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Hans-Jürgen Herget macht den Kreisvorstand verantwortlich.

Prominenter Austritt
Wandlitzer AfD-Vorsitzender verlässt Partei

Archivbild: Pressekonferenz am 24.4.2019 in Basdorf: Hans-Jürgen Herget (2.v.l.) mit seinen damaligen AfD-Kollegen im Hotel Barnimer Hof
Archivbild: Pressekonferenz am 24.4.2019 in Basdorf: Hans-Jürgen Herget (2.v.l.) mit seinen damaligen AfD-Kollegen im Hotel Barnimer Hof © Foto: Hans Still/MOZ
Hans Still / 25.11.2019, 20:30 Uhr - Aktualisiert 26.11.2019, 12:11
Wandlitz (MOZ) Im Wandlitzer Ortsverband der Alternative für Deutschland (AfD) ist es zu einem prominenten Austritt gekommen. Hans-Jürgen Herget, bislang Wandlitzer AfD-Vorsitzender und Stellvertreter vom AfD-Fraktionschef Norbert Bury, hat die Fraktion verlassen und seinen Parteiaustritt erklärt. Wie er auf MOZ-Nachfrage begründet, sei dies seine persönliche Entscheidung gewesen. Herget ziehe demnach die Konsequenz aus einer länger währenden Unzufriedenheit, die aus der Zusammenarbeit mit dem AfD-Kreisvorstand herrühre. Demnach habe der Vorstand die Arbeit im Wandlitzer Ortsverband erheblich erschwert. "Uns wurden Gelder verwehrt, die uns laut Satzung zugestanden hätten. Und ich bin auch nicht AfD-Mitglied geworden, um ewig lange und noch dazu unnütze Anträge zu stellen", äußerte Herget.

Mit Arbeit übernommen

Am Wochenende will die Wandlitzer AfD ihren neuen Vorsitzenden wählen. Norbert Bury wird sich um das Amt bewerben, wie er der MOZ bestätigte. "Wir hatten im Ortsverband bislang eine erfreulich gute Zusammenarbeit, Stabilität und Ruhe. Vom Kreisvorstand lässt sich das nicht in dieser Form sagen, dieser befindet sich immer wieder einmal in Konflikten", deutet Bury an.

Für Herget steht inzwischen der Nachrücker in der Wandlitzer Fraktion fest: Heiko Bebersee aus Stolzenhagen nimmt künftig in der Gemeindevertretung Platz.

Interessanterweise stehen am Wochenende auch die Neuwahlen des AfD-Kreisvorstandes an. Der so genannte "Notvorstand", bestehend aus Steffen John, Hans Link und Peter Kind, hat inzwischen zur Neuwahl eingeladen. Die Auflösung des Vorstandes sei, anders als bei vorhergehenden Auflösungen, ohne Streit und in geordneten Bahnen abgelaufen.

Mehrere Mitglieder des Kreisvorstandes hätten sich demnach mit den Arbeiten in den Stadt- und Gemeindevertretungen und zusätzlich in den Ortsverbänden und im Kreisvorstand übernommen, heißt es.

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