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Havelnarren beenden Karnevalssaison
KCH bot mehr als nur Helau und Narrhallamarsch

Das Prinzenpaar Mandy und Stefan ist mit seiner Ernennung quasi ins kalte Wasser gesprungen. Ihr Aufgaben haben sie aber mit Bravour gemeistert, dafür bedankten sich die Havelnarren mit einem Präsent.
Das Prinzenpaar Mandy und Stefan ist mit seiner Ernennung quasi ins kalte Wasser gesprungen. Ihr Aufgaben haben sie aber mit Bravour gemeistert, dafür bedankten sich die Havelnarren mit einem Präsent. © Foto: Herrmann
Erhard Herrmann / 27.02.2020, 11:27 Uhr
Brandenburg Getreu ihrem Credo "We are family" feierten die Aktiven des KCH gemeinsam mit ihrem treuen Publikum den Rosenmontag im Havelnarren Hauptquartier und verabschiedeten die Saison mit dem traditionellen Heringsessen. Die durchweg zufriedenen Gesichter der Karnevalisten machten deutlich: Dank der Gemeinschaft und der Leidenschaft zum Karneval lief es rund. "Für die 51. Saison muss man einfach Danke sagen. Zunächst einmal ans Publikum, das - wie die Aktiven - vier Stunden lang alles gegeben hat. Danke an die Organisatoren, an alle fleißigen Helfer hinter der Bühne, an die Trainer und Betreuer und an alle, die ich vergessen habe", so der KCH-Vorsitzende Hans-Günter Koch. Die Veranstaltungen, zu denen der KCH in der vergangenen Karnevalssession eingeladen hatte, konnten sich sehen lassen: Rappelvoller Saal bei der Prunksitzung und gut gefüllte Säle zu den anderen Sitzungen bestätigten, dass die Havelnarren ihr Handwerk beherrschen und viel mehr bieten als Helau und Narrhallamarsch. Dies bestätigte auch das Prinzenpaar Mandy und Stefan. "Unglaublich, wie viel Zeit und Energie in eure Leidenschaft für den Karneval fließt. Wir haben uns in der ungewohnten Rolle ganz schnell sehr wohl gefühlt", lobte das Prinzenpaar. Über einen Büttenredner freuten sich die Havelnarren und Besucher besonders. Werner Kießig kehrte in die Bütt zurück. Er stand schon 1970 beim Brandenburger Karneval in der Bütt. Die Älteren erinnerten sich an den Diakon der katholischen Kirche, der mit seinen berüchtigten Büttenreden immer bis an die Schmerzgrenze gegen die Obrigkeit ging. Bis heute hat er nichts verlernt. "Ich bin noch immer vom Karnevalvirus infiziert. Leider hat sich der Ton gewandelt. Die Narrenfreiheit wird allzu oft für persönliche Beleidigungen missbraucht", bedauerte Werner Kießig. Nicht so beim KCH. "Wir wollen, dass unsere Besucher Spaß haben und dies noch viele Jahre", bekräftigte der Vereinspräsident. Deshalb liegt dem Verein die Kinder- und Jugendförderung besonders am Herzen. Ganzjährig sind über 100 junge Menschen in den 10 Tanzgruppen des Vereins aktiv und werden dort kompetent und fürsorglich betreut. Das mit Erfolg, denn die Mitgliederzahl hat sich von 95 auf 200 mehr als verdoppelt. Da der Verein die Sitzungen samt Vorbereitungen und Bühnentechnik aus eigener Kraft stemmen muss, freut man sich immer über neue Mitglieder. Für die Aktiven heißt es nach der Kampagne ist vor der Kampagne! In diesem Sinne verabschieden sich die Havelnarren noch einmal standesgemäß mit einem dreifach donnernden "Helau" und freuen sich auf die kommende Saison, wenn es wieder heißt "KCH- Dicke da!"

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