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Corona-Pandemie
Grenze schließt für mehr als 400 Pendler in Schwedt

Der Stopp für  Pendler aus Polen trifft Schwedt hart. Bürgermeister und Unternehmen beschweren sich bei Bund und Land. (Symbolbild)
Der Stopp für Pendler aus Polen trifft Schwedt hart. Bürgermeister und Unternehmen beschweren sich bei Bund und Land. (Symbolbild) © Foto: Jens Büttner/dpa
Michael Dietrich / 27.03.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 28.03.2020, 09:04
Schwedt (MOZ) Der Schwedter Bürgermeister Jürgen Polzehl hat die Entscheidung kritisiert, die deutsch-polnische Grenze für Grenzpendler zu schließen.

"Bei allem Verständnis für die kritische Situation in Corona-Zeiten müssen beide Seiten darauf achten, dass wichtigste Funktionen im grenznahen Raum aufrechterhalten bleiben", erklärte Polzehl und verwies auf die vielen Angestellten aus Polen, die auf deutscher Seite arbeiten.

Im Asklepios Klinikum sind fast 50 Ärzte und Angestellte des medizinischen Personals betroffen. Wenn die Zahl schwerer Corona-Fälle  ansteigt, wären die Kollegen aus Polen im Krankenhaus unverzichtbar.  Eine Sprecherin sagte, die Klinik hat Hotelzimmer in Schwedt angemietet und ist dabei zu prüfen, ob polnische Mitarbeiter abwechselnd in Schwedt beziehungsweise zu Hause in Polen bleiben. Polenrückkehrer sollen nach jetziger Regelung in eine 14-tägige Quarantäne.

Auch Leipa, Butting, PCK, Recon-T, Logistikfirmen und Pflegedienste sind betroffen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt geht von einer Zahl von mehr als 400 Berufspendlern aus Polen aus.

Bürgermeister Jürgen Polzehl hat angekündigt, in einem gemeinsamen Statement mit den großen Unternehmen bei Land und Bund die schnellstmögliche Wiederherstellung der Pendlerverbindung für den Industriestandort zu fordern.

Der Kreis meldete gestern keinen Anstieg Corvid-19-Infizierten, aktuell sind fünf Uckermärker positiv getestet.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

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Dirk Schulz 27.03.2020 - 07:22:14

Jetzt hat man den Salat

Die BRD war ja schon immer so! Bloss nicht in die Bildung des eigenen Volkes investieren, sondern billigeres Personal aus dem Ausland holen!

Dirk Schulz 27.03.2020 - 07:19:51

Ärzte

Man muss nicht glauben, dass z.B. die Ärzte und Pfleger nach der Zwangs-Quarantäne dann wieder nach Deutschland zum Arbeiten dürfen! Die polnische regierung wird sich sagen, wir brauchen unsere Ärzte selbst und werden die mit einem Ausreiseverbot belegen!

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