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Brandstiftung
Unbekannte legen Feuer in Zerpenschleuse

Sabine Rakitin / 01.02.2020, 14:09 Uhr - Aktualisiert 01.02.2020, 15:52
Zerpenschleuse (MOZ) Unbekannte haben in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend auf einer Koppel der Agrargenossenschaft Schorfheide anzwei Stellen Strohmieten in Brand gesetzt, darunter auch 50 Meter von einem Blech-Unterstand entfernt, in dem sich acht Kühe befanden.

Insgesamt 60 Feuerwehrleute aus Zerpenschleuse, Klosterfelde und Groß Schönebeck sowie aus Liebenwalde (Oberhavel) waren, unterstützt von Mitarbeitern der Agrargenossenschaft, bis zum Sonnabendmorgen im Einsatz, um die Brände zu löschen beziehungsweise das Stroh kontrolliert abbrennen zu lassen. Die Tiere kamen nicht zu Schaden.

In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar brannten auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Schorfheide in Zerpenschleuse mehrere Strohballen. 60 Feuerwehrleute aus Zerpenschleuse, Klosterfelde, Groß Schönebeck und Liebenwalde waren im Einsatz.
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Brand in Zerpenschleuse

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Die Feuer waren gegen Mitternacht von einem Zerpenschleuser bemerkt worden, der umgehend Alarm schlug. "Um 0.15 wurden wir alarmiert", sagt Silvio Salvat-Berg, Kreisbrandmeister und stellvertretender Ortswehrführer von Zerpenschleuse. Auch Polizei und Rettungskräfte rückten an. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kam ebenfalls zum Einsatz. Um 0.35 Uhr traf der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft, Rainer Dieckmann, am Ort des Geschehens ein. Mit entsprechender Technik, darunter Pflugladern, unterstützten er und seine Mitarbeiter den Löscheinsatz der Feuerwehrleute.

Für alle Beteiligten steht fest, dass es sich um Brandstiftung handelt. Die Agrargenossenschaft ist bereits das dritte Mal betroffen. Erst brannten Strohballen auf einem Feld, dann - am Freitag vor einer Woche, ebenfalls gegen Mitternacht - auf dem Gelände der Agrargenossenschaft in Stolzenhagen. Da waren alte ausrangierte Anhänger angezündet worden. Ein weiteres, mutwillig gelegtes Feuer gab es kürzlich bei einem Bauern in Wandlitz und den Versuch einer Brandstiftung auf dem Gelände einer Gartenbaufirma in Zerpenschleuse. Deshalb glaubt Rainer Dieckmann auch nicht, dass sich der oder die Brandstifter auf seine Agrargenossenschaft konzentriert haben."Ich gehe davon aus, dass es ein Pyromane ist, der etwas brennen sehen will", sagt der Geschäftsführer. "Und Strohballen brennen nun mal lichterloh. Außerdem sind wir nahezu der einzige Betrieb, der noch Stroh hat. In den meisten anderen stehen die Tiere auf Gülle", weiß er.

Am Sonnabend erwartete der Geschäftsführer noch Kriminaltechniker, die Spuren sichern wollten. Nach seinen Schätzungen beläuft sich der Schaden durch den jüngsten Brand auf etwa 10 000 Euro.

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