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Barnimer auf Grüner Woche

Kai-Uwe Krakau / 15.01.2020, 06:45 Uhr
Bernau (MOZ) Auf der weltgrößten Messe der Branche werden sich dabei die meisten Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschafts- und Tourismus-entwicklungsgesellschaft mbH (Wito) vorstellen.

"Die Region erleben" ist traditionell das Motto der Präsentation. "Es geht um gemeinsame Erlebnisse mit der Familie bei Rad- und Wandertouren, um Sehenswürdigkeiten und die kulinarischen Angebote", so Sabine Grassow von der Wito. Am Stand werden deshalb nicht nur die Fragen der Gäste beantwortet, mit im Gepäck sind auch zahlreiche Broschüren und Flyer wie die "Erlebniskarte Barnimer Land", das Reise-Magazin und natürlich der Veranstaltungskalender 2020.

In diesem Jahr kann die Wito zudem eine Premiere verkünden. Erstmals nehmen Babette und Karsten Hübner an der "Grünen Woche" teil. Sie betreiben einen landwirtschaftlichen Hof in Danewitz und werden sich bereits zum Auftakt der Messe am Freitag dem Publikum präsentieren. "Für uns ist ein Stand nicht finanzierbar, deshalb haben wir das Angebot der Wito gerne angenommen", sagt Babette Hübner. In die Brandenburg-Halle 21a wird sie eine kleine Auswahl ihrer Produkte mitbringen. "Frische Waren gibt es zu dieser Jahreszeit leider noch nicht", so die Danewitzerin. Die Besucher erwarten deshalb verschiedene Fruchtaufstriche, aber auch Speck, Schinken und Leberwurst. "Wir werden auch verschiedene Liköre anbieten und sogar Seifen", kündigte Babette Hübner an.

Vom Auftritt erhofft sie sich vor allem, dass der Hof bekannter wird. Und natürlich will die Unternehmerin auch zeigen, dass kleine Höfe durchaus funktionieren können. Das soll in Danewitz künftig auch auf andere Weise geschehen, der Hof wird nämlich auf Bio umgestellt. Die Hübners setzen vor allem auf Direktvermarktung, außerdem sind sie auf zwei Märkten anzutreffen – donnerstags in Biesenthal und sonnabends in Bernau. Unterm Funkturm werden am Freitag neben Babette Hübner auch Ehemann Karsten und Tochter Josefine dabei sein.

Die Bäckerei "Märkisch Edel" aus Eberswalde will zeigen, dass sie ein moderner, handwerklich produzierender Betrieb ist. Der Schwerpunkt liege dabei beim Thema "Brot-Vielfalt", so Geschäftsführer Christian Kurth. "Wir verwenden alte Getreidesorten, arbeiten mit Sauerteig und lassen den Brötchenteig auch zwölf Stunden ruhen". Der technologische Prozess sei so gestaltet, dass die Zutaten besonders schonend verarbeitet werden. "Beim Weizen arbeiten wir auch mit Sorten, die gut verträglich sind", sagt Geschäftsführer Kurth. Zur "Grünen Woche" bringen die Eberswalder eine Beethoven-Rolle, hergestellt auf Karamell-Basis, sowie die beliebten  Spritzkuchen mit. Insgesamt umfasst die Produktionspalette des Unternehmens 21 Brot- und 18 Brötchensorten.

Die Tourist-Information Bernau wird erneut durch die "Bernauer Briganten" unterstützt, die auch durch mehrere Hallen des Messegeländes ziehen werden. "Wir weisen  auf die Höhepunkte im Veranstaltungskalender wie das Schwertkämpfer-Treffen und das Hussitenfest hin", so Monika Müller. Darüber hinaus soll aber auch schon auf den Brandenburg-Tag aufmerksam gemacht werden, der 2021 in Bernau stattfindet.

Auf Altbewährtes setzt die Straußenfarm am Liebenstein in Hohenfinow, wie Katrin Krampitz berichtet. Die schmackhaften Schmalzstullen werden geschmiert, es gibt Leberwurst und den Eierlikör. "Unsere Staubwedel sind genauso dabei wie auch Leereier", so Katrin Krampitz.

Die Destillerie & Liqueurmanufaktur aus Krummensee setzt auf das Trend-Getränk Gin. "Er hat dem Kräuterlikör inzwischen schon den Rang abgelaufen", so Inhaber Ronald Schulz. Drei Sorten wird er unter dem Berliner Funkturm präsentieren. "Die Rohstoffe kommen aus eigenem Anbau", so Schulz.

Das Barnimer Brauhaus, ebenfalls in Hohenfinow beheimatet, wirbt am Gemeinschaftsstand für Landbier und verschiedene Craftbiere, die Landfleischerei Buckow ist mit Wurst aus eigener Herstellung vertreten und die "Fischerstube" Stolzenhagen bietet Regionales aus heimischen Gewässern.

Der Landwirtschaftsbetrieb Ökodorf Brodowin ist wieder mit einem Stand in der Halle 27 unter dem Dach des Demeter-Verbandes dabei.  "Wir übernehmen dort das Catering", erzählt Katja von Maltzan. Im Angebot sind beispielsweise Flammkuchen in verschiedenen Variationen, Quiche und Wildfleisch-Bouletten. Am Freitag wird Anja Frey zudem Köstlichkeiten mit Bruderhahnfleisch aus dem Kochtopf zaubern.

Die Eberswalder Wurst GmbH präsentiert eine Salami in drei neuen Geschmacksvariationen, in Unikat Klassik, Unikat Pfeffer und Unikat Bruschetta. Um die Natürlichkeit des Produktes zu betonen und unnötigen Plastikmüll zu vermeiden, verzichten die Britzer in der Brandenburg-Halle beim Verkauf auf eine Verpackung, wie Geschäftsführer Sebastian Kühn sagt.

Monika Trautmann und Reinhard Fell, die Inhaber der "Klosterfelder Senfmühle", setzen seit Jahren ebenfalls auf einen eigenen Auftritt. Zu finden sind sie diesmal am Stand 103. Die "Renner" bei den Kunden sind weiterhin der "Mostrich nach Berliner Art", der "Scharfe Boris" oder auch der Bouletten-Senf. Neu ist in diesem Jahr eine Variante mit Trüffeln. Auch den "Wandlitzer Mostrich", er wird mit ganzen Körnern angeboten, hat Monika Trautmann für die Brandenburg-Halle eingepackt. "Für uns ist es wichtig, den Kontakt zu unseren Kunden zu pflegen", so die Unternehmerin über ihre Motivation.

Info: Die "Grüne Woche" ist für Fach- und Privatbesucher vom 17. bis 26. Januar täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr, am "Langen Freitag" (24. Januar) von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 15 Uhr, die Dauerkarte 45 Euro. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen.

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