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Zum vierten Mal feierten die Schwedter Zeitungszusteller Weihnachten und bekamen als Dankeschön eine kleine Aufmerksamkeit.

Vertrieb
Weihnachtsfeier für die Helden der Nacht

Bei Tage sieht man sich selten: Auf der Weihnachtsfeier der MOZ-Zeitungszusteller genießen Ilona Hentschel (links) und Kollegin Ines Christoph (rechts) das Buffet.
Bei Tage sieht man sich selten: Auf der Weihnachtsfeier der MOZ-Zeitungszusteller genießen Ilona Hentschel (links) und Kollegin Ines Christoph (rechts) das Buffet. © Foto: Katharina Schmidt
Katharina Schmidt / 11.12.2019, 05:30 Uhr - Aktualisiert 13.12.2019, 10:19
Angermünde (MOZ) Endlich sieht man sich einmal im Hellen – bei der Weihnachtsfeier der Schwedter Zeitungszusteller des Märkischen Medienhauses trafen sich die Helden des frühen Morgens mal am Nachmittag zu Kaffee, Kuchen und Bratwurst in der Sortierhalle. Normalerweise trudeln die Frauen und Männer dort schon ab 2.30 Uhr in der Früh ein, um sich die frischgedruckten Zeitungen zum Verteilen abzuholen.

Anlässlich der Feier wurde das Lager mit langen Biergarnituren ausgestattet, an denen sich die Kollegen angeregt unterhielten. Für jeden stand eine Geschenktüte bereit, in der Spekulatius, eine Editionstasse und ein wichtiges Accessoire für die aktuelle Jahreszeit steckte:  Ein Mehrzweckwärmer aus Fleece, der sich durch flexiblen Schnürbund als Schal oder Mütze tragen lässt.

Stefan Schultze und seine Mitarbeiter Thomas Helpap und Franziska Teubner organisieren die täglichen Arbeitsabläufe in Schwedt und Umgebung. Sie koordinieren die rund 200 Mitarbeiter. "Die Routen auch bei Urlaubs- und Krankentagen reibungslos zu organisieren, ist manchmal schon eine Herausforderung", erzählt Schultze. Eine bemerkenswerte Entwicklung der vergangenen Jahre ist die Beliebtheit der Anzeigenblätter, deren Auflage gestiegen ist. "Gerade am Wochenende wuppen die Zusteller so einiges", so der Koordinator.

Die Tücken der Dunkelheit

Auch Udo Gärtner, Vertriebsleiter des Märkischen Medienhauses, stattete der Feier einen Besuch ab. "Ich versuche, an allen Weihnachtsfeiern der Zusteller teilzunehmen – wenn sie nicht gerade zeitgleich stattfinden", erzählt Gärtner. In Schwedt sei die Teilnehmerquote besonders hoch. Er hält die Weihnachtsfeier für wichtig, um die Mitarbeiter-Motivation zu stärken. "Die Zusteller sind nicht nur eine anonyme Gestalt in der Nacht. Ihre Arbeit ist sehr wichtig und ohne diese könnte der Verlag zumachen", betont der Leiter.

Zu den Schwedter Zustellern zählt Ilona Hentschel. Sie ist seit ihrem Vorruhestand vor sieben Jahre als Zeitungsausträgerin tätig. "Ich kann nicht nur zuhause rumsitzen", erklärt die 67-Jährige. Ihr Tag beginnt um 3.30 Uhr, eine halbe Stunde später steht sie im Lager, um sich die Zeitungen für ihre zwei Touren abzuholen. Knappe zwei Stunden ist sie dann unterwegs. "Manchmal macht mir die Dunkelheit zu schaffen, wenn die Straßen nicht beleuchtet sind und ich dadurch nur schwer die Hausnummern und Namensschilder erkenne", erzählt die ehemalige Finanzamt-Mitarbeiterin. Spätestens um sechs Uhr ist sie wieder zuhause. Anstatt sich noch einmal ins Bett zu legen, liest sie selbst die Zeitung und wartet, bis ihr Mann aufsteht, um mit ihm zu frühstücken.

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