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Landwirtschaft
Fleischsteuer für die Tierhaltung

Müssen Verbraucher bald mehr für Fleisch, Milch und Käse zahlen? Eine Fleischsteuer wird diskutiert.
Müssen Verbraucher bald mehr für Fleisch, Milch und Käse zahlen? Eine Fleischsteuer wird diskutiert. © Foto: Armin Weigel/dpa
Von Nina Jeglinski, NBR / 07.02.2020, 03:30 Uhr - Aktualisiert 07.02.2020, 07:35
Berlin (MOZ) Müssen Verbraucher bald mehr für Fleisch, Milch und Käse zahlen? Eine Expertenkommission will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) an diesem Freitag eine Verbrauchssteuer für tierische Produkte vorschlagen.

Demnach könnte der Preisaufschlag für Fleisch bei 40 Cent pro Kilogramm liegen, Käse und Butter sich um 15 Cent pro Kilo verteuern.  Ministerin Klöckner setzt große Hoffnungen in das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung. Sie hat das Gremium unter Leitung  von Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert (CDU)  im Sommer 2019 eingesetzt.

Seitdem tüfteln Experten aus der Agrarbranche und der Wissenschaft an einem Programm zur besseren Finanzierung einer nachhaltigen Tierhaltung. Offenbar mit Hochdruck. Ein Mitglied des Netzwerkes sagte dieser Zeitung, dass Borchert die Planungen "mit großem Elan vorantreibt". Nicht allen jedoch gefällt das Tempo und die Ausrichtung. Der Deutsche Bauernverband (DVB) mahnt zur Genauigkeit. Die Kernfrage liege nicht bei Steuern, "sondern darin, wie eine Förderung höheren Tierwohlstandards auf der Ebene des Landwirts gestaltet und wie das vom Verbraucher honoriert werden kann", sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.  Zudem brauche man Sicherheit in Planungsverfahren für Stallbauten. Solche Überlegungen werden sich wohl nicht in dem vorgestellten Entwurf finden.

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Dirk Mahnke 07.02.2020 - 20:24:31

Guter Vorschlag Frau Klöckner

Am Fleischtrog hat man scheinbar die besten Ideen, um an das Geld seiner Steuerzahler zu gelangen. Eine Atemsteuer kann ich noch empfehlen. Der Ausstoß von CO2 ist nicht gut für unser Klima. »Wir wollen einen starken Staat mit Autorität. Er hat die politischen Ziele der Gemeinschaft durchzusetzen, sie nach den gemeinsamen Grundsätzen der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit zu gestalten und weiterzuentwickeln, gegen Angriffe und Bedrohung von außen zu schützen und die Freiheit, die Sicherheit und den Rechtsfrieden zu wahren.« Zitat: Helmut Kohl »PS« Zu Zeiten von Helmut Kohl war die CDU noch wählbar. Es hätte keine AfD geben müssen, wenn die CDU ihre konservative Politik weiter betrieben hätte. Wann kommt endlich eine Fusion? Parteien dieses Landes vereinigt euch!

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