Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Das größte Gebäude der Stadt zeigt sich von seiner leuchtenden Seite. Und bietet bald ein neues gastronomisches Konzept.

Millioneninvestition
Food Court für den Frankfurter Oderturm

René Matschkowiak / 30.11.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 30.11.2019, 15:46
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nicht nur in der Karl-Marx-Straße glitzert es weihnachtlich schön. Auch im Oderturm hat man den Eindruck, dass, im Gegensatz zu früheren Jahren, viel mehr Lichter dem dunkelsten Monat des Jahres Paroli bieten. "Wirklich vieles ist neu", freut sich Centermanager Ralf Müller. Zusammen mit Firmen aus der Region wurde nicht nur die Innendekoration zu Weihnachten komplett ausgetauscht. Auch im Außenbereich zeigt sich der Oderturm von seiner leuchtenden Seite. Neuerdings wird der Turm angestrahlt, außerdem wurden die Buchstaben auf dem Dach mit neuen Leuchtmitteln ausgestattet. Ein LED-Band rings um den Anbau des Hochhauses sorgt ebenfalls für mehr Licht. "Wir gehören natürlich mit zur City und wollen unseren Beitrag leisten", so Ralf Müller.

Obwohl das mit dem Ende der Interessengemeinschaft Innenstadt (Igis) nicht mehr so einfach sei, wie er kritisch anmerkt. Im Moment gebe es nicht mal einen Citymanager in der Stadt. Die neue weihnachtliche Gestaltung ist nicht nur darin begründet, dass ein Großteil der Stadtverwaltung in den Oderturm gezogen ist. "Grundsätzlich bringt uns der Umzug während des Rathausumbaus aber einen großen Imagegewinn", so der Centermanager.

Die weit über 1000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der vielen anderen Firmen, die im Oderturm arbeiten, freuen sich aber nicht nur über schöne Weihnachtsbeleuchtung. Insgesamt über 1 Million Euro werden derzeit in das Objekt investiert, erklärt der langjährige Manager des Turms. Noch nicht zu sehen, aber gelegentlich zu hören, sind die Bauarbeiten am neuen sogenannten Food Court. Am östlichen Eingang, gegenüber der Universität, wird es ab dem Frühjahr eine gastronomische Vielfalt auf kleinem Raum geben, die in Frankfurt neu ist. Der Fleischer, der gerade um die Mittagszeit besonders gut besucht ist, wird in den Bereich gegenüber Woolworth ziehen. Gleich daneben, in Richtung südöstlicher Ausgang hin zum Kino, wird es eine Aufenthaltsfläche mit neuer Deckengestaltung sowie Tischen und Stühlen geben, die von allen Gästen der Restaurants und der Imbisse genutzt werden kann.

Eine neue gastronomische Fläche wäre dann noch frei, für die noch ein Interessent gesucht wird. Außerdem wird die Toilette, für die man bisher den Turm Richtung Parkplatz verlassen muss, ebenfalls in den neuen Aufenthaltsbereich integriert. "Auch bei diesem großen Umbau arbeiten vorwiegend Firmen aus der Region", so Ralf Müller.

Neues Lichtkonzept

Ebenfalls bis zum kommenden Frühjahr soll ein neues Lichtkonzept den Einkaufsbereich – im Englischen als Mall bezeichnet – im Oderturm während der Abendstunden besser beleuchten. An einigen Pfeilern werden Flächenleuchten installiert, außerdem gibt es neue Deckenlichter. Auch die schon angekündigten Laternen werden an der bereits neu gestalteten Fläche in der Mitte im Erdgeschoss aufgestellt. "Einige Besucher haben die schon vermisst", so der Centermanager. Die Brücke zu den Lennépassagen erhält auch eine Erfrischungskur. Hier wird der Fußboden erneuert beziehungsweise neu gestaltet.

Schwierig bleibt Frankfurt weiterhin als Standort für den Einzelhandel. Für das zweigeschossige Geschäft am nordwestlichen Eingang, in dem früher Leiser Schuhe verkaufte, konnte bisher kein Nachmieter gefunden werden. "Wir werden jetzt die Treppe nach oben schließen und die Geschäfte einzeln anbieten", so der Centermanager. Dann gibt es für das Erdgeschoss zumindest schon einen Interessenten.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Anton Hoflreicher 02.12.2019 - 13:38:27

Konstruktive Gesellschaft

Vielleicht gibt es auch (kreative) Vorschläge, wie ein (privater) Betreiber diese Fläche anders bezeichnen könnte? Meine spontanen Kreationen würden eher weniger einladend wirken oder nur wenige zum "Geld-ausgeben" bewegen (S-Punkt, Fress-Meile, Schankstation, Fressplatz, Essensausgabe, Speiseausgabe, SchnellSpeiseStelle, Verweilzone, Futtermeile, Futterplatz, Speisesaal, SpeiseOase... dürfte es wohl nicht sein) Aber vielelicht findet sich ja was gutes für Frankfurt ;-)

Ralf H. Janetschek 02.12.2019 - 07:40:13

Replik auf Gudrun Heinrich

Prof. Dr. Michael Wolffsohn (Historiker und Publizist): „Wer im im Deutschen denglischt, kann weder Deutsch noch Englisch.“; Dietmar Wischmeyer (Kabarettist, „Der kleine Tierfreund“): „Ich habe ja viel mit einer Branche zu tun, die geradezu trieft vor pseudoenglischem Gefasel.“ Siehe auch beim Verein Deutsche Sprache e. V.

Gudrun Heinrich 01.12.2019 - 23:14:40

Food Court

Langsam frage ich mich, in welchem Land ich eigentlich lebe. Kann man nicht mehr deutsch kommunizieren? Gibt es kein deutsches Wort für Food Court? Ist es einfach chic und angesagt englische Begriffe zu etablieren? Schade für unsere Kultur. Wenn es so weiter geht, wäre dies sehr traurig für den Weiterbestand der deutschen Sprache.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG