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Brandstiftung
Transporter in Schwedt abgefackelt

Michael Dietrich / 06.04.2020, 19:40 Uhr - Aktualisiert 06.04.2020, 20:15
Schwedt (MOZ) In der Nacht zum Montag ist in Schwedt ein Transporter komplett ausgebrannt. Das Fahrzeug war vor einem Einfamilienhaus abgestellt. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts schwerer Brandstiftung.

Der Sprinter parkte wie immer vor dem Sitz der Baufirma Grunewald in der etwas versteckt liegenden Blumenhagener Straße, nahe der Gärtnerei Ohlbrecht. Kurz nach halb eins bemerkten Nachbarn angrenzender Eigenheime Brandgeruch und Mieter im fünfgeschossigen Wohnblock Gatower Straße sahen von ihrem Balkon herunter die ersten Flammen. Firmeninhaber Veit Grunewald versuchte noch, mit einem Pulverlöscher den Brand in seinem Fahrzeug zu löschen, doch das blieb ohne Erfolg. Die alarmierte Feuerwehr rückte mit fünf Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften zum Löschen an. Es ist der vierte Brandeinsatz in Corona-Zeiten.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte der Transporter lichterloh im Frontbereich und am linken Hinterreifen. Wegen der starken Rauchentwicklung kamen die Feuerwehrleute, die unmittelbar am Fahrzeug mit Wasser und Schaum die Flammen bekämpften, unter Atemschutz zum Einsatz.

Flammen bedrohen Eigenheim

Es dauerte, bis die Flammen unter Kontrolle waren. Die Nähe zum Eigenheim machte den Brandschützern Sorge. Sie evakuierten die Familie des Firmeninhabers kurzzeitig aus Haus.

Die Polizei versuchte auch die Bewohner von benachbarten Häusern zu alarmieren.  Den Feuerwehrleuten gelang jedoch, das Übergreifen der Flammen auf das nahe Eigenheim und benachbarte Häuser zu verhindern.

Gegen halb drei konnten die hauptamtlichen und freiwilligen Feuerwehrleute den Einsatz beenden. 4000 Liter Wasser und eine große Menge Schaum hatten die Flammen bezwungen. Noch zwölf Stunden später zeugten Reste des Löschschaums vom nächtlichen Einsatz.

Schadenhöhe bei 45.000 Euro

Firmeninhaber Veit Grunewald kann sich die Ursache des Brandes selbst nicht erklären. "Das kann alles gewesen sein - vom technischen Defekt der Standheizung bis hin zu Mardern, die natürlich auch hier nachts unterwegs sind", sagte er gegenüber dieser Zeitung. Das Fahrzeug ist nun schrottreif, die Polizei gibt den Schaden mit 45 000 Euro an. Veit Grunewald hofft nur, dass Maschinen und Werkzeug, die sich im Fahrzeug auf der Ladefläche befanden und die er nach dem Brand bergen konnte, noch funktionstüchtig sind. Ansonsten wäre der Schaden sicher noch größer.

Die Polizei meldete indes, dass Kriminalisten der Inspektion Uckermark wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermitteln. Möglicherweise gaben dazu die zwei unterschiedlichen Brandstellen am Fahrzeug Anlass, die die Feuerwehr bei ihrem Eintreffen festgestellt hatte. Mehrere Brandherde deuten für gewöhnlich auf Brandstiftung hin.

Die Feuerwehr unterstützte die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache vor Ort, in dem sie die Einsatzstelle mit ihrem neuen Rüstwagen ausleuchtete.

Zahlen, Daten & Fakten

Der Vogelpark in Schwedt  ist seit 1972 ein beliebter Naherholungsort in Schwedt, errichtet von der Aufbau-Genration der Oderstadt.

Der Verein Vogelpark Schwedt  betreibt die Anlage im Schlosspark Monplaisir. Er hat wieder 30 Mitglieder.  Der Park besteht aus Volieren und Käfiganlagen. Jedes Mitglied hat dort eine Laube gepachtet und präsentiert in den angrenzenden Volièren seine Tiere. Das ist wohl einzigartig, dass ein Verein seine Vögel in dieser Form ausstellt. Auch ein Ziergarten gehört zur Anlage.

Aktuell sind 89 Vogelarten aus aller Welt auf dem ungefähr zehn Fußballfelder großen Vereinsgelände hinterm ehemaligen Jagdschlösschen "Monplaisir zuhause. Das sind mehrere 100 Vögel, die artgerecht gehalten werden nach strengen Auflagen, versichert der Vereinsvorstand.

Auf dem Teich schwimmen zeitweise bis zu acht Vogelarten, darunter Rothalsgänse und Baikalenten.

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