Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Am Schwedter Oder-Center explodiert eine Nebelpatrone in einem Werttransporter. Ein Mitarbeiter wird darin eingeschlossen.

Unfall
Nebel-Explosion im Geldtransporter

Missgeschick: Versehentlich wurde der Nebel-Schutzmechanismus bei einer Bargeldlieferung am Oder-Center ausgelöst. Ein Mitarbeiter wurde so im Wagen eingesperrt und musste befreit werden.
Missgeschick: Versehentlich wurde der Nebel-Schutzmechanismus bei einer Bargeldlieferung am Oder-Center ausgelöst. Ein Mitarbeiter wurde so im Wagen eingesperrt und musste befreit werden. © Foto: Caroline Seidel
Katharina Schmidt / 03.12.2019, 18:56 Uhr - Aktualisiert 03.12.2019, 20:16
Schwedt (MOZ) Am Montagabend detonierte eine Nebelpatrone in einem Geldtransporter am Schwedter Oder-Center. Da die Tür des Fahrzeugs durch einen Sicherheitsmechanismus blockiert wurde, war einer der zwei Bargeld-Transporteure eingeschlossen und konnte zunächst nicht befreit werden. Die Feuerwehr wurde zur technischen Unterstützung gerufen. Rettungskräfte brachten den Mitarbeiter anschließend ins Krankenhaus.

Mehrere Einsatzkräfte vor Ort

Gegen 18:30 Uhr sollte ein Werttransport der Sicherheitsfirma WSN eine der Filialen im Schwedter Einkaufscenter mit Bargeld beliefern. Das betroffene Geschäft bestätigte gegenüber dieser Zeitung den Vorfall, möchte jedoch aus Sicherheitsgründen nicht mit Namen genannt werden. Laut WSN-Geschäftsführer Professor Harnid Schmidt löste der Fehler eines Mitarbeiters die Patrone mit dem Nebelmittel aus, welche zum Schutz des Bargelds gegen mögliche Raubüberfälle installiert ist. Aufgrund einer Sicherheitsvorrichtung blieb das Fahrzeug allerdings verriegelt, sodass die Person eingeschlossen war. Die Polizei, die zur Sicherung des Transportes vor Ort war, versuchte zunächst vergeblich, die Tür zu öffnen und alarmierte die Feuerwehr zur technischen Unterstützung. Als diese jedoch mit drei Fahrzeugen eintraf, war die Befreiung bereits gelungen und der Rettungsdienst vor Ort.

Polizeisprecher Gerald Pillkuhn gab an, der Mitarbeiter habe große Mengen des Nebels eingeatmet, weshalb er ins Asklepios-Krankenhaus gebracht wurde. Geschäftsführer Schmidt erklärte, dass es sich bei der Substanz um eine "geprüfte Zusammensetzung" handele, die frei von Schadstoffen sei. Die Einlieferung ins Krankenhaus sei vor allem eine Arbeitsschutzmaßnahme gewesen. Der Mitarbeiter ist für eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus geblieben.

Der missglückte Einsatz am Oder-Center sei laut WSN-Geschäftsführer ein Sonderfall gewesen.  "In 30 Jahren habe ich so etwas erst dreimal erlebt. Manchmal passieren einfach Fehler", so Schmidt. Weitere Details zum Vorgang wollte er nicht nennen, um möglichst wenig über die technischen Sicherheitsvorkehrungen der Werttransporte zu verraten. "Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn es schon gegen 16 Uhr dunkel wird, muss man verstärkt damit rechnen, dass Überfälle versucht werden", so Schmidt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG