnitt oder die maximal möglichen Sätze angehoben, würden pro Jahr insgesamt 3 000 Euro mehr an die Gewählten fließen, so Kämmerin Kerstin Dames.

"Mit dem Geld würde ich lieber etwas anderes machen", warb der Abgeordnete Ulf Gentikow dafür, nicht alle Sätze zu erhöhen. Allerdings waren sich auch alle Abgeordneten darin einig, dass die Arbeit vor allem für die Ortsvorsteher nicht weniger geworden ist. "Die, die die Arbeit haben, sollen etwas davon haben", argumentierte der Rägeliner Helmut Braun. Auch Rägelins Ortsvorsteherin Gabriele Wäbersky machte deutlich, wie viele Stunden sie auch damit verbringt, sich um das Gemeindehaus zu kümmern. Mit acht Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen entschieden die Abgeordneten, nur die Sätze für die drei Ortsvorsteher von 175 auf 200 Euro zu Erhöhen. Das bedeutet ab 2020 eine Mehrausgabe von 900 Euro pro Jahr.

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