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Für die Damenwelt gehört zu besonderen Festen eine Auffrischung der Frisur. Doch auch für die Finger wird einiges geboten, je nach Jahreszeit und Geschmack.

Schmuck
Weihnachtliches für Hand und Haar

Lance Gira / 15.12.2019, 11:00 Uhr
Bernau (Praktikant) Auf die Finger gesehen wird einem ganz genau nach dem Betreten des kleinen, aber feinen Kosmetiksalons Beauty Nails in Bernau. Nervöses "mit den Fingern auf dem Tisch trommeln" soll zur Weihnachtszeit ja besonders reizvoll und hübsch anzuschauen sein, wenn beispielsweise Braten oder Backwerk nicht so perfekt aus dem Ofen kommen, wie es  ursprünglich geplant war.

Freundlich begrüßt Inhaberin Franka Schulz einen Kunden. Ihr treuer Wachhund "Juni" grummelt kurz, dann schläft er weiter. An Kunden hat er kein Interesse. Zusammen mit Bianca Aigner, "meine rechte Hand und gute Seele", wie Franka Schulz sagt, sind die beiden für das Aufhübschen der Fingernägel ihrer Kunden da. In der Mehrzahl sind das Frauen, die ihre Nägel besonders zur Adventszeit mit weihnachtlichen Motiven schmücken lassen. "Es gibt nichts, was es nicht gibt", meint Franka Schulz. Weihnachts- und Schneemänner, Tannenbäume, Rentiere und tanzende Schneeflocken werden zu kleinen Fingernagel-Kunstwerken.

Doch kommt es schon mal vor, dass sich ein gestandener Bauarbeiter mit eingerissenem Fingernagel wieder von den Damen voll arbeitsfähig machen lässt. Der kaputte Nagel wird dann mit Kunststoff aufgebaut und anschließend versiegelt. Zum Wohle für das Bruttosozialprodukt und für den Laien kaum erkennbar. Und auch Promis waren schon da, wie vor einiger Zeit Jenny Elvers. Die war  "ganz auf dem Boden geblieben und natürlich-freundlich", sagt Bianca Aigner.

Ab und zu bietet der Blick aus dem Geschäft auch Kurioses: Ein Mann, der eine Zehn-Meter-Leiter auf einem Einkaufswagen transportieren will, was natürlich misslingt und für dementsprechende Erheiterung sorgt. Ein älterer Herr, der "mit allen Verkabelungen" aus dem Krankenhaus ausgebüxt ist, sich vor dem Geschäft einfindet und erstmal auf der Hollywoodschaukel vor dem Geschäft platziert wird – Getränkeservice inklusive durch das Beauty-Team. Haarige Angelegenheiten zur Weihnachtszeit? Manuela Putlitz, Expertin für "Waschen–Schneiden–Legen" im Salon Antje Laddey in der Bernauer Hussitenstraße überlegt einen kurzen Augenblick, bevor sie antwortet: "Zu Weihnachten möchten alle Kundinnen auf jeden Fall besonders schön sein", schätzt sie ein. Früher sei das noch etwas anders gewesen, denn da wurden noch häufig Glitzersteine und -sterne ins Haar drapiert, erzählt die Friseurin. Sie selbst steckt sich schon mal Weihnachtliches ins Haar, da ihr das einfach Freude macht. "Besser geht nicht ohne anders" sagt sie mit einem Lächeln.

Wert auf das Wesentliche

Heutzutage legen ihre Kunden hauptsächlich Wert auf das Wesentliche um Weihnachten herum. Da werden selbstgebackene Plätzchen und Kuchen mitgebracht, es wird geredet und zusammen Kaffee getrunken.

"Wie ein kleines Wohnzimmer ist es hier", kommt es Manuela Putlitz dann vor. "Die Menschen gehen mit neuen Frisuren nach Hause und kommen gerne wieder. Das ist dann ein schönes Gefühl".

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