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Wolf
Mehr Wölfe in Schwedt gesichtet - was Wolfschutzorganisationen empfehlen

Wölfe sind im Jahr 2019 verstärkt im Wald zwischen Schwedt und Gartz sowie im Raum Schöneberg-Crussow-Stolpe gesichtet und fotografiert worden. (Symbolbild)
Wölfe sind im Jahr 2019 verstärkt im Wald zwischen Schwedt und Gartz sowie im Raum Schöneberg-Crussow-Stolpe gesichtet und fotografiert worden. (Symbolbild) © Foto: Patrick Pleul/dpa
Dietmar Rietz / 21.02.2020, 15:04 Uhr
Schwedt (MOZ) Wölfe sind im Jahr 2019 verstärkt im Wald zwischen Schwedt und Gartz sowie im Raum Schöneberg-Crussow-Stolpe gesichtet und fotografiert worden.

Darüber informierte Dirk Treichel, Leiter des Nationalparks Unteres Odertal jetzt auf der Jahrespressekonferenz des Großschutzgebietes in Criewen. Bislang seien im Nationalparkbereich noch keine Haustiere gerissen worden, sagt der Naturschutzexperte.

In den offenen Auenbereichen müsse allerdings jederzeit mit dem Auftreten von Wölfen gerechnet werden. Das würden Erfahrungen der Besiedlung der sachsen-anhaltinischen Elbauen mit Wölfen belegen. Diese Situation, so Treichel, stelle besondere Anforderungen an die in den Nationalpark-Poldern zum Beispiel vor Schwedt praktizierte extensive Mutterkuhhaltung.

Die Landwirte seien bereits über mögliche Schutzmaßnahmen informiert worden. Gesprochen worden sei da über den Einsatz von Herdenschutzhunden und wolfssicheren Schutzzäunen, aber auch die finanzielle Förderung. Die Nationalparkverwaltung unterstützt den Schutz der Rinder gegen die Wölfe, sie hat ein Rappa-Zaunsystem beschafft, um es in Notfällen zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt es sich um einen vollständig geschlossenen, elektrisch geladenen Litzenzaun, der einen Untergrabschutz mit einer stromführenden Glattdraht mit einen maximalen Bodenabstand von 20 Zentimeter hat. Der Abstand zwischen den Litzen darf 20 Zentimeter nicht überschreiten.

Wolfschutzorganisationen empfehlen, in Höhe von 120 Zentimetern ein Flatterband zu spannen, dass den Wolf davon abhält zu springen.

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