Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kaffeekapseln
UniCaps verkauft bald auch Kaltgetränke

Max Sandherr (v.l.n.r.) und Dirk N. Tillmann von Unicaps mit Jörg Steinbach in der Produktionshalle.
Max Sandherr (v.l.n.r.) und Dirk N. Tillmann von Unicaps mit Jörg Steinbach in der Produktionshalle. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Jan-Henrik Hnida / 04.12.2019, 19:26 Uhr - Aktualisiert 05.12.2019, 06:26
Frankfurt (Oder) (MOZ) Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) besuchte am Mittwoch das Werk der UniCaps GmbH im Technologiepark. Geschäftsführer Dirk N. Tillmann zeigte Teile der neuen Fertigungslinie, mit der UniCaps auf die steigende Nachfrage nach kompostierbaren Tee- und Kaffeekapseln reagiert.

Von der Tee-Brechung über die Befüllung der Kapseln – unter anderem mit der Sorte Lungo Belissimo, mit Bio-Kaffeebohnen aus Guatemala und Uganda – bis hin zur Verpackungsmaschine führt Tillmann den Wirtschaftsminister an den verschiedenen Produktionsschritten entlang. "Seitdem wir unseren Lungo hier im Haus abfüllen, schmeckt der Kaffee besser als vorher", ist der Geschäftsführer überzeugt. UniCaps solle nahe am Geschmack von Nespresso wahrgenommen werden. Tilmann arbeitete unter anderem beim Schweizer Unternehmen Tpresso mit dem Ingenieur Eric Favre, der das Nespresso-System bei Nestlé in den 70er Jahren erfunden hatte, zusammen. "Genuss steht bei uns ganz oben", sagt der Geschäftsführer.

This browser does not support the video element.

Video

Wirtschaftsminister besucht UniCaps-Werk

Videothek öffnen

Bestehen die meisten Kaffeekapseln im Supermarktregal aus Alu oder Plastik setzt UniCaps dem eine erdölfreie Biokapsel entgegen. "Unsere Kapseln bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und verrotten rückstandslos", erklärt Dirk N. Tillmann. Im Dezember 2017 ging der Gründer mit seiner Idee – Bio- Tee und Bio-Kaffee in kompostierbaren Kapseln – an den Markt. Seitdem wächst das Unternehmen rasant. Die Hundertmillionste Kapsel für Nespresso-Maschinen ist längst verkauft, wie die MOZ im Oktober berichtete. Geröstet, gemahlen, abgefüllt und verpackt wird bald komplett in der 2000 Quadratmeter großen Halle im Technologiepark - mit rund 20 Mitarbeitern.

Die Kapseln stehen bei großen Handelsketten wie beispielsweise Kaufland, Aldi und Rewe im Regal. Auch Hotels und Büros beliefert UniCaps. Sogar Altenheime fragen an, weil sich dann keiner der Älteren mehr beim Eingießen am heißen Wasser verbrennt, erzählt Tillmann.

Künftig sollen jährlich 250 Millionen Kapseln mit Bio-Tee und -Kaffee über das Band laufen. Mit der neuen sechsbahnigen Abfüllanlage werde die Produktionskapazität vervierfacht, so Tillmann. Zusätzlich kommen nächstes Jahr Kapseln für Kaltgetränke auf den Markt. Minister Jörg Steinbach sagte während des Rundgangs: "Das Start-up UniCaps hat sich seit seiner Gründung vor drei Jahren gut entwickelt." Dass das Unternehmen weiter wachsen wolle, sei eine gute Nachricht – "auch für den Wirtschaftsstandort Frankfurt (Oder) insgesamt". Im Sommer dieses Jahres war UniCaps mit dem Brandenburger Innovationspreis im Cluster Ernährungswirtschaft ausgezeichnet worden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG