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zur Förderung von Moscheegemeinden
Nachbar statt Fremdkörper

Stefan Kegel
Stefan Kegel © Foto: Thomas Koehler/photothek.net
Meinung
Stefan Kegel / 15.11.2019, 19:46 Uhr - Aktualisiert 15.11.2019, 20:28
Berlin (NBR) In der Vergangenheit wurden Muslime in Deutschland von manchem als Fremdkörper wahrgenommen, Pegida und AfD schöpfen unter anderem daraus ihren Zuspruch. Und die Distanz, die die Gesellschaft zu Moscheen hielt, trug nicht dazu bei, das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Im Gegenteil. Viel zu oft entpuppten sich ausgerechnet Gotteshäuser als Nester der Radikalisierung oder Orte der Abkapselung. Der Einfluss des türkischen Staates auf Ditib-Moscheen etwa bindet selbst in Deutschland Geborene über das Scharnier der Religion an das Mutterland ihrer Vorfahren.

Da der Staat nicht in die Religionsfreiheit eingreifen darf, ist es daher ein vernünftiger Schritt, wenigstens die Moscheegemeinden stärker mit ihrem regionalen Umfeld zu verbinden und so ihre gesellschaftliche Bedeutung zu stärken. Eine staatliche Förderung von Beratungen oder von Initiativen vor Ort kann im besten Fall Parallelgesellschaften entgegenwirken und Verbindungen in die Gesellschaft aufbauen. Eines Tages könnten sich Moscheegemeinden mit eigenen Imamen – wie die Kirchen – als Teil des deutschen Gemeinwesens begreifen statt als Fremdkörper.

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Paul Müller 16.11.2019 - 20:14:47

Vielleicht sollte der Autor mal den Koran lesen ...

... und sich mit Muslimen zum Thema Islam und deren Propheten - den mit Hang zu 12 Jährigen Mädchen unterhalten ;-) niemand wird sich bei den „Ungläubigen“ integrieren, die Angst vor so einer Art „Fegefeuer“ ist derart ausgeprägt :)

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