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Corona-Pandemie
PCK Schwedt spendet Desinfektionschutz

Spende in Corona-Zeiten: PCK-Geschäftsführer Wulf Spitzley übergab 1000 Liter Desinfektionsmittel als Spende der Raffinerie für Pflegeeinrichtungen und Rettungskräfte der Uckermark.
Spende in Corona-Zeiten: PCK-Geschäftsführer Wulf Spitzley übergab 1000 Liter Desinfektionsmittel als Spende der Raffinerie für Pflegeeinrichtungen und Rettungskräfte der Uckermark. © Foto: Oliver Voigt
Michael Dietrich / 27.03.2020, 21:00 Uhr
Schwedt (MOZ) PCK und ihren Gesellschaftern ist es wichtig, auch in schwierigen Zeiten gesellschaftliche Verantwortung vor Ort wahrzunehmen und schnell und unbürokratisch zu helfen", erklärte am Freitag PCK-Geschäftsführer Wulf Spitzley. Er übergab dem Corona-Krisenstab des Landkreises Uckermark am Freitag 1000 Liter Flüssigkeit zur Desinfektion der Hände. Sie werden an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen in der Uckermark sowie Einsatzkräfte und Lebensmitteleinzelhändler verteilt.

Die Spende der PCK und ihrer Gesellschafter Rosneft, Shell und Eni kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. "In der nächsten Woche wäre uns das Desinfekionsmittel ausgegangen", sagt Erik Hubert vom Pflegedienst Hubert aus Prenzlau. "Wir betreuen mit 40 Mitarbeiterinnen insgesamt 80 Patienten. Das geht nur im direkten Kontakt. Um so wichtiger ist da die regelmäßige und gründliche Desinfektion. Wir haben überschlagen, dass wir für die nächsten drei Wochen 15 Liter benötigen und diesen Bedarf dem Landkreis gemeldet. Wir wollten jetzt auch nicht zu viel nehmen, damit es für alle Dienste reicht."

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Auch Katrin Henke vom Pflegedienst Bonvital ist überglücklich: "Wahnsinn diese Spende, das hilft uns wirklich. Wir hatten schon Absagen von Lieferanten und Apotheken, unsere 120 Mitarbeiter und vor allem die 400 betreuten Patienten sind darüber sehr dankbar", sagt die Geschäftsführerin.

Pflegeberaterin Ellen Fährmann vom Krisenstab zeigte sich gestern sichtlich erleichtert. "Wir schätzen ein, dass diese Spende den dringenden Bedarf aller Einrichtungen in der Uckermark für die nächsten drei Wochen sichert", sagte sie. Es waren die Mitarbeiter der kreiseigenen Rettungsgesellschaft URG, die sich Ende voriger Woche mit dem Hilferuf, dass ihnen bald die Schutzmittel ausgehen, an den Krisenstab gewandt hatten. Als der Stab bei PCK anfragte, ob diese Mittel vor Ort produziert oder der Hauptbestandteil Ethanol dafür bereitgestellt werden könne, erklärte der größte Arbeitgeber der Uckermark sofort seine Bereitschaft zur Hilfe. Zunächst wurde intensiv eine Lieferung an Apotheken geprüft, die das Mittel dann in Eigenproduktion herstellen. Als schließlich das ebenfalls in Schwedt ansässige Biokraftstoffunternehmen Verbio Anfang der Woche informierte, dass es gelungen sei, die Eigenproduktion von Desinfektionsmittel aus Bioethanol im Werk in Zörbig aufzubauen und dafür auch die erforderliche Genehmigung von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz zu erhalten, kaufte PCK kurzerhand die benötigte Menge von Verbio und stellte sie als Spende für die Pfleger, Retter und Lebensmittelverkäufer bereit.

Das Desinfektionsmittel wird in 10- und 20-Liter-Behältern an Einrichtungen übergeben, die einen dringenden Bedarf an den Landkreis gemeldet haben. Damit wird sichergestellt, dass es genau dort ankommt, wo es am meisten gebraucht wird – bei den Risikogruppen und systemrelevanten Infrastrukturen. Die Verteilung wird von PCK koordiniert. Ausbilder der PCK haben sich bereit erklärt, die Behälter bei Bedarf direkt an die Einrichtungen auszuliefern.

Die PCK Raffinerie ist mit ihren 1200 Mitarbeitern das größte Unternehmen der Region. Mit der Produktion von Benzin, Diesel und Heizöl sichert PCK die Mobilität und Versorgung der Bevölkerung.

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