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Geldbuße
Schwedter "Reichsbürger" wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt

Ein Mann hält ein Heft mit dem Aufdruck «Deutsches Reich Reisepass» in der Hand.
Ein Mann hält ein Heft mit dem Aufdruck «Deutsches Reich Reisepass» in der Hand. © Foto: Patrick Seeger/dpa
Katharina Schmidt / 28.11.2019, 12:21 Uhr
Schwedt (MOZ) Ein Schwedter, der vermutlich der Reichsbürgerbewegung nahesteht, wurde vom Amtsgericht Schwedt zu einer Geldstrafe in Höhe von 7200 Euro wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt.

Die Polizei stellte seine halbautomatische Ceska-Pistole sowie zwei Munitionssätze je 22 und 25 Patronen sicher. Darüber hinaus fanden die Beamten "22 pyrotechnische Erzeugnisse polnischer Herkunft", wie Amtsgericht-Sprecher Dr. Jan Wilke dieser Zeitung mitteilte.

Ursprünglich verfügte der 57-Jährige über eine Waffenbesitzkarte, die allerdings von der zuständigen Waffenbehörde Polizeidirektion Ost widerrufen wurde. Der Grund war der zufällige Fund seiner Schützenverband-Mitgliedskarte samt eines Dokuments des sogenannten Amts für Menschenrechte im Jahr 2017. Bei Letzterem handelt es sich um eine Gruppierung, die der Verfassungsschutz der antidemokratischen Reichsbürgerszene zurechnet. Ihre Anhänger lehnen die Bundesrepublik Deutschland sowie ihre Rechtsordnung ab.

Die Polizeiinspektion Uckermark meldete die Fundsache der Polizeidirektion Ost, welche seine Erlaubnis zum Waffenbesitz widerrief. Als der mutmaßliche Reichsbürger jedoch seine Pistole nicht abgab, erstattete die Behörde Anzeige.

Der Angeklagte erschien nicht zur Hauptverhandlung am 12. November, woraufhin die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl für eine Geldbuße von 180 Tagessätzen à 40 Euro erließ. Bis zum 2. Dezember hat der Bestrafte Zeit für einen Widerruf.

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