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Höhere Gebühren
Barnimer Rettungsdienst wird teurer

Helfen im Notfall: Thomas Willy, Stefan Olms, Gundula Mensfeld und Henrik Schade (v.l.) vom Rettungsdienst helfen gern. Doch das kostet auch Geld. Die Gebühren im Barnim steigen.
Helfen im Notfall: Thomas Willy, Stefan Olms, Gundula Mensfeld und Henrik Schade (v.l.) vom Rettungsdienst helfen gern. Doch das kostet auch Geld. Die Gebühren im Barnim steigen. © Foto: Thomas Burckhardt/MOZ
Andrea Linne / 27.02.2020, 05:00 Uhr - Aktualisiert 27.02.2020, 07:44
Eberswalde (MOZ) 15,7 Millionen Euro kostet der Rettungsdienst im Barnim für dieses Jahr. Die Gebühren steigen.

Der Rettungsdienst im Barnim ist für jeden da, der durch einen Unfall oder Brand, durch einen Sturz oder Gewalt diese Hilfe benötigt. Für 2020 rechnet der Landkreis mit Kosten in Höhe von 15,7 Millionen Euro. Deshalb wird die dazu gehörende Gebührensatzung angepasst, die dem Kreistag am 11. März zur Beschlussfassung vorliegt.

Wesentliche Bestandteile des Rettungsdienstes des Landkreises Barnim sind der Notarzteinsatzdienst mit den Notarztstandorten Eberswalde und Bernau und die Integrierte Regionalleitstelle Nordost, die auch für Uckermark und Oberhavel arbeitet. Die Rettungswachen Eberswalde West, Eberswalde Ost, Sandkrug, Bernau, Seefeld, Zerpenschleuse, Joachimsthal, Parstein, Basdorf und Biesenthal sowie die Gesamtheit der nötigen Personal- und Sachmittel zählen ebenso hinein.

Kostete ein Rettungswageneinsatz 2016 noch 443 Euro und 2019 498,30 Euro, so steigt der Ansatz nun auf 558 Euro in der Grundgebühr für den Transportwagen. Ein Notarzteinsatzfahrzeug – 2016 mit 162 Euro, 2019 mit 201,40 Euro angesetzt – steigt nun in der Grundgebühr auf 208,80 Euro. Hinzukommt die Notarzteinsatzpauschale in Höhe von 225 Euro, die im Vorjahr mit 242 Euro und 2016 mit 236 Euro zu Buche schlug. Alle aufzuwendenden Kosten, auch beim Vorhalten von Personal und Material, wurde dabei in die Berechnung einbezogen. Die Kilometerpauschale soll neu 0,45 Euro betragen.

Die Satzung hat der Landkreis mit den Krankenkassen abgestimmt, die für Versicherte bezahlen. Außerdem schreibt das der Gesetzgeber vor. Wer den Rettungsdienst alarmiert, obwohl es keinen Anlass dafür gibt, der muss mit einer Geldbuße von tausend Euro rechnen. Die Satzung soll rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten. Die Gebührenpflicht entsteht dann, wenn der Einsatz nach der Alarmierung durch die Leitstelle die Ausfahrt der Wache passiert bis zum Einsatzort. Allerdings nur dann für den Einzelnen, wenn die Gefährdungssituation wie zum Beispiel im Alkoholrausch nach einer jugendlichen Party selbst verursacht wurde. Dann muss der Verursacher damit rechnen, dass ein Gebührenbescheid ins Haus flattert. Der Notarzt samt Wagen kostet dann noch extra.

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