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AfD-Antrag zu den Basdorfer Gärten findet in erster Lesung eine Mehrheit.

Immobilienmarkt Wandlitz
Sozialwohnungen für die Basdorfer Gärten

Deutlicher Baufortschritt: Das aktuelle Wohnungsbauprojekt in den Basdorfer Gärten leidet derzeit unter Zeitverzug und Erhöhungen bei den Baukosten. Trotzdem bestätigen sich laut Kämmerer Christian Braungard die positiven Erwartungen der Gemeinde.
Deutlicher Baufortschritt: Das aktuelle Wohnungsbauprojekt in den Basdorfer Gärten leidet derzeit unter Zeitverzug und Erhöhungen bei den Baukosten. Trotzdem bestätigen sich laut Kämmerer Christian Braungard die positiven Erwartungen der Gemeinde. © Foto: Sergej Scheibe
Hans Still / 08.12.2019, 07:00 Uhr
Wandlitz (MOZ) Die Wandlitzer Gemeindevertreter behalten den sozialen Wohnungsbau im Blick und könnten sich sogar ein Nachfolgeprojekt auf dem Gelände der Basdorfer Gärten vorstellen. Deutlich wurde dies am Donnerstagabend, als die Wandlitzer Politik einen von der AfD eingebrachten Antrag zum sozialen Wohnungsbau diskutierte. Demnach schlägt AfD-Fraktionschef Norbert Bury vor, die Verwaltung möge die Kosten für den Erwerb und die Ertüchtigung von zwei weiteren Kasernen auf dem sogenannten Baufeld VI prüfen. Konkret geht es um insgesamt 26 000 Quadratmeter Baufläche. Zwischen den beiden zum Baufeld gehörenden Kasernen, bestehe ausreichend Platz, um beispielsweise eine Kita oder andere soziale Einrichtungen zu etablieren. "Bevor die Gesellschaft BEG die Flächen nach den Regeln des Marktes meistbietend verscherbelt, könnte die Gemeinde doch prüfen, ob wir nicht besser alle vier Blöcke in unserer Hoheit behalten und damit bestimmen, was auf dem Gelände passiert. Ein Dritter wird uns keine Sozialwohnungen bauen, das haben wir doch bei Stonehenge gesehen", warb Bury.

Thomas Rüdiger (CDU) und Bürgermeister Oliver Borchert (F.Bg.W.) warnten zunächst davor, das Potenzial der beiden Kasernenbauten zu überschätzen.

Umplanung notwendig

Aus der unteren Etage ließe sich nämlich, anders als beim derzeitigen Sozialwohnungsprojekt, wegen der Deckenhöhe von nur 2,40 Metern keine Wohnungen entwickeln. "Die erste Etage entfällt, damit wird die Umrüstung unwirtschaftlich. Mir liegt dazu eine entsprechende Berechnung mit konkreten Zahlen vor", wusste Rüdiger zu berichten.

Weil diese Analyse nun aber schon mehrere Jahre alt ist und die Lage am Immobilienmarkt sich inzwischen gravierend erhitzt habe, könnten sich auch die finanziellen Einschätzungen verändert haben, argumentierte wiederum Bury. Michael Siebert (F.Bg.W.) regt in diesem Zusammenhang die Bildung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft an. Frank Bergner (Linke) erinnerte indes an den Kern der Daseinsfürsorge einer Verwaltung. "Ich verstehe den Antrag so, die Kommune soll prüfen, ob sie sich weiter im sozialen Wohnungsbau engagiert. Allerdings schwant mir beim aktuellen Projekt Böses, hoffentlich wird es nicht viel teurer, als wir alle erwarten. Die Kommune sollte sich auf den Bau von Kitas und Schulen konzentrieren", schlug Bergner vor. Die lebhafte Diskussion endete nach einem Kompromissvorschlag von Oliver Borchert  erfolgreich.

Prüfung ohne Folgen

Der Bürgermeister regte an, die Vorlage in erster Lesung zu behandeln. Zumal die Prüfung zunächst "unschädlich" sei, wie Bury anfügte. Die Mehrheit der Gemeindevertreter konnte dieser Sicht folgen.

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