Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sportlerehrung
Eine Läuferin, die den Weg vorgibt

Kathrin Koczessa (Mitte) wurde von der stellvertretenden KSB-Vorsetzenden Ines Saar und Dezernent Matthias Rink geehrt.
Kathrin Koczessa (Mitte) wurde von der stellvertretenden KSB-Vorsetzenden Ines Saar und Dezernent Matthias Rink geehrt. © Foto: Stefan Zwahr
Stefan Zwahr / 22.11.2019, 19:10 Uhr
Oranienburg (MOZ) Das langjährige ehrenamtliche Engagement von Kathrin Koczessa gehe weit über das übliche Maß hinaus. Mit diesen Worten begründet Matthias Rink, Dezernent für Service, Finanzen und Ordnung, die Vergabe des Ehrenpokals an die 42-Jährige, die diesen am Freitagabend in Oranienburg für besondere Verdienste im Sportgeschehen erhielt.

Die Vereinsvorsitzende der LG Oberhavel war bereits im Vorfeld über die Auszeichnung, die im Rahmen der Sportlerehrung des Kreissportbundes vorgenommen wurde, informiert worden. "Als der Anruf kam, dachte ich, es geht um die Abrechnung von Fördermitteln", berichtet die Geschäftsführerin einer Spedition, die seit 15 Jahren zu den besten Läuferinnen der Region gehört, dutzende Pokale gewann, im Brandenburgcup und der EMB-Laufcup-Serie triumphierte und in Oberhavel "Sportlerin des Jahres" wurde. Letzteres gelang ihr auch als Trainerin.

Derartige Ehrungen seien etwas Schönes, "da es zeigt, dass man etwas erreicht hat". Der Ehrenpokal setze sich aber als absolutes Highlight davon ab. "Bei den anderen Ehrungen ging es darum, möglichst viele Leute zu mobilisieren, die für mich stimmen. Das ist nun eine ganz andere Wertschätzung. Es ist die Formel 1 der Auszeichnungen."

In der Laudatio heißt es: "Seit vielen Jahren engagiert sich Kath-rin Koczessa als Trainerin in Vereinen und Schul-AGs sowie in zahlreichen Projekten und Angeboten für das Gemeinwohl." Bei ihrer LGO betreut die Mutter einer neunjährigen Tochter zwei Leichtathletik-Gruppen, beim SV Athletik widmet sie sich ebenso dem Kindersport wie in der Turm-Erlebniscity. Überregionale Aufmerksamkeit erweckte sie mit ihrem Verein durch das Projekt "Abenteuer-Sport-Camp". 2017 wurde die Idee, Kindern während einer fünftägigen Ferienfahrt Einblicke in diverse Sportarten zu geben, erstmals umgesetzt. "Es geht mir auch um die Vernetzung der Vereine." Dafür gab es den "Stern des Sports".

"Ich bin das alles nicht allein und habe viele Mitstreiter, die mich unterstützen." In Zusammenarbeit mit der Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH organisiert sie den Apfellauf, mit Familie und Verein den Oranienburger Silvesterlauf, bei dem seit zwölf Jahren Spenden für den guten Zweck gesammelt werden. "Klar bin ich stolz auf meine Arbeit. Und ich finde, dass ich es gut mache. Aber es gibt auch viele andere, die sich einbringen." Ruhiger werden will die Preisträgerin nicht. "Mein Kopf ist immer voller Ideen. Es gibt schon Sachen, die ich für die Kinder, die Stadt und den Landkreis noch gern verwirklichen würde."

Bester Nachwuchs: SV electronic Hohen Neuendorf

Der Ehrenpokal des Landrates für die Kinder- und Jugendabteilung des Jahres ging an die Leichtathleten des SV electronic Hohen Neuendorf. Zahlen aus dem Verein: 450 Mitglieder zwischen drei und 85 Jahren, 250 davon in der Abteilung Leichtathletik, von diesen wiede-rum 90 Prozent Kinder und Jugendliche.

Die jungen Sportler werden von mehreren Übungsleitern trainiert. Derzeit übernehmen auch acht Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren Verantwortung als Übungsleiter. Aufgrund der hervorragenden Leistungen im Nachwuchsbereich und der Tatsache, dass jährlich Talente an die Sportschulen delegiert werden, ist der Verein Landesleistungsstützpunkt.

Erfolge gab es viele. 2019 holte electronic in den Altersklassen ab zehn Jahren 34 Landesmeistertitel und 47 weitere Platzierungen auf dem Podest. Bei den Norddeutschen Meisterschaften gab es zwei Vizetitel.

International glänzte Jasmin Kuehnast. Die 14-Jährige startete im Juli bei den "Baltic Sea Youth Games" in Schweden und belegte den zweiten Platz im 800-Meter-Lauf. Tjara Hsu (17) wurde vom Deutschen Leichtathletikverband ins Jugendteam Deutschland im Speerwurf aufgenommen. Sie startete für Deutschland bei den Europäischen Olympischen Spielen in Baku und wurde Neunte.

Abteilungsleiterin Kerstin Paech legt mit ihrem Team neben dem leistungsorientierten Wettkampfsport auch großen Wert auf den breitensportlichen Aspekt. So bestehen Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, um die Schüler für Wettbewerbe von "Jugend trainiert" vorzubereiten.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG