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Narrenzeit
Tänze, Gesang und Politsatire beim Rüdersdorfer Karneval

Thomas Berger / 09.02.2020, 21:12 Uhr - Aktualisiert 10.02.2020, 14:18
Rüdersdorf (Freier Autor) Schon vor einer Woche hatte die Rüdersdorfer Karnevalsgemeinschaft (RKG) das Finale ihrer mittlerweile 58. Session eingeleitet und viele besondere Gäste im vollen Kulturhaussaal dabei gehabt.

Am Sonnabend setzte sich das fort – neben befreundeten Vereinen aus der Nachbarschaft, wie den ECC-Vizepräsidentinnen Manuela Baumgärtner und Sybille Künkel aus dem Doppeldorf sowie einer verspätet erschienenen Abordnung der EWG aus Erkner, marschierte da vor allem mit richtig großem Gefolge das Berliner Prinzenpaar Klaus I. und Jessica I. auf, um den Rüdersdorfer Hoheiten Christine I. und Ingo II. sowie Präsidentin Petra Fleischer ihre Aufwartung zu machen.

Die imposante Delegation aus der Hauptstadt füllte nicht nur zwei lange Tische, sondern bereicherte sogar aktiv das Programm. Schließlich singt der Berliner Prinz, gestaltete mit dem Rest der Champs, den schon bekannten Stimmungsgaranten, mit einigen Liedern einen gelungenen Gastauftritt. Doch auch das RKG-Team legte sich mit einem solchen Ideenreichtum ins Feuer, dass die aktuelle Narrenshow mit Sicherheit als eine der schönsten und kreativsten in die Annalen des Vereins eingehen dürfte.

Jede Menge karnevalistische Kracher hat das Team der RKG bei der zweiten Veranstaltung zum Saisonfinale im bis nahezu auf den letzten Platz besetzten Rüdersdorfer Kulturhaussaal gezündet. Bei scharfzüngig-einfallsreicher Politsatire, Gesang und natürlich vor allem jeder Menge Tänze von Mariechen und Garden bis zu diversen Schautanzdarbietungen und dem Männerballett kam im Publikum jeder auf seine Kosten. Auch das Berliner Prinzenpaar mit großem Gefolge war unter den Ehrengästen.
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Karneval der RKG im Kulturhaus Rüdersdorf

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Vieles hat Tradition, darf in keinem Karnevalsprogramm fehlen. "Richtig Leistungssport" sei das, würdigte Petra Fleischer, die beschwingt durch den Abend führte, was die drei Garden des Vereins von der Jugend über die Junioren bis zu den Aktiven (zu denen normalerweise auch die Prinzessin gehört) beim Gardetanz immer wieder aufs Parkett zaubern. Nur erahnen lässt sich für die begeisterten Zuschauer, wie viel Training hinter den scheinbar so leichtfüßig dargebotenen Choreografien steckt.

Doch in Sachen Tanz hat die RKG natürlich noch einiges mehr vorzuweisen. Getreu dem aktuellen Motto "RKG-TV – schaltet ein zur Narrenschau" hatte sich der jüngste Nachwuchs beispielsweise an einen getanzten Wetterbericht gewagt. Eine tänzerische Hitparade gestaltete die neue Formation No Limits, und ein weiteres Mal tobte der Saal, als die Ladydancer und ihre Boys unter dem Stichwort "Lets Dance" einen Charleston servierten. Nicht zu vergessen ganz am Schluss, gewissermaßen als besonderes Bonbon aufgespart, das Männerballett. Die Herren der RKG hatten sich wiederum das Thema Werbung vorgeknöpft, eine ebenfalls äußerst einfallsreiche Nummer, bei denen sich das inzwischen auf höchster Stimmungsstufe angekommene Publikum gleich zwei Zugaben erklatschte.

Letztmalig sind in diesem Saisonfinale zwei vertraute Gesichter als Solistinnen zu erleben: 13 bzw. 14 Jahre sind Lisa und Antonia, darüber hinaus Gardemitglieder und auch als Trainerinnen aktiv, als Mariechen im Einsatz. Ihr Duett in dieser zweiten Königsdisziplin war nun ein Abschied. Um Nachwuchs kümmern sie sich aber bereits, konnte Petra Fleischer verkünden.

Aus langer Tradition legt die RKG auch auf den Bereich gesprochenes Wort großen Wert. Die Präsidentin selbst hatte in ihrer Begrüßungsrede ein flammendes Plädoyer für das Kulturhaus gehalten: "Wir sollten das Haus als Glücksfall seh’n und nicht als Klotz am Bein der Gemeinde versteh’n", hieß es da. Bei RKG-Vorstandschef Steffen Mancke sowie Andreas "Kuni" Golyssa als Duo Rumfordzer wurde wie immer Politik von lokal bis international auf die Schippe genommen. Ein echter Hit war zuvor noch die Politik-Kuppel-Show "Herzblatt".

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