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Artenvielfalt
Insekten werden trotz Corona in Bad Freienwalde nicht vergessen

Jörn Kerckhoff / 29.03.2020, 07:00 Uhr - Aktualisiert 29.03.2020, 09:00
Bad Freienwalde (MOZ) Es sollte der große Startschuss für die Artenvielfalt in und um Bad Freienwalde herum werden, die Auftaktveranstaltung zur Aktion "Bad Freienwalde summt" am 5. März. Gut drei Wochen später ist die Welt eine andere.

Und so wissen auch Initiatorin Evelyn Faust, Abgeordnete der Grünen im Bad Freienwalder Stadtparlament, sowie Wolfgang von Allmen, zuständig für den Fachdienst Landschaftspflege bei der Stadt, dass der Fortschritt des Projektes jetzt nicht so aussehen wird, wie eigentlich gedacht.

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Völligen Stillstand soll es aber auch nicht geben. Bad Freienwalde soll auch in und gerade in der Zeit der Corona-Pandemie summen. "Selbst, wenn wir erstmal einiges nicht umsetzen können, von dem, was wir vorhatten, wollen wir doch weiter auffallen und die Menschen auch dazu motivieren, selbst aktiv zu werden – in ihren eigenen Gärten", macht Faust deutlich, dass sich jeder an der Aktion beteiligen kann, auch ohne in einer Gruppe angemeldet oder aktiv zu sein. In einer Ecke des Gartens dem Wildwuchs freien Lauf lassen, anstatt die Wiese regelmäßig zu mähen, oder ein Beet mit Wildblumen anlegen, würde schon helfen, um der Artenvielfalt die Tür zu öffnen.

Verwaltung muss Vorbild sein

Viele Aktionen, die von Gruppen geplant waren und für die Wolfgang von Allmen auch schon passende Flächen der Stadt ausgesucht hatte, fallen nun natürlich erst einmal weg. "Die Vorschriften sind da eindeutig und es wäre fatal, wenn wir uns als Verwaltung nicht daran halten und den Bürgern damit ein schlechtes Vorbild sein würden", so von Allmen. Möglich wäre aber im Moment durchaus noch, dass man zu zweit mit genügend Abstand an einer Grünfläche arbeitet. Einfach ist es dagegen bei den städtischen Flächen, die der Landschaftspfleger aus der Mahd herausgenommen hat und auf denen nun der Wildwuchs herrschen darf. Da braucht es nämlich gar keine Arbeit, da hilft sich die Natur selbst.

Involviert in das Projekt sind auch die Stephanus-Werkstätten. Die Mitarbeiter der Betriebsstätte Falkenberg – sie sind als Gärtner und Landschaftspfleger tätig – sollten beim Anlegen der Wildblumenbeete auf den ausgewählten Flächen helfen. Auch dort wird es vermutlich zunächst Einschränkungen geben.

Die Umstände seien durch die Corona-Krise nicht leichter geworden und einige Aktionen müssten verschoben werden, resümiert Evelyn Faust. Dennoch müsse das Projekt nicht grundsätzlich auf das kommende Jahr verschoben werden, so die Initiatorin. Vieles könne eben auch im Privaten stattfinden, das die Artenvielfalt fördert. Die Kurstadt könne auch jetzt summen.

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