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Sauberkeit
Neues Toilettenhaus am Oranienburger Bahnhof eingeflogen

Klaus D. Grote / 12.03.2020, 11:55 Uhr - Aktualisiert 12.03.2020, 13:35
Oranienburg (MOZ) Der Bahnhof Oranienburg hat seit Donnerstag ein neues Toilettenhäuschen. Die 43 insgesamt Tonnen schwere Anlage mit zwei WCs kam per Tieflader und wurde von einem Autokran auf ein Betonfundament gesetzt, das sich hinter der neuen Bushaltestelle vorm Bahndamm befindet. Die Toilette mit einem rollstuhlgerechten Damen-WC und einer Herrentoilette samt Pissoir wurde direkt angeschlossen. Benutzbar ist das WC aber erst nach Beendigung der Baustelle Anfang Mai, sagte Heidrun Gassan von der Stadtverwaltung.

"Die Baugenehmigung für das Toilettenhaus ist genau so aufwendig wie für einen 17-Millionen-Euro-Schulneubau", sagte Heidrun Gassan.  Das viel größere verglaste Dach der neuen Bushaltestelle habe dagegen als "verkehrstechnische Anlage" ohne Baugenehmigung, lediglich in Abstimmung mit dem Denkmalschutz aufgestellt werden können. Aber die Bauvorschriften seien sinnvoll, fügte die Leiterin des Amtes für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft hinzu.

Der Bahnhof Oranienburg hat ein neues WC. Es kam per Tieflader und wurde von einem Autokran auf seinen Platz gesetzt. Benutzbar ist das WC aber erst ab Mai.
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Toilettenhäuschen fliegt ein

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1 Euro kostet eine Benutzung. Am Fahrradparkhaus ist der Toilettengang für die Hälfte zu haben – vorausgesetzt das WC ist überhaupt nutzbar. Immer wieder bleibt dort die Tür wegen Vandalismusschäden verschlossen. Häufigster Grund: "Die Leute stecken Knöpfe oder falsche Geldstücke in den Münzeinwurfschlitz", sagt Heidrun Gassan. Die ersatzweise aufgestellten Dixi-Klos in der Stralsunder Straße standen nur einige Wochen. Seit Jahren urinieren Männer an den Altbau des Runge-Gymnasiums oder an Häuser in der Willy-Brandt-Straße. Mehrfach hatte Baustadtrat Frank Oltersdorf gefordert, dass die Bahn für ihre Kunden eine Toilette bereit stellen solle. Immerhin ist das alte Bahnhofsklo vielen Oranienburgern wegen seines penetranten Gestanks auch viele Jahre nach der Schließung noch in Erinnerung.

Da neue WC-Haus ist Bestandteil der Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Dafür wurden zwei Verkaufspavillions an der Stralsunder Straße abgerissen. Bei der Anlieferung der Hering-Toilette sorgte der Tieflader kurzzeitig für einen Stopp des Verkehrs auf der Stralsunder Straße. Verzögert wurden die Arbeiten durch zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die Knöllchen für die auf dem Gehweg geparkten Fahrzeuge der Baufirmen verteilten und mit Abschleppen drohten.

Neben den neuen, überdachten Bushaltestellen entstehen nördlich vom Bahnhofsgebäude 13 Kurzzeitparkplätze und elf Taxi-Stellflächen.

Der Platz vorm Empfangsgebäude bleibt künftig Fußgängern vorbehalten. Auf der Stralsunder Straße gilt dann Tempo 20. Die Ampel wird abgebaut.

Geplant sind auch ein neues Infosystem für Besucher und eine neue Beleuchtung. Vor dem Post- und dem Schulgebäude werden die Grünflächen umgestaltet.

Erster Schritt zur Umwandlung des Bahnhofsplatzes war der Bau des Fahrradparkhauses, das im August 2018 eröffnet wurde.⇥kd

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Piefke Saga 29.03.2020 - 19:34:06

Hmm, "Die 43 insgesamt Tonnen schwere Anlage mit zwei WCs kam per Tieflader" ...

Ähh, ???

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