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Breitensport
Silvestertour des MSV Tripoint

Mit Kinderwagen und Hund dabei: Waltraud Planeta (mit orangener Weste) führte die 100 Wanderer an.
Mit Kinderwagen und Hund dabei: Waltraud Planeta (mit orangener Weste) führte die 100 Wanderer an. © Foto: michael benk
Kerstin Bechly / 02.01.2020, 06:00 Uhr - Aktualisiert 02.01.2020, 08:11
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zur Silvestertour des MSV Tripoint hatten sich in Güldendorf viele Wettkampfsportler versammelt: Leichtathleten, Schwimmer, Handballer, Radsportler und Triathleten beispielsweise, dazu Freizeitsportler, Eltern, Trainer, Freunde. Es war mit 260 Teilnehmern wieder eine illustre Truppe, die Organisator Karsten Lenke begrüßen konnte. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für wärmendes Feuer und eine Stärkung.

"Die Silvestertour ist zu einer festen Größe geworden. Viele Sportler kennen sich, sie wollen sich am letzten Tag des Jahres noch einmal treffen, einen guten Rutsch wünschen", freut sich Karsten Lenke, der die Veranstaltung seit 2002 federführend organisiert. Damals wurden erstmals Wanderer und Läufer eingeladen, nachdem es unter dem ersten Organisator Udo Mattke nur mit Rädern auf sportliche Jahresabschiedstour gegangen war.

Glühweinpause in Lossow

Radsportler waren wie mittlerweile gewohnt in zwei Gruppen dabei – und mit rund 75 Minuten am längsten unterwegs. Bei den sportlich orientierten Aktiven unter Leitung von Dennis Vögeding (FRC 90) kein Wunder: Gab es doch bei Familie Bock in Lossow wieder die willkommene Pause. "Meine Frau hatte Glühwein und Pfannkuchen vorbereitet. Der Halt bei uns lässt sich immer gut in die Runde zum Helenesee und nach Güldendorf zurück einbauen", beschreibt Ideengeber Harald Bock nach rund 27 km. "Unterwegs haben uns Spaziergänger applaudiert, am Durchstich der Katja haben wir bei Sonnenschein ein Foto gemacht. Die Silvestertour ist ein schöner Abschluss. Dass zehn polnische Fahrer dabei waren, freut mich umso mehr", erzählt der Fahrer vom KDH-Team des Frankfurter Radsportclubs weiter. Zu seinen sportlichen Höhepunkten des zu Ende gegangenen Jahres zählt Harald Bock den Schlosstriathlon Moritzburg (Sachsen), wo er in der Ironman-Staffel seines Edis-Teams die 180 Kilometer in 5:48 Stunden bewältigt hatte.

Knapp 18 km legte die Freizeitgruppe zurück. Damit alle gut rollen konnten, hatte Tourenführerin Cathleen Positzki (Tripoint) tags zuvor am Helenesee noch einen großen Baum aus dem Weg geräumt. Tourenführerin in anderer Mission ist Ramona Kocak, die neben einem Tandemgespann auf ihrem Liegendrad auffiel. "So kann ich mich wenigstens weiterhin gut bewegen", begründet die gehbehinderte Frau. Für den ADFC hat sie im vorigen Jahr unter anderem Touren in den Spreewald geleitet. "Im April geht die neue Saison los. Die Termine finden sich bald im Internet. Unsere Hefte liegen dann bei Radhändlern, in der Touristinformation und im Rathaus aus", wirbt Ramona Kocak, die privat mit ihrem Mann unter anderem auf dem Weserradweg unterwegs war.

Auf enorme Erfahrung als Wanderleiterin kann die 81-jährige Waltraud Planeta (ESV) verweisen, die rund 100 Wanderer ins Güldendorfer Mühlental und am Gelände der ehemaligen Hospitalmühle vorbeiführte. "Weil die Tunnel gesperrt waren, sind wir noch eine Runde um den See gegangen, um auf fünf Kilometer zu kommen", erzählt die rüstige Seniorin schmunzelnd. An ihrer Seite lief Vereinsfreundin Petra Schult, die neben dem Schwimmen als "zweites neues Standbein das Wandern entdeckt" hat. "Ich habe sogar einen Schein als Wanderleiter abgelegt", sagt Petra Schult. Zur MOZ-Neujahrswanderung am Sonntag, 10 Uhr, wird sie erstmals eine Gruppe durch den Stadtwald führen. Die Route hat sie mit Waltraud Planeta, die selbstverständlich wieder dabei ist, im Detail abgesprochen.

Handballerinnen dabei

Unter den rund 100 Läufern hatten sich besonders zahlreich Leichtathleten des SC Frankfurt mit ihren Eltern und Trainern eingefunden, die auf ein erfolgreiches Jahr blickten (siehe "Nachgefragt"). Die  meisten liefen die von Olaf Gärtner (Tripoint) ausgesuchte 5-km-Strecke. Diese ungewohnte Distanz meisterten auch Teresa und Hanna Helbig aus Jacobsdorf sowie Marie Christoph aus Sieversdorf, die in drei Frankfurter Vereinen Handball spielen. Für die 19-jährige Teresa steht schon am Wochenende mit den Brandenburgliga-Frauen vom HSC 2000 die Final Four um den Landespokal an. "Wir wollen weiter", erklärt sie bestimmt. Währenddessen ist ihre Schwester (13) mit der HSV-C-Jugend auf gutem Weg, die Kreisliga zu gewinnen. Deren beste Freundin Marie will sich mit der C-Jugend vom FHC in der Oberliga den Sieg sichern. Die Idee, zusammen in Güldendorf zu laufen, hatten die Eltern der Schwestern. "Wir wollten es mal etwas hügeliger als zu Hause haben", erklärt verschmitzt Freizeitläufer und Vater Maik. Regelmäßig etwas für die Ausdauer tut auch Maries Vater Michael Pohl, der bei Union Fürstenwalde Nachwuchsfußballer trainiert.

Als kleinste Gruppe bei der Silvestertour zügig unterwegs waren acht Nordic Walker. "Sechs gehören zu einer größeren Gruppe, die vor vielen Jahren aus der rbb-Bewegung hervorgegangen sind. Ich bin zwölf Jahre dabei", erklärt Hans-Joachim Lutz. "Wir treffen uns jeden Sonnabend um 14 Uhr im Stadtwald. Manchmal muss man sich zwar zwingen und wir gehen an unsere Grenzen, aber ich fühle mich wohl. Es tut dem ganzen Körper gut", ergänzt der 79-jährige Kliestower.

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