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Neue Betrugsmasche in Mittelmark
Betrüger geben sich als Microsoft-Techniker aus

Zur Aktualisierung eines Windowsprogramms erwarb ein Mittelmärker Gutscheinkarten.
Zur Aktualisierung eines Windowsprogramms erwarb ein Mittelmärker Gutscheinkarten. © Foto: Pixabay
red / 15.01.2020, 07:30 Uhr
Mittelmark Ein Stahnsdorfer erhielt den Anruf eines angeblichen Microsoft Mitarbeiters. Im Gespräch, welches auf Englisch stattfand, teilte der Unbekannte mit, dass die Softwareversion eines Windowsprogramms abgelaufen sei, der Angerufene für die Aktualisierung Gutscheinkarten kaufen müsse und diese als Bezahlung nutzen soll.

Im Laufe des Gespräches, welches sich über mehrere Stunden hinzog, wurde der Angerufenen weiterhin überredet, ein Programm herunterzuladen, mit welchem der Betrüger Fernzugriff auf den Computer erlangte. Der Geschädigte erwarb sodann mehrere Gutscheinkarten, deren Codes er dem Betrüger über seinen PC mitteilte. Dem Mann entstand so ein Schaden von mehreren hundert Euro. Erst zwei Tage später, nachdem das Opfer erneut aufgefordert wurde, Gutscheinkarten zu erwerben, wurde der Betrug bemerkt und die Polizei informiert.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: Sollte sich ein (angeblicher) Servicemitarbeiter telefonisch bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf. Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten heraus. Gewähren Sie einem Unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner!

Wenn Sie Opfer wurden: Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn runter. Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter.

Lassen Sie Ihren Rechnerbeispielsweise von einer IT-Sicherheitsfirma überprüfen. Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind oder gelangt sein könnten. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Weitere Tipps zum Schutz vor Betrug erhalten Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de sowie bei jeder Polizeidienststelle.

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