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Corona-Krise im Alltag
Das sind die neuen Corona-Regeln und Lockerungen in Berlin

Fahrgäste mit Mund-Nasenschutz stehen am Morgen an der U-Bahnhaltestelle Alexanderplatz. In Berlin werden nach und nach Lockerungen der Eindämmungsverordnung umgesetzt.
Fahrgäste mit Mund-Nasenschutz stehen am Morgen an der U-Bahnhaltestelle Alexanderplatz. In Berlin werden nach und nach Lockerungen der Eindämmungsverordnung umgesetzt. © Foto: Kay Nietfeld/dpa
dpa / 27.04.2020, 15:27 Uhr - Aktualisiert 23.06.2020, 13:50
Berlin (dpa) Es ist nicht die Rückkehr zur Normalität, aber es gibt weitere Lockerungen der Corona-Regeln in Berlin. Am 23. Juni wurde die Verordnung durch den Senat noch einmal gelockert. Die Kontaktbeschränkungen fallen weg, mehr Menschen dürfen in die Geschäfte, aber es wird teuer für den, der in Ubahn, S-Bahn, Tram oder Bus keine Maske trägt.

Update 23. Juni 2020

Maskenpflicht (Bußgeld):

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Berliner Bussen und Bahnen wird künftig ein Bußgeld fällig. Das hat der Senat beschlossen. Eine Pflicht, Mund-Nasen-Schutz zu tragen, galt seit Ende April. Das Bußgeld beträgt 50 bis 500 Euro für Fahrgäste, die in Bussen und Bahnen gegen die Maskenpflicht verstoßen. 

Kontaktbeschränkungen:

Die Kontaktbeschränkungen für die Berliner fallen weg. Verabredungen sind somit in größerem Kreis wieder einfacher. Bisher galt, dass sich in der Hauptstadt maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Die Regelung sollte die Ausbreitung des Coronavirus verhindern helfen. Künftig müssen sich die Berliner nicht mehr daran halten, auch wenn die Abstands- und Hygieneregeln weiter gelten sollen. 

Einzelhandel:

In Berlin dürfen künftig auch wieder mehr Menschen gleichzeitig in die Geschäfte. Der bisher gültige Richtwert von maximal einer Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche wird auf 10 Quadratmeter gesenkt.

Veranstaltungen:

Trotz der Corona-Pandemie sollen auch in Berlin schrittweise wieder größere Veranstaltungen möglich sein. Der Senat verständigte sich auf einen entsprechenden Stufenplan. Ab 1. August sind demnach in geschlossenen Räumen bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, ab 1. September bis zu 750 und ab 1. Oktober bis zu 1000. Veranstaltungen im Freien dürfen laut Stufenplan ab 1. September bis zu 5000 Teilnehmer umfassen. Voraussetzung für alle Lockerungen ist, dass die Entwicklung der Corona-Infektionen dies zulässt und Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. 

Momentan sind die Obergrenzen für Veranstaltungen wie kulturelle Events, Messen, Spezialmärkte, Sportveranstaltungen, geschäftliche Meetings oder gewerbliche Freizeitangebote niedriger. In geschlossenen Räumen sind nach früheren Senatsbeschlüssen aktuell bis zu 150 Teilnehmer erlaubt, ab 30. Juni sind es bis zu 300. Bei Veranstaltungen im Freien ist die Teilnehmerzahl bisher auf 500 und ab 30. Juni auf 1000 limitiert.

Die Obergrenzen gelten nicht für Demonstrationen oder Gottesdienste. Hier waren Beschränkungen schon vor geraumer Zeit gestrichen worden.

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Update 12. Juni 2020

Kontaktbeschränkungen:

Seit dem 2. Juni dürfen sich zwei Haushalte oder bis zu fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Immer muss aber der Mindestabstand von 1,5 Meter gewahrt werden. Als Haushalt gelten Lebenspartnerinnen und -partner sowie Kinder, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht, und Wohngemeinschaften. Zudem können Kinder von einer ihnen nahestehenden Person betreut werden. Die Regelung gilt nicht nur im öffentlichen Raum oder in Gaststätten, sondern auch in der Wohnung oder im Kleingarten.

Zu allen anderen Personen soll man weiterhin ein Abstand von 1,5 Metern wahren. Die Kontaktbeschränkungen gelten bis auf weiteres deutschlandweit bis 29. Juni, in Berlin bis zum 4. Juli.

Parks und Grünanlagen: 

Parks und Grünanlagen können bei Überfüllung geschlossen werden. Grillen ist in den meisten Berliner Bezirken verboten, auf dem Tempelhofer Feld beispielsweise komplett. Auf der Seite des jeweiligen Bezirksamtes ist zu sehen, auf welchen Flächen Grillen im Einzelfall erlaubt ist.

Einzelhandel:

Alle Geschäfte dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche wieder öffnen. Im Inneren dürfen sich jedoch maximal eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten. Kunden müssen beim Einkauf Mund und Nase bedecken. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahre und Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können. In den Geschäften dürfen aber weiterhin keine Sitzgelegenheiten benutzt werden. Das gilt auch in Einkaufszentren.

Dienstleistungen und Gastgewerbe

Alle Friseure sind geöffnet. Kosmetik-, Sonnen- und Tattoostudios sowie Massagepraxen sind ebenfalls wieder geöffnet.

Restaurants und Imbisse sind seit dem 15. Mai wieder geöffnet. Es gilt auch keine Sperrstunde mehr, weil dies durch eine Gerichtsentscheidung unwirksam wurde. Seit dem 2. Juni dürfen auch Kneipen und Shisha-Bars wieder bewirten. Dabei müssen Gäste und Bedienung aber Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Speisen und Getränke dürfen nur an Tischen angeboten und gegessen und getrunken werden. Wenn Gäste ihren Tisch verlassen, müssen sie im Innenraum immer eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen - auch beim Gang zur Toilette.

Restaurantbesitzer sind seit dem 2. Juni dazu verpflichtet, Anwesenheitslisten zu führen, in denen sie die Namen, Adressen und Kontaktdaten aller Gäste festhalten. Das Gesundheitsamt kann diese Liste einfordern, falls es unter den Gästen einen bestätigten Fall oder Kontaktpersonen eines Infizierten gibt. Nach vier Wochen müssen die Daten vernichtet werden. Die Personalien von Gästen selbst überprüfen dürfen sie aber nicht, das dürfen nur Polizei und Ordnungsamt. Zuvor waren solche Listen lediglich empfohlen.

Kantinen in Betrieben dürfen ebenfalls öffnen, sofern die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Fahrschulen dürfen wieder Unterricht anbieten. Die Fahrlehrer müssen aber eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Stadtrundfahrten und – Führungen im Freien dürfen seit dem 25. Mai unter Einhaltung von Mindestabstand und Hygieneregeln wieder angeboten werden. Auch Spielotheken können seit dem 2. Juni wieder öffnen.

Clubs und Diskotheken: 

Clubs und Diskotheken müssen geschlossen bleiben. Dasselbe gilt für Prostitutionsgewerbe.

Schulen und Universitäten:

Alle Schülerinnen und Schüler in Berlin sollen nach den Sommerferien wieder täglich in die Schulen gehen können. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) kündigte am Dienstag (9. Juni) an, dass ab dem 10. August wieder Regelbetrieb herrschen wird - in allen Schulformen und für alle Jahrgangsstufen. Auch Klassenfahrten und Schulmittagessen sollen dann wieder möglich sein. Die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfällt zum neuen Schuljahr 2020/21, insofern die Infektionslage dies dann zulässt.

Kitas:

Ab dem 15. Juni soll mit der Rückkehr aller Kinder in die Kitas begonnen werden, das hat Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Dienstag (9. Juni) angekündigt. "Spätestens ab 22. Juni werden wir die volle Betreuunsgsituation nach Kitagutscheinen haben, damit sind wir einen Monat früher, als wir uns das eigentlich vorgenommen hatten", so Scheeres. Die Liste der systemrelevanten Berufe verliert ihre Gültigkeit, die Eingewöhnung von neuen Kindern ist möglich. Eltern in systemrelevanten Berufen können ihre Kinder schon länger in die Kitas bringen. Darunter fallen inzwischen circa 100 Berufsgruppen. Seit dem 25. Mai haben auch Alleinerziehende einen Anspruch auf Kinderbetreuung.

Öffentlicher Nahverkehr:

In den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen eines Schutzes, der Mund und Nase bedeckt, und es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. In Bussen der BVG soll der Kontakt zu den Fahrern vermieden werden. Ein Ticketverkauf im Bus ist nicht möglich.

Sport

Die Berliner können seit 2. Juni wieder draußen Sport in Gruppen von bis zu zwölf Personen treiben. Die Sporthallen werden am 8. Juni wieder dafür geöffnet. Die Regeln für Veranstaltungen im Freien, bei denen ab 2. Juni bis zu 200, ab 16. Juni bis zu 500 und ab 30. Juni bis zu 1.000 Teilnehmer erlaubt sind, gelten auch im Sport. Seit 2. Juni dürfen Fitness-, Tanz- und Ballettstudios wieder öffnen. An den Geräten gilt ein Sicherheitsabstand von drei Metern. Nach wie vor sind Zuschauer bei Sportveranstaltungen nicht zugelassen. Umkleide- und Duschkabinen dürfen in den Sportanlagen nicht benutzt werden.

Freibäder: 

Die Frei- und Strandbäder in Berlin sind seit 25. Mai unter Auflagen wieder geöffnet.

Kino und Autokino

Freiluftkinos dürfen seit 2. Juni wieder Filme zeigen, Kinos ab 30. Juni. Es gilt auch hier der Mindestabstand von 1,5 Metern und eine Maskenpflicht in den Räumen. Für alle Kulturevents gelten die maximalen Teilnehmerzahlen: in geschlossenen Räumen seit 2. Juni bis zu 150 Teilnehmer, ab 30. Juni bis zu 300 Teilnehmer. Im Freien dürfen seit 2. Juni bis zu 200 Teilnehmer zusammenkommen, ab 16. Juni bis zu 500 und ab 30. Juni bis zu 1.000 Teilnehmer. Autokinos dürfen öffnen, solange das Verdeck der Fahrzeuge geschlossen bleibt.

Tierpark, Zoo und Botanischem Garten

Die Außenbereiche von Tierpark, Zoo und Botanischem Garten sind für Besucher geöffnet. Gedenkstätten mit Außenbereichen sind teilweise ebenfalls geöffnet.

Museen:

Museen in öffentlicher und privater Hand dürfen dann ebenfalls öffnen. Voraussetzung ist die Einhaltung der Hygieneregeln und des Mindestabstandes, sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. 

Bibliotheken und Musikschulen dürfen wieder öffnen, Volkshochschulen allerdings erst ab 31. Mai. 

Großveranstaltungen:

Großveranstaltungen bleiben bis 31. August untersagt.

Familienfeiern:

An privaten Feiern "aus zwingenden Gründen" dürfen seit 2. Juni bis zu 50 Personen teilnehmen. Solche Gründe können etwa Hochzeiten, Taufen oder Trauerfeiern sein. Normale Geburtstagsfeiern gehören nicht dazu. Großveranstaltungen über diesen Teilnehmerzahlen sind untersagt.

Gottesdienste:

Seit 30. Mai sind religiös-kultische Veranstaltungen im Freien unabhängig von der Teilnehmerzahl erlaubt. Seit 2. Juni sind Gottesdienste in Innenräumen mit bis zu 200 Personen wieder möglich. Ab 16. Juni entfällt die Teilnehmerbegrenzung gänzlich. Körperkontakt und das Herumreichen von Gegenständen sind nicht gestattet.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen:

Werdende Mütter dürfen zur Geburt von einer Person begleitet werden. Besucht werden dürfen Neugeborene allerdings nur eine Stunde am Tag von einer Person, die über 16 Jahre alt sein muss. Davon ausgenommen sind Geschwister. Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern dürfen einmal täglich Besuch empfangen, ebenso Menschen, die in einem Pflegeheim wohnen. Der Heimbetreiber kann die Besuchsregelung allerdings im Fall einer bestätigten Corona-Infektion in der Einrichtung im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung einschränken.

Alle Tagespflegeeinrichtungen sollen eine erweiterte Notbetreuung bis spätestens 01.07.2020 anbieten. Dabei wird die Zielgruppe für die Notbetreuung erweitert um die Gruppe von Pflegebedürftigen, deren Pflege ohne die Tagespflege nur unter besonders schweren Bedingungen möglich ist. Dazu gehören insbesondere demenzkranke Pflegebedürftige.

Planbare Operationen und Eingriffe in Krankenhäusern, die eine Covid-19-Notfallversorgung vornehmen, müssen verschoben werden, sofern sie eine Behandlung von Covid19-Patientinnen und -Patienten erschweren. Tageseinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Handicaps, bleiben geschlossen, sofern sie keine Notbetreuung anbieten. Ausgenommen sind Betriebe im medizinischen oder Pflegesektor, wie etwa Wäschereien.

Reisen:

Berliner Hotels, Ferienwohnungen und andere Unterkünfte sind in Berlin seit dem 25. Mai wieder eingeschränkt für touristische Zwecke geöffnet. Buffets gibt es in Hotels und Herbergen weiterhin nicht, bis auf Weiteres müssen auch Spa- und Wellnessbereiche geschlossen bleiben. Wer einen Zweitwohnsitz besitzt, kann diesen in vielen Bundesländern wieder besuchen. Zudem haben viele Bundesländer Hotels, Gaststätten und Campingplätze unter Auflagen wieder geöffnet, teilweilse jedoch unter einer Beschränkung der Gästezahl. Wellnessbereiche sind vielerorts eingeschränkt nutzbar.

Für das gesamte Ausland gilt bis zum 14. Juni eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Demonstrationen:

Seit 30. Mai gibt es keine Beschränkung der Teilnehmerzahl mehr bei angemeldeten Demonstrationen unter freiem Himmel. Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

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Update 19. Mai 2020:

In Berlin normalisiert sich langsam der Alltag in der Corona-Krise - jedenfalls ein wenig. Freibäder sollen bald öffnen und die Notbetreuung in den Kitas hochgefahren werden. Auch mehr Versammlungen sollen wieder möglich sein.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat weitere Lockerung während der Corona-Krise in Aussicht gestellt. Grundlage für die Lockerungen der Maßnahmen ist ein stabiler und niedriger Wert der Neuinfektionen.

Weitere Lockerungen stehen in den nächsten Tagen an. Welche Daten sind wichtig?

Nach den am Mittwoch beschlossenen Lockerungen etwa für die Berliner Gastronomie und Hotels hat der Senat am Donnerstag nachgelegt. Er ermöglicht den Freibädern noch im Mai eine Öffnung, will mehr Kita-Notbetreuung und mehr persönliche Begegnungen und lockert die Beschränkungen für Demonstrationen. Grundmaxime bleibt bei allen Lockerungen: „Abstand halten und Hygieneregeln weiter beachten, sich und andere schützen“, wie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) nach der Senatssitzung sagte.

Kitas

Die Kita-Notbetreuung soll bis zum Sommer schrittweise auf alle Jungen und Mädchen ausgeweitet werden. Ab 14. Mai kommen zunächst alle Kinder wieder in die Kita, die im August eingeschult werden, sowie deren Geschwister, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte. Danach sollen in mehreren Phasen weitere Kinder folgen. Die Termine dafür stehen aber noch nicht fest. Sie hängen zudem davon ab, wie sich die Infektionszahlen in Berlin entwickeln. Für die ausgeweitete Notbetreuung sind kleineren Gruppen als gewohnt vorgesehen. Die Kinder werden dabei zeitversetzt und maximal halbtags betreut. Die Gruppengröße hängt unter anderem vom Raumangebot und den personellen Möglichkeiten der Kita ab. „Bis zum Sommer soll jedes Kind wieder ein Betreuungsangebot erhalten“, versicherte Scheeres.

Freibäder

Die Saison in den Frei- und Strandbädern startet in Berlin am 25. Mai. Ab dann dürfen sie trotz Corona-Krise unter Auflagen wieder öffnen, wie der Senat beschloss. Voraussetzungen für die Öffnung sind ein Hygieneplan und die Einhaltung von Abstandsregeln. „Wir freuen uns sehr“, kommentierten die Berliner Bäder-Betriebe. Noch sind alle Bäder geschlossen, eigentlich wäre es ab Karfreitag schon schrittweise losgegangen. Normalerweise kommen täglich durchschnittlich mehr als 1000 Menschen in ein Freibad. Das dürfte in dieser Saison nicht möglich sein. Online-Tickets mit Zeitfenstern sind eine Idee, den Zugang zu steuern.

Kontaktverbot

Ab Samstag (9. Mai) dürfen die Berliner zu Hause wieder mehr Gäste empfangen. Erlaubt sind private Zusammenkünfte von Angehörigen zweier Haushalte - wenn 1,5 Meter Mindestabstand gewahrt werden. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum oder in Gaststätten, sondern auch in der Wohnung oder im Kleingarten, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Pop mitteilten. Wichtig: „Wir wollen keine Partys“, sagte Geisel. Bislang galt, dass „Zusammenkünfte im öffentlichen und nichtöffentlichen Raum“ nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt und höchstens einer weiteren haushaltsfremden Person erlaubt waren.

Versammlungsfreiheit

Ab 18. Mai sind Versammlungen in geschlossenen Räumen mit bis 50 Teilnehmern wieder erlaubt. Ab 25. Mai dürfen an Versammlungen unter freiem Himmel bis zu 100 statt bisher 50 Personen teilnehmen, wie Geisel mitteilte. Dann sollen auch wieder echte Demonstrationen von einem Ort zum anderen möglich sein. „Aufzüge mit Fahrzeugen“ sind Geisel zufolge bereits ab Freitag (8. Mai) wieder gestattet. Das gelte für Veranstaltungen mit Autos, Motorrädern und Fahrrädern mit bis zu 50 Teilnehmern. Die Versammlungsfreiheit sei ein wichtiges Grundrecht, sagte Geisel. Einschränkungen könnten nicht von Dauer sein. „Natürlich muss unser Bestreben sein, dieses Grundrecht wieder umfänglicher in Kraft zu setzen als bisher.“

Sport

Ab 15. Mai können Vereine wieder mit Gruppen von bis zu acht Teilnehmenden einschließlich Trainer kontaktlosen Sport treiben. Ab 25. Mai soll der Wettkampfbetrieb bei kontaktfreien Sportarten wieder möglich sein, solange er von Hygienekonzepten begleitet wird. „Wettbewerb im Tennis wird wieder möglich sein, Leichtathletik wird wieder möglich sein“, so Geisel. Und: „Wir haben die erforderlichen Entscheidungen getroffen, um sogenannte Geisterspiele bei der DFL wieder möglich zu machen.“

Hochschulen

Ab 11. Mai kann in Hochschulen wieder etwas Leben einkehren. Der Forschungsbetrieb auf dem Campus könne unter Auflagen wieder beginnen und bestimmte Arbeiten in der Verwaltung könnten wieder zugelassen werden, teilte die Senatskanzlei mit. Am Corona-Alltag von Studierenden ändert sich demnach nichts: „Für die Präsenzlehre und für den Publikumsverkehr bleiben die Hochschulen allerdings weiterhin geschlossen, Lehrveranstaltungen finden digital statt“, hieß es.

Fahrschulen

Unterricht am Steuer soll jetzt wieder möglich sein - mit Masken. Das gilt ebenfalls ab dem 11. Mai. Die Frage sei länger diskutiert worden, sagte Pop. „Zum Schluss hat man sich darauf verständigt, dass mit den entsprechenden Schutzvorrichtungen und Masken alle Varianten der Fahrschule jetzt auch wieder möglich sind.“ Das gelte also für Pkw, Motorräder und andere Fahrzeuge.

Tourismus

Stadtrundfahrten und –Führungen im Freien dürfen ab 25. Mai unter Einhaltung von Mindestabstand und Hygieneregeln wieder angeboten werden.

Behinderte Menschen

Die Beschäftigung und Betreuung in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ist unter Einhaltung der Hygieneregeln ab 18. Mai gestattet. Die Zahl der gleichzeitig genutzten Arbeits- und Betreuungsplätze ist auf 35 Prozent der normalen Kapazität zu begrenzen.

Besuchsregeln in Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen

In Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen ist ab Samstag, 09. Mai täglich der Besuch einer Person  prinzipiell möglich. Unter anderem in Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen Personal und Besucher künftig Mund-Nasen-Schutz tragen.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

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