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Industriegebiet
Mischanlage für Asphalt ist vom Tisch

Sind zufrieden: Dirk Bernhardt und seine Mitstreiter vom Verein Pro Umwelt (Archivbild).
Sind zufrieden: Dirk Bernhardt und seine Mitstreiter vom Verein Pro Umwelt (Archivbild). © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 28.02.2020, 08:19 Uhr
Germendorf/Oberkrämer (MOZ) Die Einwendungen gegen den Bebauungsplan "Industriegebiet an der Gewerbestraße Germendorf" der Gemeinde Oberkrämer waren nur in einem Punkt erfolgreich: eine Asphaltmischanlage wird es auf dem rund 4,6 Hektar großen Industriegebiet nicht mehr geben. "Wir begrüßen die textliche Anpassung des B-Plans, wonach nur noch eine Anlage zur Aufbereitung bituminöser Baustoffe, aber nicht eine zum Schmelzen genehmigungsfähig ist", sagt Dirk Bernhardt, Pressesprecher des Vereins Pro Umwelt Oberhavel. "Auch die Gemeinde Leegebruch begrüßt diese Änderung, sodass eine Asphaltmischanlage dort nicht mehr errichtet werden darf", sagt Bauamtsleiter Norman Kabuß. Gerade die Emissionen einer solchen Anlage hätten vor allem Leegebruch getroffen. Für diese Planänderung sei man der Gemeindevertretung Oberkrämer dankbar.

Allerdings  sei damit das Problem der Lärm- und  Staubbelästigung, zuweilen auch der Geruchsemissionen, nicht vom Tisch. Denn von den dort bereits bestehenden Industrie- und Gewerbebetrieben auf Germendorfer und damit Oranienburger Seite gingen schon heute übermäßige  Belästigungen aus. Vor allem habe der gewerbliche Verkehr gegenüber dem Genehmigungszeitpunkt deutlich zugenommen, so Kabuß. "Eigentlich gehört dieses ganze Gebiet unter Umweltgesichtspunkten noch-mals auf den Prüfstand", sagt Norman Kabuß.

Pro Umwelt bedauert, dass bis auf eine alle übrigen Stellungsnahmen im Genehmigungsverfahren nicht berücksichtigt worden seien. So sei es nicht zu verstehen, dass der zusätzliche Betrieb von Steinbrecheranlagen nicht zu erhöhten Schallschutzmaßnahmen führen solle. "Werden die berechneten Werte beim Betrieb dieser Anlagen messtechnisch nicht nachgewiesen, muss in den Randlagen der umliegenden Wohnbebauungen mit Schallschutz nachgebessert werden", fordert  Dirk Bernhardt.

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