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Coronavirus
Spender übergeben Schwedter Klinikum Behelfsmasken

Schutzmasken-Spende: Katrin Fiebig von der Facebook-Initiative und André Nicke von den Uckermärkischen Bühnen übergeben die Spenden an Rüdiger Heicappell vom Klinikum in Schwedt.
Schutzmasken-Spende: Katrin Fiebig von der Facebook-Initiative und André Nicke von den Uckermärkischen Bühnen übergeben die Spenden an Rüdiger Heicappell vom Klinikum in Schwedt. © Foto: Michael Dietrich/MOZ
Michael Dietrich / 01.04.2020, 12:00 Uhr - Aktualisiert 02.04.2020, 07:09
Schwedt (MOZ) Die Initiative des Theaters und zahlreicher Privatpersonen, jetzt medizinische und Pflege-Einrichtungen mit selbst genähten Schutzmasken zu unterstützen, hat bereits ein großes Echo gefunden.  Marlene Schwarz aus Schöneberg hatte eine Facebook-Gruppe gegründet und andere Freiwillige aufgerufen, mitzuhelfen. Mittlerweile haben sich 34 Frauen und ein Mann gemeldet und nähen nun zu Hause die Schutzmasken.

Erste Exemplare, die in der Nähstube des Theaters und in vielen Haushalten der Region entstanden, haben Vertreter beider Initiativen am Dienstag gemeinsam dem Ärztlichen Direktor des Schwedter Asklepios Klinikums übergeben. "Wir freuen uns sehr über dieses Engagement und die Bereitschaft vieler Schwedter, zu helfen", sagte Prof. Dr. med Rüdige Heicapell.

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"Wir haben uns mit der Initiative des Theaters zusammengeschlossen und koordinieren Stoffspenden und die eingegangenen Bedarfsmeldungen", erklärte Unternehmerin Katrin Fiebig von der Facebook-Gruppe "Behelfs Mund- und Nasenabdeckung - Schwedt und Umgebung."

Der Name ist etwas umständlich, weil die einfachen Stoffmasken ohne Zulassung genaugenommen nicht so genannt werden dürfen. "Aber im Notfall, wenn uns die Bestände ausgehen, ist eine Behelfsmaske besser als gar kein Schutz", erklärt Rüdiger Heicappell. "Noch haben wir genug Schutzmasken. Aber natürlich weiß keiner, wie schlimm es wird und wie lange der Vorrat reicht."

Zahlreiche Pflegeeinrichtungen und soziale Einrichtungen haben sich sofort gemeldet, als sie von der Nähaktion erfuhren. "Wir schaffen im Moment 100 Schutzmasken am Tag", erklärte Intendant André Nicke, "sind aber  dabei, die Zahl noch zu erhöhen. Natürlich werden wir die Masken  zuerst jenen Einrichtungen wie Klinikum und Seniorenheimen zukommen lassen, die sie jetzt für den Schutz ihrer Mitarbeiter und Patienten dringend brauchen."

Beide Initiativen hoffen, dass sich weitere Freiwillige beteiligen. Sie bitten, nur einwandfreien Stoff zu spenden oder Geld zum Kauf der benötigten Materialien.

Kontakt: Facebook-Gruppe: Behelfs Mund- und Nasenabdeckung - Schwedt und Umgebung, Telefon für Stoffspenden und Mit-Näher: 0162 1615909

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