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Brandenburg an der Havel
Kirche Heilige Dreifaltigkeit: Initiative sammelt Spenden für Orgelerneuerung

Franziska Schober / 26.11.2019, 17:00 Uhr
Brandenburg an der Havel Die ursprüngliche Orgel der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ist seit den Brandschäden der letzten Kriegstage 1945 schon nicht mehr nutzbar. Behelfsmäßig ist daher eine kleine Universalorgel eingesprungen, die der Kirchengemeinde viele Jahrzehnte gedient hat, nun aber an ihre Grenzen stößt. Alsbald wurde deshalb klar: Eine neue Orgel muss her.

Schnell entstand aus dieser Intention ein 7-köpfiges Team, das sich seitdem um die umfassende Organisation rund um die neue Orgelbeschaffung kümmert und mit verschiedenen Aktionen auf sich Aufmerksam macht. So wurde etwa vergangenen Sonntag eine Spendensammlung zugunsten der geplanten englischen Orgel beim alljährlichen Adventsbasar im Gemeindehaus der katholischen Kirche organisiert. "Aktuell fehlen uns noch knapp 190.000 Euro und wir hoffen, dass die Spendensammlung durch die neuen Pfeifenpatenschaften schnell ins Rollen kommt. Wenn alles gut läuft, planen wir die Auslösung des Auftrages Ende nächsten Jahres", berichtet Jens Vogel, Vorsitzender des Bauvereins.

Gemeindemitglied Uta Zerjeski ist Teil des Orgelteams und Expertin für die Patenschaften. Sie ist sich sicher: "Es kann jeder mithelfen, die Orgel zum Klingen zu bringen. Wer Pfeifenpate werden möchte oder eine Patenschaft verschenken will, kann sich den gewünschten Ton  aussuchen und auch vorher anhören. Die Spendensumme richtet sich dann nach der Größe der Pfeife."

Eine Idee, die Jochen Nöhles sogleich wahrnimmt, und freudestrahlend verkündet: "Ich habe soeben die größte Pfeife verkauft! Das Tiefe C der sechs Meter langen Open Wood Pfeife." Als Organist ist Nöhles für die technische und klangliche Planung im Team zuständig und freut sich ganz besonders auf die bevorstehende musikalische Erweiterung, welche sich durch ein romantisch symphonisches Klangbild auszeichnen wird. "Dieses technische und klangliche Konzept der modernen aber zugleich romantischen Orgel wird in der gesamten ostdeutschen Region einzigartig sein", ist sich Nöhles sicher.

Einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden satten Orgelklänge konnten sich Interessierte dann schon einmal bei Glühwein, Waffel und Bratwurst  am Computer anhören. Dazu konnten verschiedene Pfeifenarten begutachtet und das Orgelbier  probiert werden, das extra für diesen Anlass gebraut  wurde, jedoch innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war.

Eine zweite Chance zur Kostprobe bietet der vierte Adventssonntag, 22. Dezember, wenn die Organisatoren zu einer weiteren Spendensammlung aufrufen. "Die neue Orgel ist bereits jetzt schon eine Bereicherung und bietet einen großen Mehrwert, und das obwohl sie noch nicht einmal da ist. Das Gemeindeleben wird dadurch noch mehr gefördert. Es werden Benefizkonzerte und weitere gemütliche Zusammenkünfte folgen", beschreibt Uta Zerjeski das neue auflebende Gemeindeleben abschließend.

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