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Karneval
Funkenmariechen trainieren für Rosenmontag in Altreetz

Thomas Berger / 11.02.2020, 05:00 Uhr - Aktualisiert 11.02.2020, 12:21
Altreetz (MOZ) Wer im Karneval aktiv ist, für den geht so manches freie Wochenende drauf. Und während andere ihres Alters an diesem Tag womöglich erst vom Winterferien-Urlaub heimkehrten, trafen sich Sonntagnachmittag sieben Mädchen und junge Frauen in der Altreetzer Turnhalle zum Training.

So wie schon seit einer ganzen Weile sozusagen im Wochenrhythmen an wechselnden Orten. Denn zur traditionellen Rosenmontagsveranstaltung der zur "glorreichen Acht" angewachsenen Runde der "närrischen Sieben" soll es diesmal als besonderes Bonbon einen gemeinsamen Mariechen-Auftritt geben. Lediglich die Neulewiner, die gerade 40. Jubiläum feiern, fehlen aus Kapazitätsgründen in dieser munteren Runde.

Die gemeinschaftliche Rosenmontagsparty der regionalen Karnevalsvereine im Altkreis Bad Freienwalde hat inzwischen schöne Tradition. Zum Programm wird diesmal auch ein Auftritt von sieben Mariechen gehören - die Solotänzerinnen basteln mit ihren Betreuerinnen seit Dezember an dem baldigen Auftritt. Die MOZ war beim vorletzten Trainingstermin in Altreetz dabei, wo Lea Dahlmeyer (NCC aus Neuenhagen), Lisa Bläsche (WCC aus Wriezen), Neuling Hanna Hauke (7) für den ebenfalls noch neuen KCC aus Kruge, Nele Redlich (FKG aus Bad Freienwalde), Ronja Loter (HSCC aus Sternebeck/Harnekop), Leni Adelberg (FCC aus Falkenberg) und Laila Gabriel (AKC aus Altreetz) sich in bester Verfassung präsentierten.
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Gemeinsames Mariechentraining für Rosenmontag

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"Es gab in den vergangenen Jahren gemeinsame Garden und Showtänze, diesmal sind nun die Mariechen dran", erklärt Nicole Galle, die Vizepräsidentin des HSCC aus Sternebeck/Harnekop. Die Initiative dazu kam von ihrer Vereinskameradin Konstanze Wilhelm, vielen Karnevalisten auch anderer Vereine eher unter ihrem Spitznamen Stese bekannt, sowie Eileen Bundrock alias Raupe vom AKC aus Altreetz. Die beiden geben so ein bisschen den Ton an, doch auch die übrigen Trainerinnen bringen sich ein – das Ganze ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Beim jüngsten Probentermin, diesmal in Altreetz, sprang Nicole Galle ein, als Konstanze Wilhelm wegen familiärer Krankheitsfälle ausfiel.

Seit Anfang/Mitte Dezember hat das Projekt kontinuierlich an Fahrt aufgenommen, biegt inzwischen sozusagen auf die Zielgerade ein: Das Treffen in Altreetz war bereits der vorletzte Termin vor der noch anstehenden Generalprobe. Nicht zuletzt deshalb mussten sich alle nun ganz besonders ins Zeug legen. Schnell zeigte sich dann aber: Es sieht insgesamt gut aus, Sorgen hinsichtlich des immer näher rückenden Auftritt muss sich niemand machen.

Jede der sieben hat zunächst einen eigenen Solopart, am Ende der Sieben-Minuten-Nummer steht dann ein rund einminütiger gemeinsamer Teil. Die Choreografie dafür haben gemeinsam die beiden Trainerinnen Gina Reim von der FKG aus Bad Freienwalde und Luise Gebauer vom WCC aus Wriezen entwickelt, Gina hat auch die Musik geschnitten. Während die Endzwanzigerin nebenher auch noch selbst als Solistin aktiv ist, liegt Luises kürzerer Ausflug ins Mariechengeschäft schon etwas zurück. "Ich hatte damals keinen Trainer, habe alles selbst einstudiert", blickte sie in einem Austausch kurz vor Ende des Altreetzer Trainings zurück.

Reichlich tänzerische Erfahrung ist also in der Runde versammelt. Nur nur trainerseitig, wozu noch Conny Köckert vom FCC aus Falkenberg, Doreen Brüning vom neuen KCC aus Kruge sowie Annkatrin Punzel vom NCC aus Neuenhagen gehören (die einst sogar Paartänzerin war). Sondern ebenso bei jetzt Aktiven im mit Absperrband abgeklebten Raum der "Probebühne". So ist es noch keinen Monat her, seit Lea Dahlmeyer (NCC) bei der Landesmeisterschaft einen dritten Platz einfahren und damit mit auf dem Siegerpodest stehen konnte.

Die mittlerweile 19-Jährige ist die Älteste der Runde. Als Solistin tanzt Lea, seit sie sieben ist, und nicht nur bei einigen besonderen Sprüngen im Soloteil zeigt sich die Klasse, die sie inzwischen erreicht hat. Trainiert werde allerdings weiter nur einmal die Woche, erzählt sie. Jüngste im Bunde ist wiederum die kleine Hanna Hauke – mit sieben Jahren so alt wie dereinst Lea beim Start ihrer Solistenkarriere. Da der junge KCC noch kein Mariechen hatte, war sie vom Verein für die Gemeinschaftsnummer nominiert worden. Inzwischen passt sie sich schon ganz gut ein, ansonsten gibt es Tipps der anderen. Beim Aufwärmen ist es hin und wieder die auch schon erfahrene Laila Gabriel vom AKC, frisch 17 geworden, die Hanna ein bisschen hilft. Mittlerweile die dritte Saison ist es für die Zweitjüngste, Ronja Loter vom HSCC. Die nun Achtjährige hatte im zarten Alter von fünf Jahren begonnen. Komplettiert wird der Reigen von Leni Adelberg (11) vom FCC, Nele Redlich (13) von der FKG und die in Kürze volljährige Lisa Bläsche vom WCC.

Jede hat auch ihren Solopart

Leni darf den Anfang machen, nach jedem Solopart gibt es zu gleicher Übergangsmusik einen Wechsel, bei dem die Nächste von hinten kommt und die andere wieder in die Reihe dort zurückgeht. Nele übernimmt den virtuellen Staffelstab, dann sind Laila, Ronja, Lea und Lisa dran – die kleine Hanna bildet den Abschluss, bevor es an den Gemeinschaftsteil geht.

Auch das Verlassen der Bühne muss sitzen: Im ersten Anlauf klappt das richtige Einreihen noch nicht. "Ronja muss vor Falkenberg, bei Leni hakt der Reißverschluss", gibt Eileen Bundrock noch mal Anweisung. Beim dritten Abtritt-Durchlauf klappt dann auch das. Trinkpause für die Mädels, während die Trainerinnen noch anfangen, über die einheitliche Frisur der Mariechen zu beraten sowie ihr eigens abgestimmtes Outfit, wenn sie ganz zu Beginn gemeinsam mit ihren Schützlingen auf die Bühne marschieren.

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