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Die EEG-Quote der Gemeinde Letschin liegt bei 580 Prozent. Das bot Diskussionsstoff im Gemeinderat Letschin.

Erneuerbare Energien
Debatte um zwei Solarparks

Symbolbild
Symbolbild © Foto: Jens Büttner/dpa
Anett Zimmermann / 08.12.2019, 09:00 Uhr
Letschin (MOZ) Die Letschiner Gemeindevertreter haben am Donnerstagabend den Beschlussvorlagen für zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen zugestimmt. In beiden Fällen geht es jeweils um eine Änderung des Flächennutzungsplanes und den Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplanes. Die Flächen sind bisher Ackerland.

Zuvor war jedoch die Tagesordnung geändert worden: für einen Bericht von Brenda Schulz, Referentin Kommunalmanagement der E.DIS Netz GmbH, zur EEG-Leistung der Gemeinde Letschin. Sie erläuterte das Kommunalportal ihres Unternehmens, über das sich Verwaltungen unter anderem über Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Blockheizkraftwerke auf ihrem Territorium informieren können.

In Letschin, so hieß es auf Nachfrage, gibt es sechs Zugänge für den Bürgermeister sowie die Bau- und Ordnungsverwaltung. Eingegeben und eingesehen werden können zum Beispiel auch Störungen. Bürgermeister Michael Böttcher hob als positives Beispiel Angaben zu laufenden beziehungsweise geplanten Baustellen hervor, darunter zur Verlegung von Erdkabeln.

Botmer Mischke, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft, beantragte danach, die Entscheidung zu den Photovoltaikanlagen zu vertagen und regte die Erstellung eines Energiekonzeptes an. Er begründete dies damit, dass Letschin sein Soll bei den erneuerbaren Energien bereits überfüllt habe. Zudem sei für die Fraktion unverständlich, dass eine im März abgelehnte PV-Anlage nun erneut Thema sei. "Der Antrag kommt ein bisschen spät", monierte Norbert Kaul (SPD) als Vorsitzender der Gemeindevertreterversammlung und hakte nach, ob auch die Diskussion zum Thema vertagt werden soll. Das war nicht der Fall. Für die Vertagung der beiden Tagesordnungspunkte gab es dann allerdings keine Mehrheit.

Bauamtsleiter Alexander Haase entgegnete auf Mischkes Kritik, dass bei der von der Energiekontor AG geplanten 56,6 Hektar großen PV-Anlage noch das Einvernehmen des Eigentümers der Nachbarfläche eingeholt werden sollte, die inzwischen vorliege. Die Diskussion drehte sich vor allem um die Frage, was die Bürger von den Anlagen haben. "Es fällt etwas für unsere Vereinsarbeit ab", erinnerte SPD-Fraktionschef Manfred Neubauer. Fragen oder Wortmeldungen zur zweiten, 17,5 Hektar großen Anlage an der Bahnstrecke blieben aus. Investor ist die Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG.

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