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Nächster Gipfel im November
114 Staaten wollen nationale Klimaschutzpläne nachbessern

Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats um rund ein Grad aufgeheizt.
Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats um rund ein Grad aufgeheizt. © Foto: Federico Gambarini/dpa
DPA / 14.01.2020, 04:03 Uhr - Aktualisiert 14.01.2020, 11:58
Berlin (dpa) Vor dem nächsten Weltklimagipfel im November in Glasgow haben schon 114 Staaten zugesagt, bis spätestens dann ihre nationalen Pläne für mehr Klimaschutz nachzubessern. Dies geht aus einer Liste des UN-Klimasekretariats hervor.

Die Präsidentin des kommenden Gipfels, die frühere britische Energieministerin Claire O’Neill, lobte, dies sei ein Anstieg um rund 60 Prozent seit September. Nach dem Pariser Klimaschutzabkommen sind die Staaten verpflichtet, rechtzeitig zum Gipfel in Schottland ihre Klimaschutzziele zu verschärfen.

O’Neill begrüßte zudem, dass sich inzwischen 121 Staaten dazu verpflichtet haben, bis 2050 klimaneutral zu werden, also unterm Strich keine Treibhausgase wie CO2 mehr auszustoßen. "Es ist entscheidend, dass die Welt zusammensteht, wenn wir eine Chance haben wollen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen", erklärte sie. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Dezember das Ziel ausgegeben, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen.

Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats um rund ein Grad aufgeheizt. Und die vergangenen fünf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zu den Folgen zählen mehr extreme Wetterereignisse, also je nach Region mehr Hitzewellen, Dürren und Waldbrände, aber auch Hurrikans, Überflutungen und Starkregen.

Geht es so weiter wie bisher, läge der Temperaturanstieg Ende des Jahrhunderts bei 3,4 bis 3,9 Grad. Angestrebt werden aber maximal 1,5 Grad, um die gefährlichsten Kipppunkte im Ökosystem zu meiden.

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Werner Matzat 14.01.2020 - 17:14:40

Weltklimagipfel; November in Glasgow? - dazu: Ein kritischer Blick auf die "Klimaschutzbewegungen" - Die wahren Umweltschützer dieser Welt sind die Völker!

Die wahren Umweltschützer dieser Welt sind die Völker, die gegen die Plünderung durch die multinationalen Konzerne kämpfen: Diejenigen, die ihre Leben für ihre Gemeinschaften einsetzen, für die Berge und die Flüsse. Jeden Monat werden Dutzende dieser wahren Umweltschützer in ihren Ländern ermordet: Die Kugeln der Auftragsmörder des transnationalen Kapitalismus zerfetzen ihre würdigen und aufrichtigen Köpfe. Und sie sterben mit sauberen Händen, die niemals die niederträchtigen Hände des IWF geschüttelt haben oder die der übrigen Vampire des Planeten. Die ausbeutende Klasse und ihr kapitalistisches System können sich auf der Basis von Vernichtung und Entfremdung aufrechterhalten: Auf Grundlage von Gewalt und auch der Lüge, die sie mittels ihrer Massenmedien verbreiten. Greta Thunberg, die durch den Kulturapparat des Kapitalismus hypermedialisierte neue Kultfigur, und die damalige Direktorin des IWF (jener IWF, jene Institution des transnationalen Kapitalismus, der die Natur plündert und ganze Völker aushungert), Christine Lagarde, sind gemeinsam auf Fotos zu sehen1 ‒ bei einem Händedruck, der sehr gut veranschaulicht, welche Freude es den Besitzern der Welt bereitet, jene zu grüßen, die ihnen für die wichtige Aufgabe von Nutzen sind, alle Kämpfe mithilfe von trojanischen Pferden zu unterwandern. Sie lenken die Kräfte in Sackgassen, sie manipulieren die Mehrheiten in Scheinkämpfen, die niemals die Wurzel der Probleme berühren und sie daher auch nicht lösen. Der Kapitalismus, der die Umwelt zugrunde richtet, wird durch das Märchen von Greta nicht infrage gestellt. Das Fernsehen, die Presse und die Kulturindustrie sind im Kapitalismus in den Händen der Privatmonopole, die üblicherweise ebenfalls Kapital im militärisch-industriellen Komplex, in der Agrarindustrie, in der Chemie- und Pharmaindustrie etc. besitzen. Das erklärt, warum die Massenmedien niemanden ins Fernsehen bringen, der ihre Interessen wirklich hinterfragt: Niemand, der die Aufrechterhaltung dieses Systems und den Kapitalismus infrage stellt, wird eine derartige Hypermedialisierung erhalten. Quelle: https://amerika21.de/analyse/236227/das-maerchen-von-greta-und-seine-grenzen ---Der Klimawandel hat viel mit der Frage der Menschenrechte zu tun. Weltweit sollen im vergangenen Jahr mehr als 160 Menschen bei Protesten gegen Umweltzerstörungen ums Leben gekommen sein. Das berichtet die Nichtregierungsorganisation "Global Witness". Im Amazonas wurden laut Human Rights Watch (HRW) in den letzten zehn Jahren mehr als 300 Menschen in Folge von Land - und Ressourcenkonflikten getötet. Die meisten von Ihnen waren Aktivisten, die sich für den Schutz von Natur und Umwelt eingesetzt haben, während die Täter vielfach in die illegale Abholzung verwickelt waren. Die Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen. Quelle: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/global-witness-101.html --- Für den Lebensraum der Menschheit herrscht bei der ausbeutenden Klasse und ihr kapitalistisches System NULL Interesse. Wer schützt eigentlich die Welt vor diesen Konzernen?Umweltzerstörung, Korruption, Krieg, Waffenlieferungen, Aufrüstung, Menschenrechtsverletzungen, Terrorismus - beherrschen diesen Planeten. Wem nutzt da der nächste Weltklimagipfel im November in Glasgow? So sieht leider die traurige Realität aus.

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