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Aus Anlass des 200. Geburtstag des Schulnamenspatrons hatten sich die Letschiner Schüler mit dem Dichter befasst.

Schulprogramm
Mit Rap, Film und Hologramm - Fontane auf Augenhöhe geholt

Ulf Grieger / 08.12.2019, 16:45 Uhr
Letschin (MOZ) Wie kann man Kindern und Jugendlichen Fontane so näher bringen, dass ihnen der vor  200 Jahren geborene märkische Dichterfürst vertrauter wird? Die Antwort darauf ist ein Festprogramm, das die Grund- und Oberschüler des Letschiner Schulzentrums den Gästen im Haus Lichtblick geboten haben.

Der Dichter kam zunächst als Hologramm auf die Bühne. Zur Ballade "Silvesternacht", die Jerome und Paul rezitierten, erschien die Fontane-Büste im Saal. Eindrucksvoller lässt sich die Transformation des Dichters in die Gegenwart kaum deutlich machen. Mehr als 19 Monate lang habe die Vorbereitung des Festprogramms gedauert, erinnerte Schulleiter Björn Groß im Anschluss. Die Schule hatte viele Partner in der Gemeinde und den Vereinen gefunden. Trotz des chronischen Lehrermangels wurden die Texte einstudiert, die Dekorationen  gebastelt und Filme gefertigt, sagte Dirk März vom Schulförderverein voller Respekt. Alle Klassen, nahezu alle Fächer waren involviert. Was sogar bis dahin ging, dass in der heißen Probenphase Schüler in der Schule freiwillig übernachteten. Insbesondere bedankte sich Groß bei den künstlerischen Leiterinnen Christina Urbanek und Margit Schulz. Bürgermeister Michael Böttcher bedankte sich ganz herzlich bei allen Beteiligten, besonders aber bei der Organisationsgruppe.

Die 6. Klassen testeten, ob sich die Ballade "John Maynard" für einen Rap eignet. Dabei trat Erstaunliches zu Tage: Die Rettungsgeschichte, mit deren Auswendiglernen Generationen von Schülern gequält wurden, macht als Rap sogar Spaß. Zu einem echten Highlight aber wurde die Modenschau, für die der Fundus der Letschiner Heimatstuben ebenso durchforstet wurde; wie auch auch die Nähmaschinen von fleißigen Helferinnen strapaziert wurden. Gezeigt wurde,  mit leicht ironischem Unterton kommentiert, sowohl die Kleidung der Begüterten wie auch der einfachen Leute, denen Fontane in seinen Werken bekanntlich auch eine Stimme gegeben hatte. Zum Abschluss gab es sogar zeitgemäße Tanzrunden auf der Bühne. Vom Publikum kam begeisterter Beifall dafür.

Krimi mit Playmobilfiguren

Die Fremdsprachengruppe hatte sich mit Fontanes Wanderungen durch England und Schottland beschäftigt. Daraus ergab  sich ein Interview in Englisch. Dazu wurde das Hörspiel zur Ballade  "Die Brücke am Tay" gezeigt. Die Klasse 7b hatte sich dafür tolle Bilder ausgedacht, die die Stimmung zum Hörspiel gut wiedergab. Mit der von Abc-Schützen und den Viertklässlern gestalteten Dekoration wurde es dann wieder lebensfroh. Denn aufgeführt wurde die Geschichte des Herrn von Ribbeck und seinen Birnen, bei der Hortkinder Lust am Schauspiel unter Beweis stellten. Nicht weniger begeistert war das Publikum vom Film "Unerm Birnbaum", den die Schüler mit Hilfe von Playmobil-Figuren kogenial in Szene gesetzt haben. Lilly und Maxima hellten zudem einige Hintergründe der Kriminalgeschichte  auf.

In der Ex-Kita am Fontanepark sind weitere Projektergebnisse zu sehen. Präsentiert  werden sie auch am 17. Januar von 15 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür in der Schule.

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