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Militärübung
NATO-Manöver macht Eberswaldes Linken Sorge

Ein Kampfpanzer Leopard 2 rollt bei Münster über eine Betonschwelle. In Eberswalde gibt es Sorge, dass das Militär einen Umweg durch die Waldstadt nimmt.
Ein Kampfpanzer Leopard 2 rollt bei Münster über eine Betonschwelle. In Eberswalde gibt es Sorge, dass das Militär einen Umweg durch die Waldstadt nimmt. © Foto: Christophe Gateau/dpa
Sven Klamann / 02.03.2020, 20:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Stadtfraktion der Linken hat die für April und Mai angekündigte Großübung des Bündnisses, die den Titel "Defender Europe 20" trägt, zum Anlass genommen, bei der Eberswalder Rathausspitze nachzufragen: Was ist für dem Fall geplant, dass die Militärtransporte die Autobahn verlassen und durch Eberswalde geleitet werden müssen? Sind die Bahnhofsbrücke, die Brücke an der Stadtschleuse und die Wassertorbrücke für solche Schwerlasttransporte geeignet? Schließlich gehöre auch die Route von Berlin nach Stettin zu den Optionen des Manövers, an dem 37 000 Soldatinnen und Soldaten aus 16 Nato-Staaten, Finnland und Georgien teilnehmen.

Der Großteil der Antworten, die Bürgermeister Friedhelm Boginski im Stadtparlament auf die Anfragen der Linken gegeben hat, lassen sich mit "Wir wissen es nicht" zusammenfassen. Baulastträger der meisten Hauptverkehrsachsen in Eberswalde sei der Bund. Doch vermutlich würden die Brücken das Gewicht der Militärtechnik aushalten, es gebe ja häufiger Schwerlasttransporte durch Eberswalde.

Eine Antwort des Bürgermeisters jedoch ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Er sei zwar aus Überzeugung Mitglied der Initiative "Mayors for Peace", die sich vor allem gegen die militärische Nutzung der Atomkraft einsetze. "Doch mir liegt nicht erst seit dem Oderhochwasser 1997 an einem guten Verhältnis zur Bundeswehr", sagte Friedhelm Boginski.

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