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Hilfsaktion
Bad Freienwalder Unternehmer sammelt Spenden für Flüchtlinge

Hilfswelle rollt an: Andreas Steinert vom Verein "Wir packen’s an" zeigt die selbstgenähten Gesichtsmasken aus ganz Deutschland, die nach Patras in Griechenland transportiert werden.
Hilfswelle rollt an: Andreas Steinert vom Verein "Wir packen’s an" zeigt die selbstgenähten Gesichtsmasken aus ganz Deutschland, die nach Patras in Griechenland transportiert werden. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 28.04.2020, 11:45 Uhr - Aktualisiert 28.04.2020, 13:32
Bad Freienwalde (MOZ) Macht den Truck voll 2.0! –  ist das Motto für die neue Hilfsaktion des in Bad Freienwalde und Falkenberg gegründeten Vereins "Wir packen’s an", der die Not in den griechischen Flüchtlingslagern lindern will. Der Verein, der inzwischen 37 Mitglieder hat, gründete sich Anfang des Jahres um den Unternehmer Andreas Steinert. Bei der ersten Hilfsaktion für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln starteten im Januar fünf Lastzüge von Bad Freienwalde nach Griechenland, um vor allem das Leid von 4000 Kindern und deren Familien zu lindern. Der Aufruf in der MOZ hat die gesamte Region mobilisiert. Über die sozialen Medien kamen auch viele Spenden aus Berlin und ganz Brandenburg zusammen.

Steinert wohnt mit seiner Familie in Dannenberg und betreibt die "Carlsburg" in Falkenberg sowie die Deko-Scheune in Bad Freienwalde.  Die Carlsburg ist wegen der Corona-Pandemie geschlossen, die Deko-Scheune dagegen wieder geöffnet.

Inseln derzeit tabu

Andreas Steinert, die Vereinsmitglieder und weitere Freiwillige sammeln und sortieren wieder Kleidung in Bad Freienwalde, diesmal aber nur für Männer in der griechischen Hafenstadt Patras. "Wir können derzeit nicht auf die Inseln fahren und helfen daher auf dem griechischen Festland", sagt Steinert. "Diese Männer, die vorwiegend aus Syrien, Iran und Irak stammen, leben in leer stehenden Fabrikhallen. Sie haben nichts, dort ist niemand, es gibt keine Versorgung", sagt Steinert. Sie seien über die Ägäis geflüchtet und in Griechenland gestrandet. Die griechische Bevölkerung sei wegen mehrerer Wirtschaftskrisen selbst nicht in der Lage, andere Menschen zu unterstützen.

Dringende Hygieneartikel

Darüber hinaus werden folgende Hygieneartikel gebraucht: Pflaster klein und groß, Wundspray, Mullbinden, Kompressen, Einmalhandschuhe, Handseife, Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Zahnbürsten, Einwegrasierer, Waschmittel und große Müllbeutel. "Derzeit bekommen wir aus ganz Deutschland genähte Gesichtsmasken, die wir auch in die Flüchtlingslager bringen", sagt Steinert. Da es keine Tests für diese Menschen gebe, sei nicht bekannt, wie viele Flüchtlinge sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Masken werden willkommen sein.

Spenden werden ab sofort in der Carlsburger Deko-Scheune, Frankfurter Straße Ausbau 24, von Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr, Sonnabend 10 bis 13 Uhr sowie zusätzlich Dienstag und Donnerstag 16 bis 18 Uhr entgegengenommen. Geldspenden: GLS Bank, IBAN DE03 4306 0967 1059 2396 00, Stichwort "Patras".

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