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Coronamaßnahmen
Feuerwehr in Strausberg ist einsatzbereit

Technik immer startklar: Der Strausberger Stadtbrandmeister Uwe Schmidt im Gerätehaus an der Philipp-Müller Straße hofft, dass nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg in dieser Krise einsatzbereit bleiben.
Technik immer startklar: Der Strausberger Stadtbrandmeister Uwe Schmidt im Gerätehaus an der Philipp-Müller Straße hofft, dass nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg in dieser Krise einsatzbereit bleiben. © Foto: Gerd Markert/MOZ
Jens Sell / 27.03.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 27.03.2020, 14:02
Strausberg (MOZ) Knastertrocken ist der Boden in den Wäldern rund um Strausberg. Eine Woche ohne Niederschläge und mit viel Sonnenschein reicht, um die märkischen Wälder in brandgefährliche Flächen zu verwandeln.

Auch wenn das öffentliche Leben auf das Notwendigste eingeschränkt ist, die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren müssen für den Brand- und Katastrophenfall bereit sein.

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Feuerwehr ist noch im vollen Bestand

Der Strausberger Stadtbrandmeister Uwe Schmidt hat noch keine Krankmeldung wegen des Corona-Virus aus seinem Bestand an Einsatzkräften. Zwischen zwölf und 15 sind bei Alarmen zur Stelle. Noch ist keiner ausgefallen. Der Dienstbetrieb ist im Krisenmodus: Aus- und Weiterbildung  sind bis vorläufig 14. April abgesagt. "Vielleicht können wir nach Ostern den normalen Dienstbetrieb wieder aufnehmen", denkt Uwe Schmidt laut nach, "aber wer weiß das schon." Er verfolgt täglich, wie sich die Lage entwickelt. Ende nächster Woche müsste absehbar sein, wie sich die Kontaktbeschränkungen auswirken.

In dieser Woche haben die Straus­berger Kameraden gerade aus Seelow eine große Kiste mit Schutzmasken und Handschuhen abgeholt. Einige Ausrüstung wie Einweganzüge oder Vollschutzanzüge ist ohnehin auf dem Gerätewagen Gefahrgut im Bestand. Die Schutzausrüstung brauchen die Feuerwehrleute auch in normalen Zeiten, wenn sie zum Beispiel dem Rettungsdienst Tragehilfe leisten. "Ich hoffe, dass wir auch weiterhin einsatzbereit bleiben", sagt Uwe Schmidt nachdenklich, eine Pandemie ist schließlich für alle neu.

Die Strausberger Wehr stellt sich darauf ein: Sie bildet jetzt getrennte Einsatzteams, die sich möglichst nicht begegnen. Auch wird nach den Einsätzen keine lange Zeit gemeinsam im Gerätehaus verbracht, wie es sonst üblich ist. Im Moment herrscht, was Löscheinsätze betrifft, gerade ein bisschen Ruhe. Wichtig für den Stadtbrandmeister sind schnelle und zweckdienliche Informationen, die aus dem Krisenstab des Landkreises an die Wehrführungen fließen: "Sie halten uns gut auf dem Laufenden, falls sich die Lage ändert."

Uwe Schmidt hat alle Einsatzkräfte der Strausberger Wehr angehalten, sich mit der nötigen Disziplin selbst zu schützen und umgehend zu melden, wenn sie Kontakt mit einem Corona-Verdachtsfall hatten oder selbst zu einem geworden sind. Die Kontaktbeschränkungen gelten dann auch für die Einsatzkräfte.

Förderverein steht still

Deshalb ist auch die Mitgliederversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Straus­berg ausgefallen, die vor genau einer Woche stattfinden sollte. 98 Mitglieder hat der Verein, dessen Vorsitzender Karsten Mühleisen ist: "Wir haben die unklare Lage ja schon in der vorigen Woche mitbekommen und wollten verhindern, dass in unserem Bestand Verdachtsfälle auftreten", erläutert er. Zumal die ganze Alters- und Ehrenabteilung dazu gehört. Auch der für den 12. März geplante Besuch polnischer Kameraden aus der Partnerstadt Debno und der Wojewodschaft wurde abgesagt.

Kreisbrandmeister Sebastian Nestroy sieht sich in der Entscheidung bestätigt, schon vor drei Wochen auf die Absage aller Veranstaltungen orientiert zu haben: Alle Wehren des Landkreises sind  einsatzbereit: "Wir haben mit dem Coronavirus eine zusätzliche Gefahr, darauf haben wir uns eingestellt."

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