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Handball-Verbandsliga
Die Männer des MBSV Belzig schrammten in Dahlewitz knapp an der Sensation vorbei

Noch steht die genaue Diagnose bei Maximilian Kernke nicht fest, doch wird er in den nächsten Wochen nicht einsatzfähig sein.
Noch steht die genaue Diagnose bei Maximilian Kernke nicht fest, doch wird er in den nächsten Wochen nicht einsatzfähig sein. © Foto: ter
Martin Terstegge\BRAWO / 09.03.2020, 13:46 Uhr - Aktualisiert 09.03.2020, 14:39
Dahlewitz In der Auswärtspartie beim SV Blau-Weiß Dahlewitz hätten die Handballer des MBSV Belzig beinah den nächsten Coup gelandet, nach dem Erfolg über Guben. Beim Tabellendritten, der sich zu Saisonbeginn mit Spielern mit Brandenburgligaerfahrungen aus Rangsdorf verstärkte, gaben sie über weite Strecken den Ton an, um am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Trainer Denis Wandersee ließ wieder mit der laufintensiven 3-2-1-Abwehrvariante spielen, um den starken Rückraum der Gastgeber "die Krallen zu ziehen". Dies gelang vor allem im ersten Durchgang prima, die Dahlewitzer mussten immer wieder auf die Außen ausweichen, von denen keine größere Torgefahr ausging.

Aus den abgefangenen Angriffen kamen die MBSV-Akteure immer wieder in den schnellen Gegenstoß, die durch Dominik Starick, Jannes Wernicke, Maximilian Kernke oder Lucas Dalibor erfolgreich abgeschlossen wurden. So lagen die Gäste, bis auf das 1:1 in der 2. Minute, immer in Führung, was natürlich an den Nerven der Hausherren zerrte. Wenn sie gehofft hatten die Bad Belziger würden im Verlauf der ersten Hälfte einbrechen, so war es ein Trugschluss. Die Gäste nahmen sich die Zeit im Angriff, suchten den sicheren Abschluss und freuten sich beim Pausenpfiff über eine 16:11-Führung.

Nach dem Seitenwechsel intensivierten die Blau-Weißen ihre Bemühungen, doch den MBSV-Handballern gelang es den Kontrahenten auf Abstand zu halten, auch wenn der Vorsprung schmolz, aufgrund des Kräfteverschleißes, den die Deckungstaktik verursachte.

Ein Knackpunkt des Spiels ereignete sich in der 45. Minute. Bei einem Konter wurde Kernke übel gefoult, er fiel auf dem Arm und musste sofort vom Feld. Ob der Arm gebrochen ist oder er sich nur eine schwere Prellung zugezogen hat, muss noch untersucht werden, er wird in der nahen Zukunft aber ausfallen. Der Übeltäter sah die Rote Karte, doch den fälligen Siebenmeter konnte Jonas Galle diesmal nicht verwerten, es blieb sein einziger verworfener Strafwurf.Gravierender war jedoch der Verlust von Kernke, der im Spiel nun fehlte.

Dennoch hielt bis sechs Minuten vor dem Abpfiff der Vier-Tore-Vorsprung (26:22). Dann brachten die Gastgeber mit Bert Bräuer einen treffsicheren Werfer für die Schlussphase. Bei den Gästen ging die Treffsicherheit immer mehr verloren. Dalibor erzielte dreieinhalb Minuten vor dem Ende den letzten MBSV-Treffer zur 30:27-Führung. Danach gingen die Versuche der Bad Belziger zweimal an die Latte beziehungsweise knapp neben das Tor.

Auf der Gegenseite nutzte der Favorit seine Möglichkeit. In der 59. Minute gelang Bräuer der 30:30-Ausgleich. Er versetzte den MBSV-Männern auch 2 Sekunden vor dem Abpfiff den "Todesstoß", wobei die Gäste seinen Wurf unhaltbar, für den erneut gut haltenden Billy Kamradt, abfälschten. Ohne Block hätte er den Ball wohl gehabt.

Die Enttäuschung war natürlich riesengroß im MSBV-Kader. Trainer Denis Wandersee ärgerte sich, dass sichseine Spieler nicht belohnten für den couragierten Auftritt. Seine Freude über die spielerische Entwicklung des Kaders war aber wesentlich größer: "Wenn wir am Sonnabend genauso auftreten, wird Lübbenau große Probleme bekommen".

Am Samstag (14. März) ist um 18.30 Uhr die TSG Lübbenau II zu Gast in der Albert-Baur-Halle. Der Coach ist sich sicher gegen den Tabellenvierten punkten zu können, auch wenn Kernke nicht spielen kann. Ein Fragezeichen steht ebenfalls hinter dem Einsatz von Hannes Richter, der zwar für Kernke einsprang, aber die Partie nicht schmerzfrei beendete.

MBSV: Kamradt, Schröter, Ringewald, Kernke 3., Galle 7/5, Hübeler, Richter 1, Starick 4, Dalibor 5, Wernicke 6, Meyer 3, Merten 1.

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