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Umstrukturierung
Ruppiner Kliniken bei Notfallversorgung ganz vorn mit dabei

Dr. Matthias Voth (links) und der Chefarzt der zentralen Notaufnahme Dr. Erik Weidmann.
Dr. Matthias Voth (links) und der Chefarzt der zentralen Notaufnahme Dr. Erik Weidmann. © Foto: Ulrike Gawande
Ulrike Gawande / 03.01.2020, 17:24 Uhr - Aktualisiert 06.01.2020, 14:05
Neuruppin (MOZ) Als einziges Krankenhaus im Nordwesten Brandenburgs erfüllen die Ruppiner Kliniken die Anforderungen für die sogenannte umfassende Notfallversorgung. Das ist nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) vom April 2018 die höchste Eingruppierung in die drei Stufen der Notfallversorgung. Lediglich zehn von 53 Brandenburger Kliniken haben diesen Status. Ihr Ziel sei es, alle Notfälle in Neuruppin versorgen zu können, erklärt Dr. Matthias Voth, Geschäftsführer der Kliniken. "Das klingt simpel, war es aber nicht."

Denn die Anforderungen sind hoch. So muss eine Klinik mit umfassender Notfallversorgung 20 Betten im Bereich der Intensivmedizin vorhalten, die auch über entsprechende Beatmungsplätze verfügen. Kliniken auf dem Basisniveau benötigen nur sechs solcher Betten. Häuser auf der Stufe der erweiterten Notfallversorgung brauchen zehn Intensivbetten. Um in Neuruppin diese Vorgaben umsetzen zu können, wurden verschiedene Umstrukturierungen vorgenommen. So wurden die bisherigen Intensivbereiche auf der Internistischen und Chirurgischen Abteilung mit bis dato 16 Betten im Haus X zu einer Station zusammengefasst, berichtet Dr. Erik Weidmann, Chefarzt der zentralen Notaufnahme.

Auch personell musste aufgestockt und weitergebildet werden, da der Personalschlüssel in dem GBA-Beschluss ebenfalls vorgegeben ist. "Wir haben Mitarbeiter nachqualifiziert, so dass wir jetzt acht Fachärzte mit der intensivmedizinischen Zusatzausbildung haben", so Voth. Auch im Pflegebereich konnte der geforderte Schlüssel von tagsüber 3,5 und nachts 2,5 Patienten pro Pfleger aufrechterhalten werden, betont der Geschäftsführer. Anders als viele andere Brandenburger Kliniken habe der GBA-Beschluss sie nicht kalt erwischt, betont Weidmann. "Wir haben enorm in die Notfallversorgung investiert. Wir waren vorneweg. Viele haben ihre Intensivbetten um 20 bis 30 Prozent reduziert, wir haben gegen den Trend erhöht."

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