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Brandenburgische Frauenwoche
Frauenpreis an die Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Köppe verliehen

Drei Generationen von Gleichstellungsbeauftragten: Kornelia Köppe, Ingrid Schönwälder und Karin Augustin (v.r.n.l.) stehen für 30 Jahre Gleichstellungspolitik. Tabea Gutschmidt überbrachte die Dankesworte von der Bundestagesabgeordneten Dietlind Tiemann.
Drei Generationen von Gleichstellungsbeauftragten: Kornelia Köppe, Ingrid Schönwälder und Karin Augustin (v.r.n.l.) stehen für 30 Jahre Gleichstellungspolitik. Tabea Gutschmidt überbrachte die Dankesworte von der Bundestagesabgeordneten Dietlind Tiemann. © Foto: E. Herrmann
Erhard Herrmann / 09.03.2020, 09:12 Uhr
Brandenburg an der Havel Die Leistungen von Frauen sichtbar machen, sie stärken, die Strukturen in der Stadt verbessern und frauenpolitische Themen aufgreifen – mit dieser Intention wurde die Brandenburger Frauenwoche zu einer Erfolgsgeschichte. Im Brandenburger Theater fand vergangenen Freitag der Festakt zur diesjährigen Brandenburgischen Frauenwoche statt. Er bildete den Auftakt für das umfangreiche Programm dieser Veranstaltungsreihe, die bereits zum 30. Mal stattfindet. Neben Oberbürgermeister Steffen Scheller zählten auch die Landtagsabgeordnete Britta Kornmesser, der SVV-Vorsitzende Walter Paaschen sowie eine Delegation aus der dänischen Partnerstadt Ballerup zu den rund 100 Gästen, die die Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Köppe begrüßen konnte.

Dabei nutze das Stadtoberhaupt den Auftakt der Jubiläums-Frauenwoche, um Dr. Margrit Spielmann den "Ehrenpreis des Oberbürgermeisters" zu überreichen. Die ehemalige Sozialamtsleiterin, Beigeordnete, Bürgermeisterin und Bundestagsabgeordnete hatte 1998 den Frauenpreis der Stadt gestiftet, um verdienstvolle Frauen aus Brandenburg an der Havel zu ehren. Heute wie damals geht es dabei um Gleichberechtigung, wenn auch auf einer differenzierteren Ebene. "Vieles haben wir erreicht, theoretisch sind Frauen nun den Männern ‚gleichgestellt’, aber praktisch unterscheiden sich weibliche und männliche Lebensverläufe immer noch sehr. Eine Frauenwoche macht also immer noch Sinn um unsere Ziele zu erreichen", bekräftigte die Gleichstellungsbeauftragte. Gründe gibt es genügend:  beruflicher Wiedereinstieg, ungleiche Entlohnung oder zu wenige Frauen in Führungspositionen sind nur einige Brennpunkte.

Skurriler Fakt: Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" recherchierte, gibt es seit 1949 mehr Staatssekretäre mit dem Namen Hans als Staatssekretärinnen. Laut dem Weltwirtschaftsforum werde es beim aktuellen Tempo zudem noch etwa einhundert Jahre dauern, bis die Gleichberechtigung weltweit abgeschlossen ist.

Margrit Spielmann überreichte den Preis in diesem Jahr auch deshalb an eine völlig überraschte Kornelia Köppe, die sich als Gleichstellungsbeauftragte mit ihrer Arbeit genau dafür einsetzt. Sie resümierte: "Es ist mir ein großes Bedürfnis, allen Beteiligten zu danken, die in den vergangenen 30 Jahren mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz, Witz, Charme und viel Freude die Brandenburgische Frauenwoche mitgestaltet haben. Auch bei der Vorbereitung der vielen gleichstellungsrelevanten Veranstaltungen, die in den kommenden Tagen stattfinden werden, durfte ich wieder eine Netzwerkarbeit erleben, die meine vollste Hochachtung erfahren hat."

Informationen zu den weiteren Veranstaltungen die im Rahmen der 30. Brandenburgischen Frauenwoche stattfinden, gibt es auf der Startseite von www.stadt-brandenburg.de unter der Rubrik "Interessantes".

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