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Wie die Sanierung des Bades aussehen wird, ist weiter unklar. Eine Ingenieursfirma soll den Ist-Zustand dokumentieren.

Schwapp
Fliesen im Spaßbad bröckeln

Im Schwapp sorgen Einkerbungen auf manchen Fliesen (unten im Bild) für mehr Profil und sollen vor Stürzen schützen. Sind sie sehr nass, besteht aber trotzdem Rutschgefahr.
Im Schwapp sorgen Einkerbungen auf manchen Fliesen (unten im Bild) für mehr Profil und sollen vor Stürzen schützen. Sind sie sehr nass, besteht aber trotzdem Rutschgefahr. © Foto: Lisa Mahlke
Lisa Mahlke / 06.12.2019, 20:00 Uhr - Aktualisiert 06.12.2019, 20:25
Fürstenwalde (MOZ) Die Fließen sind rutschig und locker, Schnittwunden und kleinere Unfälle gab es schon.  Und das sind nicht die einzigen Probleme des Fürstenwalder Sport- und Spaßbades Schwapp. Der städtische Eigenbetrieb muss dringend saniert werden. Das ist bekannt. Oft wurde das Millionenprojekt verschoben, nun soll ein Fahrplan aufgestellt werden, um die Sanierung im Jahr 2021 anzupacken.

Am Donnerstagabend hat sich der Hauptausschuss in mehreren Tagesordnungspunkten mit dem Spaßbad befasst. Der Wirtschaftsplan 2020 war einer.  280 000 Euro stehen für kleinere Reparaturen bereit, außerdem 60 000 Euro für Gutachter-Honorare und Ähnliches. Davon werden 50 000 Euro gebraucht, um das Sanierungskonzept zu erstellen, sagte Susann Müller, kaufmännische Betriebsleiterin des Bades. Ihr Antrag, das Kreditlimit für 2020 bis 2021 von 100 000 auf 200 000 Euro zu erhöhen, wurde einstimmig angenommen. Mit dem zusätzlichen Geld soll 2020 die Saunadecke erneuert werden.

Abgestimmt wurde über den Wirtschaftsplan im öffentlichen Teil der Sitzung jedoch nicht. Dafür blieben zu viele Fragen offen, die wiederum nur hinter verschlossener Tür besprochen werden konnten. Stattdessen regte Gerold Sachse (Linke) zum Beispiel an, die Eintrittspreise zu erhöhen, um etwas mehr Geld in die Kasse zu bekommen, und den Eigenbetrieb in eine städtische GmbH umzuwandeln, um leichter Kredite aufnehmen zu können. Auch der missglückte Versuch, die 3,45 Millionen Euro teure Sanierung vom Bund fördern zu lassen, kam zur Sprache.

"Wir bewegen uns die ganze Zeit auf Nebenkriegsschauplätzen", mahnte Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) an. Denn in 2020 stünden zunächst nur Grundlagen für die Sanierung im Jahr darauf an. Von "Leerlauf in den vergangenen Monaten" sprach Stephan Wende (Linke). Gernot Geike (CDU) kritisierte, dass dadurch wertvolle Zeit verloren gegangen sei. Wie soll es nun weitergehen?

Firma erstellt Übersicht

Der Ausschuss war sich einig darüber, dass die bayrische Ingenieursfirma Wach, eine von drei durch den Bäderfachverband empfohlenen Firmen mit Erfahrung im Schwimmbadbereich, beauftragt werden soll, die Leistungsbeschreibung für die Sanierung zu erstellen. Konkrete Kostenangebote gibt es bislang lediglich für Umkleideschränke und Schlösser. Die restlichen Kosten, zum Beispiel für die Fliesen, seien Schätzungen, betonte Mathias Hellmann, technischer Betriebsleiter im Schwapp. Drei, vier Monate wird die Sanierung dauern. Um den Einnahmeausfall zu reduzieren, wird angestrebt, die Arbeiten im Sommer zu erledigen.

Und noch ein Punkt musste im öffentlichen Teil ungeklärt bleiben – die Ausschreibung einer Werkleiterstelle, die wiederum zusätzliche Kosten verursachen würde. Bislang führt der Bürgermeister diese Funktion aus. Die beiden Betriebsleiter, also Müller und Hellmann, könnten sich auf diese Stelle bewerben, hieß es. Verwunderung gab es darüber, dass die Arbeitsplatzbeschreibung mit Susann Müllers Stelle übereinstimmt.

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