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Mehrheit der Rüdnitzer Gemeindevertretung bekräftigt Standort für Kita und – bei Bedarf – für eine Schule.

Kinder-Campus
Rüdnitz will eine neue Kita und eine Schule

Ausblick: Östlich vom Spielplatz soll der Kinder-Campus entstehen.
Ausblick: Östlich vom Spielplatz soll der Kinder-Campus entstehen. © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 15.12.2019, 09:45 Uhr
Rüdnitz (MOZ) Eigentlich sei es nur ein formal nachzuholender Beschluss, sagte Rüdnitz’ Bürgermeister Andreas Hoffmann. Gleichwohl wurde die Entscheidung über eine Änderung des Flächennutzungsplanes von der Gemeindevertretung genutzt, um unterschiedliche Positionen zur Entwicklung des "Kinder-Campus" südlich der Bahnhofstraße deutlich zu machen.

Im August hatte die Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen, den Kita-Neubau nicht im Neubaugebiet "Sechsrutenstücke" zu errichten, sondern auf der Freifläche an der Bahnhofstraße gegenüber der Kita "Traumhaus". Zugleich sollten Möglichkeiten offengehalten werden, bei Bedarf dort eine Grundschule betreiben zu können. Dafür ist die Ausweisung als sogenannte Gemeinbedarfsfläche, die als Zweck Bildungs- und Sozialeinrichtungen, Kita und Soziales, Schule, Hort, Sport- und Freizeitflächen zulässt. Insgesamt ist die Flähce 25 000 Quadratmeter groß. Davon sollen mindestens 10 000 Quadratmeter als Grünfläche bestehen bleiben.

Sie sehe den Standort nicht nur für den Kita-Neubau als ungeeignet an, sagte Nanett Nahs (Freie Wähler Rüdnitz). Werde dort zusätzlich ein Schulbetrieb eröffnet, werde die Grundschule in Grüntal, die jetzt von vielen Rüdnitzer Kindern besucht werde, schließen müssen. Und wenn am früheren Kita-Standort festgehalten worden wäre, könnte schon die Grundsteinlegung erfolgen.

Die Ausweisung als Schulstandort im Flächennutzungsplan bedeute nicht zwangsläufig die Eröffnung eines Schulbetriebs, so Andreas Hoffmann (Aktiv für Rüdnitz). Damit werde aber die Möglichkeit offen gehalten, bei Bedarf dort auch eine Schule zu betreiben. Schulunterricht sollte aber ausschließlich im Rahmen eines Schulverbandes mit anderen Gemeinden betrieben werden. Gespräche darüber seien aber noch gar nicht geführt.

Dass die Schule in Grüntal schließen muss, hält Heike Menschner (Aktiv für Rüdnitz) für ausgeschlossen. Die Schule platze aus allen Nähten und "überall wird gebaut, zum Bespiel auch in Melchow". Auch ein Hort in Rüdnitz sei vorteilhaft, würden doch die Fahrwege entfallen.

Christina Straube (Freie Wähler Rüdnitz) kritisierte die aufgrund der Umplanung anfallenden zusätzlichen Kosten, die die Gemeinde nicht hätte ausgeben müssen. Sowohl die Änderung des Flächennutzungsplanes als auch die Auftragsvergabe für den Bebauungsplan für 33 000 Euro wurden bei namentlicher Abstimmung mit jeweils acht Ja- und fünf Neinstimmen beschlossen.

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