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Handball
Müllroser Taktik geht nicht auf

Kommt nicht zum Zuge: der Müllroser Torschütze vom Dienst Felix Preiss. Hier versucht er den 50-jährigen HSC-Torhüter Holger Klaue zu überwinden. Weiter hinten verfolgen die Frankfurter Paul Witschorke und Justin Hale (von links) das Geschehen.
Kommt nicht zum Zuge: der Müllroser Torschütze vom Dienst Felix Preiss. Hier versucht er den 50-jährigen HSC-Torhüter Holger Klaue zu überwinden. Weiter hinten verfolgen die Frankfurter Paul Witschorke und Justin Hale (von links) das Geschehen. © Foto: michael benk
Wilfried Hohmann / 16.01.2020, 02:15 Uhr
Müllrose Die Handballer der HSG Schlaubetal-Odervorland II haben mit einer 23:33 (11:18)-Heimniederlage gegen den HSC 2000 Frankfurt die Rückkehr an die Tabellenspitze der Kreisunion der Männer verpasst. Zum letzten Spiel der zweiten Spielrunde wollte sich das Team vom Trainergespann Uwe Bannert/Kevin Nadolle eigentlich für die knappe 31:32-Niederlage aus der 1. Spielrunde revanchieren und sich mit einem Sieg die Tabellenführung zurückholen. Dieses Vorhaben ging jedoch gründlich daneben, weil die Mannschaft nichts vom ursprünglichen Plan der Trainer umsetzte.

Ursprünglich hatten die HSG- Trainer ihre Mannschaft in der Vorbereitung auf dieses Spiel darauf eingestellt, dass der Dauerrivale aus der Oderstadt sicherlich versuchen würde, über seine torgefährliche Aufbaureihe zum Erfolg zu kommen und in der Abwehr vor allem alles daran setzen wird, den torgefährlichsten HSG-Akteur Felix Preiss möglichst aus dem Spiel zu nehmen. Dem sollte mit einer offensiv auf die Halben ausgerichteten 6:0-Deckung begegnet werden, bei der auf die Halben rechtzeitig herausgetreten werden sollte und die Räume für die Kreis- und Außenspieler durch viel Bewegung möglichst eng gemacht werden sollte. Im Angriff wollte man durch schnelle Passfolgen Platz für die Außen- und Kreisspieler schaffen und so die Räume zu Treffern nutzen. Was dann im Spiel jedoch seitens der Gastgeber folgte, war genau das Gegenteil davon.

Gleich zum Beginn des Spiels gingen die Frankfurter durch Paul Lemke und Matthias Stoll mit 2:0 in Führung, die sie nicht mehr abgeben sollten. Bis zum 7:5 in der 12. Minute konnten die Gastgeber noch Anschluss halten. Dann sorgten die Frankfurter durch zwei Treffer von Frank Fuhrmann und zwei weitere der Ex-Müllroser Ringo Pflaum und Paul Lemke mit vier aufeinanderfolgenden Toren zum 11:5 bereits für eine Vorentscheidung.

Trainer Bannert nimmt Auszeit

Auf diese schnelle Führung reagierte HSG-Trainer Uwe Bannert in der 15. Minute mit einer Auszeit, da sein Team bis dahin nichts vom ursprünglichen Matchplan umgesetzt hatte.

Die Frankfurter "Halben" hatten bis dahin bereits sieben Tore erzielt, weil ein offensives Heraustreten einfach nicht stattfand. Und im Angriff passierte auch nur das, was die Trainer bereits vorausgesehen hatten. Felix Preiss "erfreute" sich von Beginn an einer Manndeckung, versäumte es aber mehrfach, freie Mitspieler anzuspielen, sondern suchte stattdessen den eigenen Torerfolg.

Und da auch von der mittleren Aufbauposition keine Anspiele an den Kreis oder die Außen kamen und kaum Bewegung im Angriffsspiel der Müllroser war, fand auch hier keine Umsetzung der eigenen Taktik statt. Aber auch diese Auszeit bewirkte keine Änderung im Spiel der HSG. Die Folge war ein Pausenrückstand von 11:18.

In der Pause versuchten die HSG-Trainer noch einmal, die Gastgeber für die 2. Halbzeit einzustellen. Das HSG-Team konnte dann zum Beginn der 2. Halbzeit nach Treffern von Thomas Voß, Justin Korau und Martin Berger bei nur einem Gegentreffer noch einmal auf 14:19 in der 34. Minute verkürzen. Doch mehr sollte dann auch nicht gelingen, da sich am Abwehrverhalten der Müllroser nichts änderte.

Matthias Richter foult grob

Das HSC-Team setzte sich bis zur 52. Minute wieder auf zehn Tore zum 28:18 ab. Damit war natürlich die endgültige Entscheidung in diesem Spiel gefallen. Einzig ein Foul vom HSC-Spieler Matthias Richter in der 55. Minute ist noch erwähnenswert, der in den Wurfarm seines Gegenspielers griff. Dieser musste mit gebrochenem Arm ins Krankenhaus. Dafür kassierte Richter eine Disqualifikation mit Bericht.

HSG Schlaubetal-Odervorland II: Maximilian Haase, Danny Hugler (beide im Tor), Felix Preiss 3, Florian Lusansky 1, Jacob Rüffer 1/0, Adrian Eisermann 3, Tom Richter 2, Martin Berger 2, Benedict Mendyk 5/1, Thomas Voß 2, Hendryck Kotzan 1, Justin Korau 2, Maximilian Gordziel 1

Siebenmeter: HSG II 3/1, HSC 6/2 – Zeit-strafen: HSG II 3, HSC 2, eine Disqualifikation mit Bericht

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