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Das 15. Brandenburger Festival des Umwelt- und Naturkinos macht vom 21. bis 24. Januar auf dem Stadtcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Station. Traditionell gibt es auch ein Programm für Schulklassen.

Filmtour
Kinobeiträge von Heilsbringern und Widerständlern

"Lüdersdorf darf nicht sterben": Naturschützer Michael Succow (r.) diskutiert im August 2019 in der Aula der Evangelischen Johanniter-Schulen in Wriezen mit Filmbesuchern.
"Lüdersdorf darf nicht sterben": Naturschützer Michael Succow (r.) diskutiert im August 2019 in der Aula der Evangelischen Johanniter-Schulen in Wriezen mit Filmbesuchern. © Foto: Mathias Lillge
Sven Klamann / 11.01.2020, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Auch die 15. Ausgabe werde wieder heiße Themen anfassen und zur Debatte in der Gesellschaft beitragen, ist Festivalleiter Ernst-Alfred Müller vom Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz mit Sitz im Haus der Natur in Potsdam überzeugt. Die Schirmherrschaft über die Ökofilmtour habe Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz im Land Brandenburg, übernommen, führt der Festivalleiter aus.

Zehn Filme werden vom 21. bis 24. Januar im Ökokino auf Zeit über die Leinwand flimmern. Der Eintritt ist an jedem Abend frei, Am ersten Abend geht es um 19.10 Uhr mit dem 20-minütigen Dokumentarfilm "Michael Succow: Lüdersdorf ist überall!" los, den Carsten und Jacob Krüger über den Träger des Alternativen Nobelpreises gedreht haben. Kein anderer Lebensraum gehe so rasch verloren wie die Dörfer unserer Kindheit. Nur eine naturverträgliche Landwirtschaft könne unsere Zukunft sichern, heißt es in der Ankündigung. Nach der Vorführung ist Zeit für Diskussionen. Dass der Meinungsaustausch durchaus kontrovers verlaufen kann, war zum Beispiel im Sommer vorigen Jahres während einer Veranstaltung zum Thema an den Evangelischen Johanniter-Schulen in Wriezen (Märkisch-Oderland) zu erleben, bei der sich Michael Succow engagiert den Fragen und Anregungen des Publikums gestellt hatte.

Nach zwei weiteren Streifen zur Agrarwende und zum Konflikt zwischen Tierwohl und Konsum schließt sich ab 23 Uhr die Lange Nacht der Ökofilmtour an, bei der "Die verrückte Welt der Hörnchen" gezeigt wird.

Die Dokumentarfilme am 22. Januar ab 19 Uhr haben das Elektroauto als vermeintlichen Heilsbringer für die Umwelt und den Widerstand gegen die Abholzung im Hambacher Forst zum Thema. Am 23. Januar wird ebenfalls ab 19 Uhr zunächst der Wald in den Fokus gerückt. Danach läuft der Film "Die Spree in Gefahr". Zum Abschluss wird ab 22.30 Uhr der isländische Spielfilm "Gegen den Strom" gezeigt, der den schweren Kampf der Naturlobby für eine umweltverträgliche Industrie zum Inhalt hat.

Überaus empfehlenswert ist überdies das Angebot für Schulen: Am 22. Januar werden von 9 bis 11 Uhr mit "Sperling, Lerche, Star – Singvögel in Gefahr" und "Die Wiese – ein Paradies nebenan" zwei Filme gezeigt, die bereits für Erstklässler geeignet sind. Beim anschließenden Filmgespräch steht die Öko-Aktivistin Hannelore Gilsenbach aus Brodowin Rede und Antwort.

Anmeldungen erforderlich

Von 14 bis 16 Uhr sind ebenfalls am 22. Januar die Viertklässler angesprochen. Die Streifen, die am 23. Januar von 9 bis 11 Uhr laufen, eignen sich für Schüler ab der siebten Klasse. Von 11 bis 13 Uhr lautet die Altersempfehlung: ab sechster Klasse. Auch am 24. Januar gibt es beim Festival zwei Filmblöcke: von 9 bis 11 Uhr ab der vierten und von 11 bis 13 Uhr ab der sechsten Klasse.

Gruppen von Kindern und Jugendlichen müssen sich anmelden. Dies ist per Tel. 0331 2015535 oder per Mail an foenpotsdam@gmail.com möglich.

Programm:www.oekofilmtour.de

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