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Handball
Völlig losgelöst zum Abpfiff

Pure Freude: Sechs Spiele, sechs Siege. Union Neuruppin verteidigte mit dem 20:19 gegen Dahlewitz die Tabellenführung.
Pure Freude: Sechs Spiele, sechs Siege. Union Neuruppin verteidigte mit dem 20:19 gegen Dahlewitz die Tabellenführung. © Foto: Roland Möller
Roland Möller / 17.11.2019, 21:04 Uhr
Neuruppin Nach dem guten Start im Heimspiel gegen den SV Dahlewitz hätte wohl niemand im Unioner Lager erwartet, dass die Partie gegen den Aufsteiger so eng wird. Erst fünf Sekunden vor dem Abpfiff gelang Katharina Bremer der Treffer zum 20:19 für Union. Heimcoach Tony Palmowske war sichtlich geschafft nach den aufreibenden 60 Spielminuten. "Es war eine packende, temporeiche und harte Partie. Obwohl wir ein junges Team haben, waren wir zum Schluss abgeklärter, auch dank der tollen Unterstützung unserer Fans. Und dass Katharina nach drei Fehlwürfen sich aus spitzen Winkel den Wurf zutraut und trifft, das zeugt von Selbstvertrauen, Hut ab."

Verwirrung wegen Schiri-Pfiffen

Union ging ein hohes Tempo und führte erst schnell 2:0, dann 6:3 (15.). Dahlewitz steckte aber nie auf, griff in der Abwehr hart zu und ging auch in der Offensive nicht zimperlich zu Werke. Für etwas Verwirrung bei beiden Trainern sorgte mehrere Pfiffe der Schiedsrichter, vor allem einige Sieben-Meterpfiffe für den Gast (7, davon fünf verwandelt) gefielen Tony Palmowske nicht. So kam Dahlewitz auf, verkürzte auf 8:9 und hatte kurz vor der Pause die Chance per Siebenmeter auszugleichen. Doch die Unioner Torfrau parierte stark.

Nach vorn tat sich Union auch nach dem Wechsel schwer, die Gästeabwehr in Bewegung zu bringen und Lücken zu finden. "Wir spielten nicht wie gewohnt, es fehlte etwas die Lockerheit und bei mehreren Pfosten- und Lattentreffern das Glück", gestand Palmowske. Mit viel Einsatz und Kampf erarbeitet sich Union aber doch eine 14:11-Führung (40.), die Anspannung wich langsam auf der Unioner Bank. Doch Dahlewitz schaffte erst den Ausgleich und nach 54 Minuten sogar die erste Führung. "Die Abwehr stand gut, auch beide Torfrauen zeigten immer wieder starke Paraden, doch vorn waren wir nicht effektiv genug", fand Palmowske. Die Anspannung wuchs wieder an und steigerte sich noch in der Schlussphase.

Letzte Minute hatte es in sich

Nach dem 18:18 gelang drei Minuten lang keinem Team ein Treffer, es ging hin und her. Union gelang das 19:18, doch Dahlewitz traf nur wenig später zum 19:19. Union nahm eine Auszeit, noch waren 20 Sekunden zu spielen. Und das Heimteam behielt die Ruhe, bis Katharina Bremer sich Sekunden vor Ende den Wurf zutraute. Zwar hatte Dahlewitz noch einen Wurf, den parierte aber Luisa Grünberg sicher. Abpfiff. Es gab eine riesige Jubeltraube. Mittendrin Katharina Bremer. "Das war ein harter Kampf, aber schön, dass wir auch so enge Spiele gewinnen, in der Vorwoche 22:21 in Ahrensdorf, diesmal 20:19 gegen Dahlewitz", freute sich Palmowske. Allerdings wäre es ihm lieber, wenn sein Team die Spiele früher entscheiden würde, "das war heute schon nervenaufreibend", gestand er.

Das sechsteSaisonspiel

Union - Dahlewitz⇥ 20:19 (9:8)Zeitstrafen⇥sechs / dreiSiebenmeter⇥ 1 (nicht verwandelt)⇥7 (fünf verwandelt)Union Neuruppin: Anja Daniels, Luisa  Grünberg -   Katrin Ulmer, Katharina Bremer (2),  Anja Heitepriem, Marlene Posch (1), Franziska Lieske (4), Janine Müller (2), Christin Hammermeister (1), Caroline Müller (1), Denise Göske, Megan Sue Gelhorn, Antonia Köhler, Ariane Neumann (2)

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