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Gewichtheben
Zwei Vize-Titel bei Deutscher Meisterschaft

Roland Taubert / 11.12.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 11.12.2019, 07:37
Schwedt (MOZ) Die Hochburg Obrigheim war Gastgeber für die Deutschen Meisterschaften. Der TSV Blau-Weiß Schwedt war mit einem Quartett, bestehend aus Sandra Krause, Ilja Taach, Ken Fischer sowie Martin Adler vertreten.

Den Auftakt für die Schwedter machte Sandra Krause in der Klasse bis 59 kg. Im Jahr 2018 konnte Sandra die Bronzemedaille erkämpfen und auch nun war das Siegerpodest erklärtes Ziel. Mit zwei gültigen Versuchen bei 54 und 57 kg gelang der Auftakt im Reißen sehr ordentlich. Lediglich die 61 kg im dritten Versuch misslangen. Die Einstiegslast im Stoßen (72 kg) sicherte bereits Platz 3 in der Konkurrenz der Juniorinnen. Etwas unkonzentriert folgte bei 79 kg ein Fehlversuch. Dieser Lapsus konnte aber im dritten Versuch korrigiert werden. Mit 136 kg im Zweikampf schaffte Sandra zehn Kilo mehr als im Vorjahr. Damit hätte sie wiederum Platz 3 erkämpft. Da die nach dem Reißen vor der Schwedterin liegende Berliner Heberin aber im Stoßen keinen gültigen Versuch ablieferte, wurde aus Bronze für Sandra noch Silber. In der Wertung der Frauen erreichte sie Platz 7.

Junioren-Debüt für Ilja Taach

Ilja Taach gab seinen Einstand bei den Junioren. Mit dem Erreichen der geforderten Normleistung und der Silbermedaille im Jugendbereich hatte er sich die Teilnahme bei den Meisterschaften der Großen verdient. Nach einer guten Auftakthebung mit 88 kg, einem ungültigen zweiten Versuch und der deutlich besseren Korrektur bei 92 kg lag Ilja nach dem Reißen mit drei Kilo Rückstand auf Platz 4 in der Klasse bis 73 kg. Mit viel Courage erfolgte der Einstieg im Stoßen bei 118 kg – drei Kilo über seiner Wettkampfbestleistung. Mutig ging es weiter. Es folgten starke 123 kg im zweiten Versuch. Aber auch der direkte Konkurrent im Kampf um Platz 3 leistete sich keinen Fehler und brachte es mit 3 gültigen Hebungen im Stoßen auf eine Zweikampfleistung von 220 kg. Für Ilja standen 215 kg bereits im Protokoll, die Gewichtheber-Arithmetik forderte für Platz 3 eine Steigerung auf 129 kg im Stoßen – der Schwedter wagte die Steigerung, konnte die Last auch umsetzen, scheiterte dann allerdings im Ausstoß. So blieb es am Ende bei Platz 4 für Ilja, der sich zum Jahresabschluss noch einmal deutlich steigerte.

Zwei Ziele hatte Ken Fischer bei den Männern im Kopf. Einerseits strebte er eine Zweikampfleistung von 315 kg und damit die Kadernorm in der Klasse bis 89 kg Körpergewicht an, andererseits ging der Blick natürlich in Richtung Medaillenbereich. Mit gewohnt hohem Einsatz zeigte sich der Schwedter bereits im Reißen. Nach 133 kg ließ er bereits im zweiten Versuch mit 138 kg persönliche Bestleistung auflegen. Diese bewältigte Ken genauso sicher, wie die im dritten Versuch geforderten 142 kg. Der Fahrplan für die Kadernorm war mit dieser Last erfüllt. Im Kampf um Platz 3 lag der Heber des TSV drei Kilo im Rückstand. Analog zum Jahr 2018 entwickelte sich der Zweikampf zwischen dem Schwedter und dem Dortmunder Mohammed Hoblos. Ken begann bei 168 kg, die er ebenso gültig gestaltete, wie die folgenden 173 kg. Für ihn war damit Teilziel Nummer 1, die Kadernorm, erreicht. Hoblos hatte nach ungültigen 170 kg auf 173 kg gesteigert und diese knapp geschafft, was wiederum für Ken eine Steigerung auf 177 kg zwingend notwendig machte. Leider erwies sich diese Last als zu groß. Für Ken Fischer stand nach gutem Wettkampf erneut Platz 4.

Recht spät war der Auftritt von Martin Adler in der Klasse bis 96 kg. Die ersten Stationen im Reißen lauteten 128 und 133 kg, beide Hebungen meisterte er souverän. Der Versuch, seine Bestleistung mit 138 kg um gleich drei Kilo zu übertreffen, gelang im dritten Versuch leider nicht. Bereits der erste Versuch im Stoßen mit 147 kg sicherte Martin Adler Silber bei den Junioren. Die Chance, Platz 1 anzugreifen, war nur theoretischer Natur, trotzdem steigerte er progressiv auf 154 kg, eine Last, die lediglich ein Kilo unter der persönlichen Bestleistung lag. Da auch dieser Versuch gut gelang, sollten zum Abschluss noch 160 kg folgen, die waren dann aber doch zu viel. Silber und ein toller Wettkampf waren der Lohn für Martin.

Jon Luke Mau muss pausieren

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass mit Jon Luke Mau und Dennis Hansch zwei potentielle Teilnehmer nicht bei diesen Meisterschaften starten konnten. Jon Luke hatte auf Grund seiner hohen Wettkampfhäufigkeit in den letzten Wochen eine Pause verordnet bekommen, im Hinblick auf die ausstehende Olympiaqualifikation eine nachvollziehbare Entscheidung. Dennis weilte zum Zeitpunkt der Meisterschaften bei der Jugend-EM in Eilat, durfte dort zur Überraschung aller nach einer Entscheidung der IFW im Zusammenhang mit den NADA-Unterlagen aber leider nicht an den Start gehen.

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